Verwendung der Erträge der Bürgerstiftung Ingolstadt im Jahr 2007

   
Übergabe der Zuwendungen im Alten Rathaus

Am 15. Oktober 2007 konnte der Stiftungsrat zum dritten Mal Erträgnisse vergeben. In Höhe von 79.500 Euro wurden 17 soziale und kulturelle Vereine und Initiativen sowie Einzelpersonen bedacht.

Übergabe der Zuwendungen im Alten Rathaus
Den begünstigten Organisationen wurden am 6. Dezember 2007 die Zuwendungen durch Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann im Alten Rathaus übergeben.
   
   
Arbeiterwohlfahrt - Seniorenzentrum Katharinengarten

Arbeiterwohlfahrt – Seniorenzentrum Katharinengarten

Das Seniorenzentrum Katharinengarten bietet 56 pflegebedürftigen und/oder an Demenz erkrankten Menschen, die nicht mehr ambulant versorgt werden können, professionelle Pflege und Betreuung tageweise und rund um die Uhr.
Für unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit gerontopsychiatrischen Erkrankungen stehen zwei Wohngruppen mit direktem Zugang zum beschützten Garten zur Verfügung.

Durch die Unterstützung der Bürgerstiftung wurde es möglich, den kleinen unscheinbaren Garten zu erweitern und neu zu gestalten.
Es wurden breite, rollstuhlgerechte Rundwege angelegt. Diese führen zu den Sitzgruppen, die zum Verweilen einladen. Hier kann man die Sonnenstrahlen und die frische Luft genießen, dem Zwitschern der Vögel oder dem Plätschern des Wassers lauschen. Duftende Blumen und Kräuter verführen zum Riechen, verschiedene Beerensorten zum Pflücken und Naschen. Im Geräteschuppen stehen Gießkannen, Rechen und Harke bereit.
So ist der neu gestaltete Garten zu einer Oase der Sinne geworden. Er bietet ein neues Maß an Lebensqualität und Lebensraum für die Bewohner. In diesem geschützten Bereich können sie immer wieder Neues entdecken und wahrnehmen.

   
3BA Bayerische Brass Band Akademie

3BA Bayerische Brass Band Akademie

Die 3BA ist ein gemeinnütziger Förderverein für Brass Band Musikkultur im deutschen Raum. Ihre Ziele sind eindeutig in ihrer Satzung definiert. Unter anderem wollen sie auf die deutschen Wurzeln der Musikgattung aufmerksam machen. Die Vernetzung der deutschen Brass Bands, die Schaffung einer Wettbewerbsplattform, die Pflege und Ausbildung des Brass Band Musizierens oder Jugendausbildung sind weitere Aufgaben. Hierzu unterhalten sie auch ein Akademie Orchester und seit Januar 2007 eine Jugend Brass Band.

Die 3BA Brass Band, die im Sommer 2005 aus der Taufe gehoben wurde, hat sich seither mit viel Einsatz unter der künstlerischen Leitung von Franz Matysiak und der Mitarbeit vieler Dozenten aus der europäischen Brass Band Szene zu einer der besten deutschen Brass Bands entwickelt. Beim „1. Deutschen Brass Band Wettbewerb“ hat sich die Bayerische Brass Band Akademie als beste deutsche Band in der höchsten Division durchsetzen können.
Daraufhin erfolgte die offizielle Einladung zur Europameisterschaft. Der finanzielle Beitrag der Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt die Teilnahme.

www.3BA-Brass.de

   
Kindervilla der Bürgerhilfe Ingolstadt e. V.

Bürgerhilfe Ingolstadt e. V.

Mit Unterstützung der Bürgerstiftung konnten für die Kindervilla der Bürgerhilfe ein großes Bällebad, ein Klettergerüst mit Rutsche für die neue Turnhalle und verschiedene Fahrzeuge für den Innen- und Außenbereich angeschafft werden.

   
Caritas-Altenheim St. Pius

Caritas-Altenheim St. Pius

Die Unterstützung der Bürgerstiftung Ingolstadt ermöglichte dem Caritas-Altenheim St. Pius die Errichtung einer Gedenkecke in der Kapelle und das Anbringen von Kreuzen vor den Bewohnerzimmern.

Für die verstorbenen Mitbewohner des Altenheims werden Abschiedsgottesdienste bzw. Gedenkandachten abgehalten. Ein Abschiednehmen und Erinnern wird somit in der Einrichtung möglich.

Positiv aufgenommen wird das Projekt von allen Bewohnern, Angehörigen, Besuchern und Mitarbeitern.

   
Lepanto-Monstranz

Deutsche Provinz der Jesuiten

Am 9. Juni 2008 jährt sich der Tag zum 300. Mal, dass Johann Zeckl aus Augsburg die von der Bürger-Kongregation Maria vom Sieg Ingolstadt auf Betreiben der Jesuiten in Auftrag gegebene neue Monstranz, die die Seeschlacht von Lepanto 1571 darstellt, persönlich auf dem Wasserweg nach Ingolstadt gebracht hat.

Aus diesem Anlass gibt die Bürger-Kongregation, nach wie vor Eigentümerin der Monstranz, zusammen mit der Deutschen Provinz der Jesuiten, vertreten durch das Referat Geschichte & Medien, eine Festschrift heraus. In deren Mittelpunkt steht die Monstranz, die wegen ihrer Einzigartigkeit auch in der Landesdenkmalliste Bayern verzeichnet ist, in ihrer geschichtlichen und ikonographischen Bedeutung. Beleuchtet werden auch der militärgeschichtliche Hintergrund der Schlacht und der Stellenwert Augsburger Goldschmiedearbeiten.

Damit wird ein wertvoller Beitrag geleistet zur Verwirklichung einer handlichen, für alle interessierten Besucher der Schatzkammer in der Asamkirche Maria de Victoria verständlichen Druckschrift zur weltberühmten Lepanto-Monstranz, die dennoch wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wird. Entstehen soll ein Büchlein, das für ein breites Publikum leicht lesbar, aber trotzdem wissenschaftlich fundiert ist.

   
Kunstwerk von René Chacón

Freie Akademie René Chacón

Die kulturelle Einrichtung „Freie Akademie René Chacón“ wurde vor elf Jahren unter dem Namen „Kunst in Bewegung“ gegründet und im Februar 2006 umbenannt. Sie ist eine kulturfördernde Institution und trägt zur Bereicherung der Kulturlandschaften in Ingolstadt und Umgebung bei.

Das große Anliegen dieser Institution ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer Kreativität zu unterstützen. Um dies zu ermöglichen, plant die „Freie Akademie“ Unterrichtsräume zu erweitern und notwendige Geräte sowie Arbeitsmaterial anzuschaffen.

Trotz persönlichen Engagements ist die „Freie Akademie“ auf öffentliche Förderungen angewiesen, um weiterhin vielseitige und zahlreiche Leistungen im Kunstbereich anbieten zu können.

   
Einbauküche für den Dorfstadel der FFW Brunnenreuth

Freiwillige Feuerwehr Brunnenreuth e. V.

Die Freiwillige Feuerwehr von Brunnenreuth arbeitet an einem neuen Projekt, das ihr sehr am Herzen liegt: Am Bau eines ansprechenden Veranstaltungslokals für die Brunnenreuther Ortsvereine. Der Dorfstadel soll der Theatergruppe als Spielstätte und den Feuerwehren der Stadt Ingolstadt als Tagungsort zur Verfügung stehen. Auch dient das Gebäude als Notunterkunft für Personen bei größeren Schadensfällen. Natürlich kann der Dorfstadel auch von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ingolstadt angemietet werden.

Durch die Unterstützung der Bürgerstiftung konnte für den Dorfstadel eine neue Einbauküche fast vollständig finanziert werden. Die Brunnenreuther kommen so ihrem Ziel ein Stück näher.

   
Freunde des Georgischen Kammerorchesters e. V.

Freunde des Georgischen Kammerorchesters e. V.

Nach sechs Jahren war es an der Zeit, die „Berufskleidung“ der Damen und Herren des Georgischen Kammerorchesters zu erneuern. Die Freunde des Georgischen Kammerorchesters e. V. haben es sich erneut zur Aufgabe gemacht, für die Anschaffung zu sorgen.

Dank eines großzügigen Zuschusses der Bürgerstiftung Ingolstadt und eigener Mittel des Vereins konnten die Orchestermitglieder rechtzeitig zur Eröffnung der Konzertreihe „Aurora borealis“ am 18. Januar 2008 im Festsaal des Theaters mit neuen Abendroben bzw. Fräcken ausgestattet werden.

   
Freundeskreis Blaues Kreuz

Freundeskreis Blaues Kreuz

Mit der Unterstützung des JDR-Vereins und Robert Rudis von der Sozialen Stadt Ingolstadt fuhr der Freundeskreis am 21. Oktober 2007 zur Internationalen Breakdance Meisterschaft, zum „Battle of the Year“.

Die zwei Busse für 15 Jugendliche wurden vom TV 1861 zur Verfügung gestellt. über 10.000 Breakdance begeisterte Jugendliche aus aller Welt trafen sich in Braunschweig, um die „Battle of the Year“ hautnah miterleben zu können. „Da wir auch selbst tanzen, war das für uns ein besonderes Erlebnis. Es hat uns gezeigt, dass Jugendliche ihre Freizeit ohne Gewalt, Drogen und Alkohol gestalten können. Wir sind sehr froh an diesem Projekt teilgenommen zu haben und würden uns sehr freuen, wenn uns diese Möglichkeit wieder gegeben werden könnte.
Vielen Dank an die Personen, die uns diese Gelegenheit gegeben haben.“

   
 

Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.

Zeitzeugen sind unverzichtbare Quellen der Geschichtsforschung, da sie aus direktem Erleben geschichtliche Ereignisse wiedergeben können.

Der Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.“ führt in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Ingolstadt und dem Stadtarchiv aus diesem Grund Interviews mit Zeitzeugen aus Ingolstadt und der Umgebung durch. Diese Zeitzeugen ermöglichen eine authentische Dokumentation des lokalen Geschehens in unserer Stadt und sind damit eine Grundlage späterer Erforschung aber auch aktueller Beschäftigung mit der Geschichte.

Mit der Unterstützung der Bürgerstiftung Ingolstadt konnte eine wissenschaftliche Fachkraft engagiert werden, die bereits Erfahrungen mit Zeitzeugenbefragungen vorweisen kann.

   
Bautafel am Gehörlosenzentrum Ingolstadt

Gehörlosen Verein Ingolstadt und Umgebung mit Sportabteilung e. V.

Das Gehörlosenzentrum soll ein Sammelpunkt für die noch verstreut und unverstanden in der Gesellschaft lebenden gehörlosen und hörgeschädigten Menschen in Ingolstadt und der Region 10 werden.
Nach Fertigstellung des Projektes können die Aufgaben des Gehörlosen Vereins Ingolstadt – GVIUS – endlich auch in die Tat umgesetzt werden.

Folgende Tätigkeiten sind u. a. geplant:

  • Erwachsenenbildung, Frühförderung von Kindern, Gebärdensprachkurse, Vertiefung der Deutschen Sprache, Informations-, Vortragsreihen, Gesprächsabende
  • Gebärdenkurse für Hörgeschädigte und Hörende
  • Sozialberatung, Internet-, Jugend- und Seniorentreff
  • Sport, Werken, Malen, Basteln und Gehörlosentheater
  • Aufklärung der öffentlichkeit über die besonderen Lebensbedingungen hörgeschädigter Menschen
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    Hollerhaus ProService GmbH

    Hollerhaus ProService GmbH

    Die Hollerhaus ProService GmbH beschäftigt bis zu 50 Prozent Menschen mit Behinderung. Mit dem tatkräftigen und kreativen Potential und dem Engagement aller Mitarbeiter werden sie ins Arbeitsleben integriert.

    Die Lebenssituation von Menschen mit Handicap soll kontinuierlich verbessert und sozialversicherungspflichtige Dauerarbeitsplätze im Bereich „Brotzeitservice“ sollen geschaffen werden. Mit Kundenfreundlichkeit und einem attraktiven Sortiment (Semmel-, Baguette-, Salat-, Feinkost und Süße Variationen), das durch hohe Qualität besticht, sollen diese Ziele erreicht werden.

    Die Unterstützung der Bürgerstiftung Ingolstadt ermöglicht der Hollerhaus ProService GmbH die Anschaffung eines Geschirrspülers.

       
    Kirchenorgel von St. Ruppert

    Katholisches Pfarramt St. Ruppert

    Fast 50 Jahre erklang die Gerolfinger Kirchenorgel und bereicherte die Gottesdienste. Der Zustand der Orgel war jedoch desolat. Es wurde daraufhin von der Kirchenverwaltung beschlossen, eine neue Orgel anzuschaffen. Mit der Zuwendung der Bürgerstiftung wurde dazu ein wichtiger Beitrag geleistet. Im Juni 2008 wurde mit dem Einbau der neuen Orgel begonnen.

    Ihren kirchlichen Segen erhielt die neue Orgel am Fest des Hl. Rupert am 21. September 2008 durch Domdekan Klaus Schimmöller.

       
    Media-Ausstattung von Pro Familia

    pro familia

    Mit der Unterstützung der Bürgerstiftung Ingolstadt konnte die Media-Ausstattung des Vereins erneuert werden.

       
    Symphonisches Salonorchester Ingolstadt e. V.

    Symphonisches Salonorchester Ingolstadt e. V.

    Die Zuwendung wird für den zweiten Teil des Konzerts verwendet, in dem das Symphonische Salonorchester Ingolstadt Ausschnitte aus der Operette „Der Carneval in Rom“ von Johann Strauß Sohn aufführt. Diese Operette geriet wie die meisten der sechzehn Bühnenwerke von Johann Strauß fast ein Jahrhundert in Vergessenheit. „Der Carneval in Rom“ wurde bisher nur von der Staatsoperette Dresden im Jahre 2004 wiederaufgeführt.

    Das Symphonische Salonorchester Ingolstadt konnte mit der Unterstützung der Bürgerstiftung das Notenmaterial, die Aufführungsrechte und die Gesangssolisten finanzieren und wird so im Neujahrskonzert 2008 dem Ingolstädter Publikum eine besondere Rarität zu Gehör bringen können.

    Das Symphonische Salonorchester Ingolstadt e. V. ist ein Laienorchester mit 55 Mitgliedern (darunter ein Großteil Jugendlicher) und möchte mit einem jährlichen Konzert und einem Ball im Ingolstädter Kulturleben gerade im Bereich zwischen E- und U-Musik einen anspruchsvollen Beitrag leisten.

       
    „Miteinander-Füreinander“ Seniorenhilfe e. V.

    „Miteinander-Füreinander“ Seniorenhilfe e. V.

    Der Verein „Miteinander-Füreinander“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, alten Menschen in Not zu helfen, die Gesellschaft für das Thema „Pflege“ zu sensibilisieren und besondere Aktivitäten mit Clowns, Märchenerzählern, Zauberern, Elfen und Feen in die Seniorenheime der Stadt zu bringen.

    Mit der Unterstützung der Bürgerstiftung Ingolstadt können in diesem Jahr zahlreiche Projekte, wie z. B. die Pflegetage im Juni und die Seniorenwoche im Oktober unterstützt werden. Außerdem konnte eine Mitarbeiterin verpflichtet werden, die die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins betreut. So wirkt sie mit bei Aktivitäten wie Senioren-Akademie, Pflegestammtisch und Seniorenwoche. Des Weiteren wird sie in Aktionen wie Gesundheitstag, Tag der offenen Tür im Medi IN Park und in GOIN-Projekten mit eingebunden.
    Alle Projekte sind auf der Homepage des Vereins www.miteinander-seniorenhilfe.de ersichtlich.

       
    Sven Catello – die Ingolstädter Zaubertage

    Sven Catello – die Ingolstädter Zaubertage

    Entstanden sind die Ingolstädter Zaubertage 1997 als Sven Catello einige befreundete Zauberkünstler nach Ingolstadt einlud, um mit ihnen an zwei Abenden dem Publikum moderne Zauberkunst nahe zu bringen. Da diese beiden Veranstaltungen ein großer Erfolg waren, weitete sich das Festival schon im nächsten Jahr auf fünf Tage und sechs Vorstellungen mit Gala-Abend, Kindervorstellung und „Magic Dinner“ aus.
    Nicht nur das Publikum nahm die Einladung, beste Zauberkunst zu sehen, gerne an, auch die angenehme Atmosphäre der Zaubertage sprach sich schnell unter den Zauberkünstlern herum. Mittlerweile liest sich die Liste der „Aufgetretenen“ wie ein „who is who“ der nationalen und internationalen Zaubergarde.

    Von Anfang an gab es zwei Zielsetzungen für das Festival: Zum einen dem Ingolstädter Publikum hochkarätige Zauberkunst zu bieten und zum anderen den Künstlern die Möglichkeit zu geben, eine Woche miteinander zu arbeiten und dabei durch die tolle Atmosphäre ihre Spielfreude auf die Zuschauer zu übertragen – beides ist gelungen.
    2007 fanden die Zaubertage zum 11. Mal statt und gelten weiterhin als eines der größten magischen Festivals Europas.