Verwendung der Erträge der Bürgerstiftung Ingolstadt im Jahr 2008

   
Übergabe der Zuwendungen im Alten Rathaus

Der Stiftungsrat konnte Erträgnisse in Höhe von 70.400 Euro vergeben. Bedacht wurden 15 soziale und kulturelle Vereine und Initiativen.
Den begünstigten Organisationen wurden am 10. Dezember 2008 die Zuwendungen durch Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann und den Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, Helmut Chase, im Alten Rathaus übergeben.

   
Das Internationale Kindertheater INKI

Evangelische Aussiedlerarbeit – INKI

Das Internationale Kindertheater INKI ist im Oktober 2008 in die vierte Spielsaison gestartet. Wie schon in den Jahren zuvor beteiligen sich in der Spielzeit 2008/2009 über vierzig Kinder im Alter von acht bis elf Jahren sowie zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesem Theaterprojekt. In der Spielzeit 2007/2008 zeigten die Kinder das Stück „Nasreddin – Till – Moros“, in dem sie sich mit Legendengestalten verschiedener Kulturen auseinandersetzten. Das neue Stück trägt den Titel „2070“. Die Kinder stellen sich selbst als alte Menschen im Jahre 2070 dar und erinnern sich an ihre Kinderzeit. Auch in diesem Stück kommunizieren die jungen Künstler in drei Sprachen, Deutsch, Türkisch und Russisch miteinander. So vollzieht sich Integration geradezu wie von selbst und gleichzeitig wird die jeweilige Muttersprache gefördert. Denn: nur wer seine Muttersprache gut beherrscht, kann eine fremde Sprache erlernen.

Schirmherr von INKI ist Herbert Lorenz, Integrationsbeauftragter der Stadt Ingolstadt. Veranstalter sind die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH Ingolstadt und die Evangelische Aussiedlerarbeit.

Unterstützt wurden die Aufführungen von der Bürgerstiftung Ingolstadt mit 5.000 Euro.

   
Donaupavillon an der Ingolstädter Staustufe

Förderverein Auenzentrum Neuburg e. V.

Im Zuge des regionalen Naturschutzprojekts „Dynamisierung der Donauauen zwischen Neuburg und Ingolstadt“ wurde an der Ingolstädter Staustufe der Donaupavillon als Teil des Auenzentrums Neuburg errichtet.
Im Pavillon werden Einzelheiten des Auwaldes detailliert präsentiert. Stark vergrößerte Nahaufnahmen mit kurzen Texten sollen dem Besucher Beispiele für verschiedene Lebensräume der Donauauen liefern.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt mit 5.000 Euro den Umzug und die Einrichtung des ehemaligen Expo-Pavillons.

(Foto: Jörg Hemmer)

   
Freiwilligendienst bei der Freiwilligen Agentur Ingolstadt e. V.

Freiwilligen Agentur Ingolstadt e. V.

„Freiwilligendienste aller Generationen“
Die Freiwilligen Agentur Ingolstadt e. V. will in allen Lebensphasen, ob in der Erwerbs- oder in der Familienphase, zur Orientierung zwischen Schule und Beruf, zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben oder nach der Berufsphase freiwilliges Engagement fördern. Dabei sollen Menschen aller Generationen, unabhängig von ihrem Alter, die Gelegenheit erhalten, sich ehrenamtlich, verlässlich und verbindlich im Umfang von mindestens acht bis 20 Wochenstunden und für die Dauer von mindestens sechs bis zu höchstens 24 Monaten in einer Einsatzstelle ihrer Wahl zu engagieren.
Des Weiteren besteht für die Einsatzleistenden eine Fortbildung von 60 Stunden pro Jahr.

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt die Freiwilligen Agentur mit 5.000 Euro.

   
incanto corale in der Moritzkirche

incanto corale e. V.

Ein außerordentliches Konzertereignis am 1. Advent 2008 war die Aufführung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium durch das renommierte Barockorchester „Hassler-Consort“ und den Ingolstädter Kammerchor „incanto corale“. Das Besondere daran war die historische Aufführungspraxis, die Musik erklang so, wie sie – nach Expertenmeinung – zu Bachs Zeit zu hören war.

Für diese musikalische Premiere in Ingolstadt zeichnete Franz Raml, Gründer und Leiter des Hassler-Consorts, verantwortlich. 500 Zuhörer in der Moritzkirche hörten Ramls Interpretation der Bachschen Musik.
Die Musiker des Hassler-Consorts spielen auf historischen Instrumenten oder entsprechenden Nachbauten: Streichinstrumente aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Barockoboen, Traversflöten und ventillose Naturtrompeten.
Wie die Instrumentalisten, so sind auch die Vokalsolisten des Hassler-Consorts auf den internationalen Bühnen zuhause: Neben der Sopranistin Susanne von Sicherer sangen der Kontratenor Alexander Schneider, der Tenor Manuel Warwitz und der Bassist Tobias Berndt.
Der semiprofessionelle Chor incanto corale erwies sich hierbei nach Presseberichten und auch der Meinung von Franz Raml selbst als ebenbürtiger Partner der Profis des Hassler-Consorts, sowohl musikalisch als auch als Veranstalter dieser bejubelten Weihnachtsoratorium-Aufführung.

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützte die Aufführung mit 5.000 Euro.

   
Bewegungsprogramm „fit für 100“

Ingenium Stiftung für Menschen mit Demenzerkrankung – „fit für 100“

„fit für 100“ ist ein Bewegungsprogramm zum Erhalt der Alltagskompetenzen speziell für Menschen über 80 Jahren. Das Programm beinhaltet Kräftigungs- und Koordinationsübungen sowie ein breites Spektrum an Alternativübungen für Rollstuhlfahrer/-innen. Innerhalb kürzester Zeit werden die ersten Erfolge bereits sichtbar: das Training wird speziell zur Sturzprophylaxe eingesetzt, stärkt vorhandene Ressourcen und fördert neue.

Das Bewegungsprogramm „fit für 100“ ist auch für Demenzkranke entwickelt worden und wird zwei Mal wöchentlich von geschulten Mitarbeitern der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e.V. durchgeführt. Sämtliche übungen werden vom übungsleiter demonstriert und begleitend durchgeführt. Neben dem körperlichen Training wird bei „fit für 100“ auch der Geist aktiviert und stärkt somit nicht nur die Muskeln sondern vor allem auch das Selbstbewusstsein.

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt die Durchführung von „fit für 100“ mit 2.880 Euro.

   
Die Ingolstädter Tafel e. V.

Ingolstädter Tafel e. V.

Die „Tafel“ ist eine bundesweite Institution, die sich verpflichtet hat, mildtätig und ehrenamtlich zu arbeiten. Sie versorgt bedürftige Menschen mit Nahrungsmitteln, die von Lebensmittelgeschäften gespendet werden.

Die Ingolstädter Tafel e. V. besteht seit zehn Jahren. Sie hat ca. 120 ehrenamtliche Helfer, die wöchentlich etwa 1500 Bedürftige versorgen.
Waren von der Tafel erhalten ebenfalls verschiedene Einrichtungen wie die „Insel“, das „Frauenhaus“, das Kloster St. Johann im Gnadenthal und etliche andere soziale Institutionen.
Mehrere Schulen werden ergänzend für Frühstück und Mittagessen mit benötigten Lebensmitteln versorgt.
Zur Ingolstädter Tafel gehören auch die Filialen in Kösching und Gaimersheim.

Diese Organisation wurde von der Bürgerstiftung Ingolstadt mit 5.000 Euro bedacht.

   
Szenenfoto: „Fedra“

Internationale Simon Mayr-Gesellschaft

Die Oper „Fedra“ von Simon Mayr wurde am 7. Juli 2008 im Rahmen der AUDI-Sommerkonzerte in Ingolstadt auf Betreiben der Internationalen Simon Mayr-Gesellschaft aufgeführt. Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützte das Projekt mit 5.000 Euro.

Zum ersten Mal seit 181 Jahren wurde wieder eine Oper Simon Mayrs auf einer deutschen Operbühne zur Aufführung gebracht, was einen Durchbruch für die jahrelangen Bemühungen der Stadt Ingolstadt und der Internat. Simon Mayr-Gesellschaft um eine Wiederbelebung des Werks dieses Komponisten darstellte.

1995 wurde in Ingolstadt die Internationale Simon Mayr-Gesellschaft gegründet. Sie will einen der prominentesten Komponisten in der bayerischen Musikgeschichte und damit auch in der Stadt und der Region einer breiten öffentlichkeit bekannt machen. Sie fördert und initiiert Aufführungen seiner musikalischen Werke und pflegt kulturellen Austausch zu weiteren Mayr-Städten wie Bergamo und Altmannstein. Ferner unterstützt sie die wissenschaftliche Forschung im Simon Mayr-Institut und die Verbreitung seiner Werke.

Weitere Informationen: www.simon-mayr.de

(Foto: Christian Bort)

   
Konflikttraining mit Schülerinnen und Schülern

Jugendhilfe Region 10 e. V.
Konflikte selber lösen – Konflikttraining an der Hauptschule Lessingstraße

Mit 18 Schülerinnen und Schülern einer 6. Klasse der Hauptschule an der Lessingstraße wurde an drei Vormittagen (9., 16. und 17. Juli 2009) ein Konflikttraining durchgeführt. Ziel des Trainings war es, die Schüler darin zu unterstützen, ihre Probleme untereinander konstruktiv zu lösen.
Das Training untergliederte sich in verschiedene Bausteine. Die ersten Bausteine enthielten übungen zur Stärkung des Zusammenhalts in der Klasse und der Erarbeitung von Gesprächs- und Verhaltensregeln. Anschließend konnten sich die Schüler darin üben, eigene und die Gefühle anderer besser erkennen und benennen zu können. Ebenso wurde die Wahrnehmung geschult.
In einem weiteren Schritt arbeiteten die Schüler wesentliche Konfliktpunkte in der Klasse heraus. Beispielhaft wurde an einigen der genannten Konflikte Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Um Gefühle in Konflikten besser steuern zu können, befassten sich weitere übungen mit dem konstruktiven Umgang mit Wut.
Körpersprache- und Vertrauensübungen dienten abschließend dazu, Grenzen anderer besser zu erkennen und akzeptieren zu können.

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt das Konflikttraining mit 2.520 Euro.

   
Thomas Knöferl mit den Brüdern Yuri und Vlady

Jugend Migrationsdienst Ingolstadt

Bei dem Projekt, das die Bürgerstiftung Ingolstadt mit 5.000 Euro unterstützt, erhalten 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Hilfe bei der Bewältigung des Schulalltags. Eine passgenaue Vorbereitung auf Schularbeiten und Quali-Prüfungen, sowie das Erreichen der nächsten Jahrgangsstufe wird dabei angestrebt.

Die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Herkunftsländern kommen aus allen Schularten.
Treffpunkt im Stadteiltreff Augustinviertel ist jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr, flexible Termine werden auch zuhause wahrgenommen. Ebenso werden die Büros in der Permoserstraße 69 und in den Räumen des JMD in der Hindenburgstraße 103 genutzt.

Unterstützend tätig sind auch die Caritas und die Soziale Stadt. Alle Beteiligten versuchen, dem Projekt Nachhaltigkeit zu verleihen. Da die Resonanz sehr positiv ausfällt, soll das Projekt auch im nächsten Schuljahr fortgeführt werden.

   
Titel des Kataloges „Mit aller Zier und Schönheit“

Kath. Kirchenstiftung Zur Schönen Unserer Lieben Frau
Ausstellung der Münsterpfarrei

Unter dem Motto „Mit aller Zier und Schönheit – das Münster zu Ingolstadt Stiftung von europäischem Glanz“ zeigt die Münsterpfarrei vom 25. Juni bis 20. September 2009 in einer großen Ausstellung im Kirchenraum sowie in der Schatzkammer im Nordturm Objekte aus der 600-jährigen Geschichte der Pfarrei.

Von 1407 bis 1409 wurde die Obere Pfarr als zweite Pfarrei nach St. Moritz von Herzog Ludwig dem Bärtigen errichtet, als große Begräbnisstiftung. Die Ausstellung im Kirchenraum zeigt das imposante Bauwerk und macht seine Bedeutung im damaligen europäischen Horizont deutlich.
Dementsprechend werden in der Schatzkammer auch Kunstgegenstände aus der damaligen Zeit präsentiert.

Diese Ausstellung, verantwortet von der Münchner Kunsthistorikerin Dr. Suzanne Bäumler, wird neben namhaften Förderern von der Bürgerstiftung Ingolstadt mit 5.000 Euro gefördert.

   
Historische Bittner-Orgel

Kath. Kirchenstiftung Zur Schönen Unserer Lieben Frau
Historische Bittner-Orgel

Wegen der Säkularisation wurden während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Süddeutschland kaum neue Orgeln gebaut. Nur ganz wenige Instrumente dieser Zeit blieben erhalten. Diese Orgel ist das älteste Opus der Orgelbaudynastie Bittner, die im 19. Jahrhundert über sechs Generationen stilbildend für die ober- und mittelbayerische Region wurde.

Die Orgel auf der Basis eines Principal 4’ wurde inschriftlich 1838 von Maximilian Bittner (1809-1870) aus Hilpoltstein auf mechanischen Schleifladen für die Kirche in Kirchbuch erbaut. Sie verfügt über sechs Register auf einem Manual und Pedal. Die originale Klaviatur mit schwarzen Untertasten befindet sich zentral im eingezogenen Orgelfuß mit hängender Traktur. Die originelle dreiteilige Prospektanlage mit erhöhtem Mittelfeld und volutenförmig elegant nach außen schwingenden Seitenfeldern steht ganz in spätbarocker Tradition.

Die Orgel ist derzeit nicht spielbar und wurde in abgetragenem Zustand vorgefunden. Sie befand sich zuletzt in der katholischen Filialkirche Eglofsdorf (Pfarrei Paulushofen bei Beilngries). 1993 wurde sie von Otmar Heinz im letzten Augenblick vor der Verschrottung gerettet. Mit Ausnahme der Balganlage, der Pedalklaviatur, der Orgelbank und der Prospektpfeifen ist die Orgel praktisch komplett erhalten, allerdings in stark vernachlässigtem Zustand, so dass sie einer umfassenden Restaurierung bedarf. Das Instrument soll anschließend in der Heilig-Geist-Spitalkirche in Ingolstadt aufgestellt und liturgisch sowie konzertant als Chororgel genutzt werden. Den Auftrag zur Restaurierung erhielt die renommierte Bonner Orgelbauwerkstätte Klais.

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt mit 5.000 Euro die Arbeiten.

   
Kleinkunstbühne Neue Welt

Kleinkunstbühne Neue Welt

Nach 25 Jahren wurde die renommierte Kleinkunstbühne Neue Welt verkauft und damit war der Fortbestand akut gefährdet. Mit dem neuen Besitzer wurde dann Einigung über den Fortbestand erzielt, wobei dieser die Totalrenovierung des gesamten Hauses Griesbadgasse 7 in Angriff nahm und zeitgleich die Pächter der Neuen Welt mit viel Liebe zum Detail sich daran machten den Charme, das Flair des alten Lokals zu erhalten und dennoch von Grund auf zu renovieren .
Zeitgleich mit den Feiern zum „25-jährigen Jubiläum“ wurde die Kleinkunstbühne am 1. Oktober 2008 wieder eröffnet und erfreut sich seitdem großen Zuspruchs.

Die Zuwendung von 5.000 Euro der Bürgerstiftung trägt dazu bei, die Eigenleistung der Pächter zum Erhalt des „kulturellen Juwels“ in der Altstadt von Ingolstadt zu stützen. Die nächsten zehn Jahre sollten hiermit gesichert sein.

(Foto: Christian Pacher)

   
Kamera mit Notebook für Pro Retina Ingolstadt e. V.

Pro Retina Deutschland e. V.

Pro Retina Deutschland e. V. ist eine Selbsthilfevereinigung von Menschen mit einer degenerativen Netzhauterkrankung, wie Makuladegeneration, Altersabhängige Makuladegeneration, Retinitis Pigmentosa, Usher-Syndrom und anderen seltenen Netzhauterkrankungen.

„Betroffene beraten Betroffene“
Wir beraten und betreuen Menschen mit einer der o. g. Augenerkrankungen sowie deren Angehörigen in allen sozialen, schulischen und beruflichen Fragen. Wir begleiten bei Rehabilitationsmaßnahmen und bieten Unterstützung bei der Bewältigung des Alltages an.

Um nun vielen Betroffenen die Möglichkeit für ein persönliches Beratungsgespräch zu bieten, haben wir im vergangenen Jahr im Bürgerhaus Alte Post in Ingolstadt die Beratungszeiten von einmal im Monat, auf wöchentlich eingeführt. Jeweils donnerstags von 10 bis 13 Uhr und jeden zweiten Donnerstag von 13 bis 17 Uhr.
Auch der Erfahrungsaustausch bei unseren regelmäßig stattfindenden Treffen (jeden ersten Diemstag im Monat Stammtisch in der Pizzeria Casa Rustica ab 17 Uhr und am zweiten Donnerstag im Bürgerhaus Alte Post von 14 bis 16 Uhr) kann bei der Bewältigung des Erblindungsprozesses sehr hilfreich sein.

Die Spende der Bürgerstiftung Ingolstadt in Höhe von 5000 Euro ermöglichte die Anschaffung einer Kamera mit Notebook. Durch dieses elektronische Hilfsmittel können selbst kleingedruckte Schriftstücke gelesen, am Notebook gearbeitet und den Betroffenen beim Ausfüllen jeglicher Antragsformulare direkt vor Ort Hilfestellung gegeben werden.

   
Collage zum Schulprojekt an der Ungernederstraße

Sozialdienst katholischer Frauen Ingolstadt e. V.

Immer öfter wird die hohe Gewaltbereitschaft der Schüler in der öffentlichkeit beklagt. Kinder, die sich nicht an Regeln halten, die andere provozieren und zuschlagen belasten das friedliche Miteinander. Kinder, die ihre Gefühle nicht bewusst wahrnehmen und ausdrücken, bzw. deren Bedürfnisse nicht befriedigt werden sind frustriert. Sie werden von ihren Mitmenschen häufig auch als seltsam angesehen und von anderen Kindern gemieden. Ohne emotionale Intelligenz missverstehen Kinder einen Blick oder eine äußerung und reagieren unangemessen. Ihnen ist nicht bewusst, wie ihr Verhalten auf andere wirkt.

Aufgrund dieser Bedingungen haben sich die Offene Arbeit mit Kindern und die Jugendsozialarbeit entschlossen ein Projekt für alle Klassen an der Grundschule Ungernederstraße anzubieten:
Dabei müssen Kinder spüren, dass sie keine Opfer mehr zu sein brauchen. Je besser die emotionale und soziale Kompetenz ausgebildet ist, desto erfolgreicher und glücklicher kann ein Mensch sein Leben meistern. Daher sind Gefühle, Selbstbewusstsein und Konfliktbewältigung Bestandteile dieses Projektes. Die Kinder sollen dabei Kompetenzen erwerben, die sie stark machen gegen die Gefahren des Lebens (Gewalt, Suchtmittelmissbrauch, usw.).

Das Projekt wurde bereits in zwei zweiten Klassen mit 13 Einheiten zu je 45 Minuten und einer Hausaufgabe durchgeführt. Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützte diese Maßnahme zur Gewaltprävention mit 5.000 Euro.

   
100 Jahre Zoo Wasserstern e. V.

Zoo Wasserstern e. V.

Bereits seit 1908 gibt es in Ingolstadt den Zoo Wasserstern. Damit hat der Kleintierzoo ein stolzes Alter erreicht. Bemerkenswert ist dies vor allem, weil er von ehrenamtlichen Helfern aufgebaut und bis heute unterhalten wird. Die Zooanlage an der Gerolfinger Straße liegt eingebettet in eine einmalige Auenlandschaft und beherbergt die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten. In einem botanischen Garten locken Affengehege, Vogel-Volieren, Terrarienhäuser und natürlich auch die Aquarienanlage eine Vielzahl von Besuchern an.

Nach einem größeren Sturmschaden im vergangenen Jahr wurde die Zoo-Anlage mit 5.000 Euro von der Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt. Mit dieser Zuwendung kann eine neue Großvoliere errichtet werden.