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Verwendung der Erträge der Bürgerstiftung Ingolstadt im Jahr 2009 |
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Der Stiftungsrat konnte Erträge in Höhe von 75.000 Euro vergeben. Bedacht wurden 19 soziale und kulturelle Vereine und Initiativen.
Den begünstigten Organisationen wurden am 2. Dezember 2009 die Zuwendungen durch Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann und den Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, Helmut Chase, im Alten Rathaus übergeben. |
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Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e. V.
Tagesseminar für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in Weltenburg
Die Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e. V. hat im Verlauf der vergangenen Jahre mit großem Engagement einen Kreis ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zur Betreuung von Menschen mit Demenz aufgebaut. Die Aufgaben des Helferkreises sind vielfältig: Stundenweise Betreuung von Demenzkranken im häuslichen Umfeld zählt ebenso dazu wie Unterstützung der „Atempause“ bei der Alzheimer Gesellschaft selbst oder ehrenamtliche Einsätze in Heimen.
Dabei wird den Helfern gleichzeitig ein hohes Maß an Engagement und Fachlichkeit im Umgang mit demenzkranken Menschen abverlangt. Im Juli 2009 konnte die Alzheimer Gesellschaft den Mitgliedern des Helferkreises dank der Unterstützung durch die Bürgerstiftung Ingolstadt (Fördersumme 1.800 Euro) ein Tagesseminar in Weltenburg anbieten. Programmpunkte waren u. a. eine Vorstellung des Konzeptes der integrativen Validation, einer sehr effektiven psychologischen Methode zum Abbau von herausforderndem Verhalten bei Demenzkranken. Ferner stand ein Workshop zur künstlerischen Gestaltung für Demenzkranke auf dem Programm.
Die Resonanz auf die Veranstaltung war hervorragend – eine Basis dafür, das unverzichtbare ehrenamtliche Engagement zu würdigen.
(Foto: Dr. Winfried Teschauer) |
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Berufsverband Bildender Künstler
Der BBK Obb. Nord und Ingolstadt e. V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Stadt Ingolstadt und unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 8. bis 11. Juli 2010 die kunstmesse ingolstadt ´10.
Diese bayernweit einzige Künstlerproduzentenmesse bietet bis zu achtzig professionellen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit der breiten öffentlichkeit und potentiellen Kunden vorzustellen. Da außerhalb der großen bayerischen Metropolen aufgrund der fehlenden Galerieszene und der geringen Abstrahlung der Kunstakademien eine Etablierung auf dem Kunstmarkt schwierig ist, wird die Messe als Marktplatz und Diskussionsforum fungieren und so den Kunstschaffenden zu mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung verhelfen.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt das Projekt mit 5.000 Euro. |
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Danu e. V.
Seit seiner Gründung im Jahre 2005 bekämpft der Danu e. V. die Ursachen von Suchterkrankungen mit gezielter Prävention an Schulen. Mit Projekten wie „Ausbildung zum Präventionstutor“ oder „Helden wie wir“ hat der Verein bereits viele positive Erfahrungen an Schulen aller Art sammeln können.
Zu den häufigsten Ursachen von Suchtverhalten und seelischen Krisen bei Jugendlichen gehören Konkurrenz, Leistungsdruck, mangelndes Selbstwertgefühl und Probleme mit Gleichaltrigen oder in der Familie. In Cliquen und Klassen boomen Diäten, Label-Kult und das „Ich bin cool“-Image. Mobbing, Gewalt, Kampftrinken, Drogen und Essstörungen sind Ventile, mit denen Jugendliche auf der Suche nach Identität ihr Gefühlsleben in den Griff zu bekommen suchen.
In den vergangenen Monaten wurde in der Region ein stark steigender Bedarf für Rückfallprävention bei Ess-Störungen festgestellt. Um zu verhindern, dass Patienten, die ihren Seelenzustand mithilfe einer Therapie stabilisiert haben, wieder in selbstschädigendes Verhalten abgleiten, benötigen sie meist niederschwellige, ressourcenorientierte Hilfe über einen längeren Zeitraum. Der Danu e. V. plant deshalb eine Selbsthilfegruppe, die Frauen und Männern nach Abschluss ihrer Therapie offen steht.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt den Aufbau einer Selbsthilfegruppe mit 1.450 Euro. |
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ELISA e. V.
Etwa drei Prozent aller Neugeborenen leiden an schweren Erkrankungen, Zustand nach Frühgeburtlichkeit, Fehlbildungen, Stoffwechselleiden oder Behinderungen. Aber auch nach dem Neugeborenenalter erleiden Kinder Unfälle, erkranken an Krebs oder schweren, chronischen Krankheiten wie Mukoviszidose oder Diabetes mellitus.
In Kinderkliniken werden diese kleinen Patienten kompetent und engagiert betreut. Nach der Entlassung aus der stationären Behandlung müssen die Familien einen Weg finden, mit der Krankheit des Kindes umzugehen. Teilweise sind die Kinder schwer pflegebedürftig und brauchen spezielle Betreuung.
Familien sind den speziellen Anforderungen in den wenigsten Fällen gewachsen. Lange Klinikaufenthalte, Operationen, der Tod eines Kindes, aufwändige Versorgung, Ess- und Fütterprobleme, Beatmung und Intensivpflege fordern die Eltern und den Rest der Familie bis an ihre psychischen und körperlichen Grenzen.
Ein Bindeglied zwischen Kinderklinik, niedergelassenen Ärzten, Institutionen und dem Elternhaus fehlt. Diese Lücke schließt ELISA mit der familienorientierten Nachsorge, dem ambulanten Kinderkrankenpflegedienst und der Beratung und Therapie bei Ess- und Fütterstörung sowie der Palliativversorgung.
2009 wurde „ELISA – Verein zur Familiennachsorge“ von der Bürgerstiftung mit 5.000 Euro unterstützt. Mit den Stiftungsgeldern wird die ambulante kinderkrankenpflegerische Versorgung von zwei Ingolstädter Kindern und deren Familien gewährleistet und sichergestellt. |
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Die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen ist durch pflegerische und medizinische Schwerpunkte geprägt. Therapeutische Leistungen ergänzen die individuelle Versorgung der Gäste im Elisabeth Hospiz Ingolstadt. Besondere Bedeutung der ganzheitlichen Versorgung hat die psycho-soziale Begleitung der Hospizgäste und deren naher Angehörigen.
Menschen, die sich ihrem Lebensende nähern, erleben ihr Leben und sich selbst auf manchmal überraschende Weise. Es ergeben sich oft auch irritierende Erfahrungen mit diesem letzten Lebensabschnitt. Bisher nicht gekannte Ängste können dabei auftreten und in Depressivität führen. Das schmerzliche Gefühl von Trauer stellt sich ein und die Gegenwart wird für die betroffenen Menschen schwer erträglich.
Für die Begleitung in dieser schwierigen Phase sind neben ehrenamtlichen Hospizhelfern verschiedene Therapieangebote möglich.
Für eine wirkungsvolle Hilfe hat das Elisabeth Hospiz Dr. Christoph Riedel, einen erfahrenen Psychotherapeuten, gefunden, der den einzelnen Menschen mit seinen Gefühlen sehr ernst nimmt und sich seiner in besonderer Weise annimmt.
Die psycho-soziale Begleitung hilft Schmerzliches um seines Sinnes willen anzunehmen und Ermutigendes mit anderen nahen Menschen zu teilen. Diese Begleitung erreicht nicht nur den sterbenden Menschen, sondern auch den engsten Angehörigen.
Während die pflegerische und medizinische Versorgung durch die Kranken- und Pflegekassen weitgehend finanziert wird, sind therapeutische Leistungen, wie z. B. die psycho-soziale Begleitung unserer Gäste nur dann möglich, wenn sich Freunde und Förderer des Elisabeth Hospizes an den dafür entstehenden Kosten beteiligen.
Die Bürgerstiftung der Stadt Ingolstadt unterstützt das psycho-soziale Therapieangebot im Elisabeth Hospiz mit 5.000 Euro. |
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Der Verein „Familien in Not e. V.“ Ingolstadt wurde im Oktober 2009 gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht, unverschuldet in Not geratenen Familien schnell und unbürokratisch zu helfen.
Unvorhersehbare tragische Ereignisse können die Existenz einer Familie und das Wohlergehen der Kinder gefährden. Hier kann Unterstützung gewährt werden durch finanzielle Hilfe, in besonderen Fällen auch durch personelle Unterstützung oder durch Sachleistungen.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt Familien in Not mit 1.800 Euro. |
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Die Freiwilligen Agentur vermittelt Freiwillige, die sich ehrenamtlich in Ingolstadt engagieren möchten. Sie informiert, berät, vermittelt und betreut Menschen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren möchten. Dabei bietet sie einen umfassenden überblick über Möglichkeiten, Vereine und Institutionen.
Die Vorstellungen und Wünsche des Einzelnen zum Einsatzgebiet und -zeitraum spielen dabei eine zentrale Rolle.
Die Freiwilligen Agentur steht mit über 200 gemeinnützigen Vereinen und Organisationen in Verbindung, damit für die engagementbereiten Bürgerinnen und Bürger die passgenaue Einsatzstelle gefunden werden kann.
Die Bürgerstiftung unterstützt die Engagementberatung für Freiwillige mit 5.000 Euro. |
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Die Autismusberatungsstelle Ingolstadt im Heilpädagogischen Zentrum Haus Miteinander besteht seit April 2007 und ist seit 2008 Kooperationspartner im Autismus Kompetenznetzwerk Oberbayern. Sie steht für alle Menschen offen, die sich mit dem Störungsbild Autismus auseinandersetzen, sei es als Betroffene, Angehörige, Bezugspersonen, betreuenden Einrichtungen und Institutionen, Studierende oder Fachleute.
Das Haus Miteinander bietet Beratungs- und Informationsgespräche, Krisenbewältigung, Weitervermittlung an andere Institutionen, Hilfe zur Selbsthilfe, regelmäßige Treffen der Selbsthilfegruppe autismus Ingolstadt/Region 10 sowie die Organisation und Durchführung von Fortbildungen an. Seit 2010 werden autismusspezifische Therapien und sonderpädagogische Begleitung von Autisten in Schule, Ausbildung und Beruf durchgeführt.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt das Haus Miteinander mit 5.000 Euro. |
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Bei dem Projekt, das die Bürgerstiftung Ingolstadt mit 5.000 Euro unterstützt, erhalten über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Hilfe bei der Bewältigung des Schulalltags. Eine passgenaue Vorbereitung auf Schularbeiten und Quali-Prüfungen, sowie das Erreichen der nächsten Jahrgangsstufe wird dabei angestrebt.
Die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Herkunftsländern kommen aus allen Schularten.
Treffpunkt im Stadteiltreff Augustinviertel ist jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr, flexible Termine werden auch zuhause wahrgenommen. Ebenso werden die Büros in der Permoserstraße 69 und in den Räumen des JMD in der Hindenburgstraße 103 genutzt.
Unterstützend tätig sind auch die Caritas und die Soziale Stadt. Alle Beteiligten versuchen, dem Projekt Nachhaltigkeit zu verleihen. Da die Resonanz sehr positiv ausfällt, soll das Projekt auch im nächsten Schuljahr fortgeführt werden. |
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Katholisches Pfarramt St. Augustin
Uraufführung des Augustinus-Oratoriums
Unter der Leitung des bekannten Organisten und Chorleiters am Ingolstädter Münster, Franz Hauk, wurde am 15. November in St. Augustin das Oratorium „Augustinus“ des nicht zuletzt durch seine Filmmusiken zu Filmen wie „Schlafes Bruder“ oder „Schwabenkinder“ berühmten Komponisten Enjott Schneider uraufgeführt.
Unter Hauks Leitung sangen als Solisten Laura Smith Hynes, Bernhard Gärtner und Robert Merwald sowie der Simon-Mayr-Chor, unterstützt vom gemeinsamen Kirchenchor der Ingolstädter Pfarreien St. Augustin und St. Canisius. Es musizierte das Georgische Kammerorchester, unterstützt durch Gastmusiker.
Komponist Enjott Schneider, der für sein Libretto markante Texte des Kirchenvaters in lateinischer und deutscher Sprache ausgewählt hat, bringt in seinem Werk virtuos Augustins Biographie und seine tiefe Religiosität und Theologie musikalisch zum Ausdruck. Inhaltlicher Höhepunkt des Oratoriums ist die Taufe des Augustinus, von Schneider dramaturgisch eindrucksvoll aufbereitet durch eine Bearbeitung des österlichen Chorals „Christ ist erstanden, von der Marter alle.“ – Die Freude am Mensch gewordenen und auferstandenen Herrn ist die Stärke des Christen und Grund, sich für den Glauben zu entscheiden.
So war die Uraufführung von Enjott Schneiders „Augustinus“ nicht nur ein musikalischer Hochgenuss, sie war auch eine Herausforderung, über das eigene christliche Leben nachzudenken.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützte die Uraufführung mit 5.000 Euro.
(Foto: Raymund Fobes) |
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Kulturkanal
Seit 1988 informiert der Kulturkanal als Spartenanbieter auf der Frequenz von Radio IN über das Kulturgeschehen in Ingolstadt und der Region.
Er berichtet ausführlich über Ausstellungen, Theaterpremieren, Konzerte, Lesungen, Kabarett, Kunst, Geschichte, Archäologie, Bildung in Ingolstadt und der Region, und zwar viermal in der Woche: am Montag, Donnerstag und Freitag von 18.34 bis 19.00 Uhr und am Sonntag von 11.03 bis 11.30 Uhr.
1991, 1992, 1993 und zuletzt 2009 wurde der Kulturkanal mit einem Hörfunkpreis der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) ausgezeichnet.
Träger des Kulturkanals ist der Verein zur Förderung kultureller Belange der Region Ingolstadt e. V., finanziert von IRMA, den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Eichstätt, der Stadt Ingolstadt, der Bürgerstiftung Ingolstadt, privaten Fördermitgliedern und der BLM.
Auch dank des Beitrags der Bürgerstiftung Ingolstadt in Höhe von 5.000 Euro ist das Überleben des Kulturkanal zunächst gesichert. |
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Kunst und Kultur Garage
Im Dezember 2009 ist der erste Ingolstädter Kunst- und Kulturführer für Kinder erschienen. Das Besondere dabei: Alle Illustrationen stammen aus Kinderhand. Die ehrenamtlich tätige Projektinitiatorin und -koordinatorin Beate Diao startete Ende 2007 ihr Vorhaben und fand in zahlreichen städtischen Institutionen wie dem Stadtmuseum, dem Kinderportal kidnetting.de und der Theaterpädagogik tatkräftige Unterstützung. Auch zahlreiche Ingolstädter Schulen – angefangen bei den Grundschulen und Horten bis zu den Gymnasien – beteiligten sich an diesem Projekt und stellten in Bildern und Textpassagen Ingolstädter Sehenswürdigkeit vor.
In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum entstand der Text zur Ingolstädter Geschichte. Im Netz können viele Inhalte des Kulturführers im interaktiven Stadtplan abgerufen werden.
Das Buch ist das Endergebnis eines über zwei Jahre dauernden Projektes, in dem die Kreativität der Kinder und die Auseinandersetzung mit der eigenen Stadtgeschichte im Vordergrund standen. Die Vernetzung verschiedener kultureller Einrichtungen und Schulen trägt zur gestalterischen Vielfalt bei. Malerei, Plastisches Gestalten, Theater, Neue Medien und Literatur konnten zu einem Gesamtwerk verbunden werden.
Die Unterstützung der Bürgerstiftung Ingolstadt in Höhe von 5.000 Euro wurden für einen Teil der Druckkosten verwendet. |
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Die Marionettenbühne Zwergnase ist ein privates Figurentheater. Das Ensemble kann 2010 ein besonderes Jubiläum feiern: 20 Jahre Theater für Kinder.
Das Spiel mit Marionetten ist nicht nur die anspruchsvollste, sondern auch die aufwendigste und komplizierteste Form des Puppentheaters. Auf der Bühne entsteht eine Miniaturwelt, eine beinahe perfekte Illusion, die schnell vergessen lässt, dass die Figuren an neun oder zwölf dünnen Fäden hängen, die von unsichtbaren Spielern gezogen werden.
Die Marionettenbühne Zwergnase verfügt über ein Repertoire von 20 Stücken. Das Ensemble übernimmt keine fremden Texte, sondern schreibt die Geschichten selbst.
Alle Marionetten – inzwischen sind es fast 200 – sowie die Bühnenbilder und Requisiten werden in der eigenen Werkstatt hergestellt.
In Ingolstadt finden regelmäßig an den Wochenenden öffentliche Aufführungen statt; Gastspiele in der Region ergänzen den Spielplan. Informationen über das Programm und eine Vorschau auf die Spieltermine können jederzeit unverbindlich per E-Mail angefordert werden: theater.zwergnase@web.de.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt die Marionettenbühne Zwergnase mit 2.800 Euro. |
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Durch die Unterstützung der Bürgerstiftung Ingolstadt in Höhe von 5.000 Euro ist es der Nachbarschaftshilfe Permoserstraße e. V. und dem Migrationsrat gelungen, den Kurs „Fit in Deutsch“ zu verwirklichen. 20 Teilnehmer/innen nutzen jetzt die Möglichkeit, kostengünstig auf einem hohen Niveau Deutsch zu lernen. Die Volkshochschule Ingolstadt entwickelte dafür ein neues, praxisnahes Kurskonzept.
Viele Zuwanderer haben in Ingolstadt bereits einen Integrationskurs besucht oder besitzen rudimentäre Sprachkenntnisse, die sie in die Lage versetzen, ihren Alltag zu bewältigen. Für qualifizierte Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt reichen diese Sprachkenntnisse jedoch nicht aus.
Ziel des Kurses „Fit in Deutsch“ ist ein Sprachniveau, das befähigt, schwierige, komplexe Sachverhalte zu verstehen und bei anspruchsvollen Themen mitzureden (Niveau B2). Neben Sprachentwicklung und Grammatik wird auch gesellschaftlich relevantes Wissen zu Themen wie Schule und Ausbildung, Gesundheit und Verbraucherfragen vermittelt. |
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Der Verein NefAS e. V., Netzwerk für Arbeit und Soziales, wurde im Dezember 2007 gegründet. NefAS setzt sich ein für die Förderung von benachteiligten, insbesondere auch ausländischen Mitmenschen und hilft bei der Bewältigung von allgemeinen Problemen im Alltag, bei der Arbeitssuche und im sozialen Bereich. Zu diesem Zweck erfolgen soziale, sozialpädagogische und therapeutische Maßnahmen und Projekte der Hilfe zur Selbsthilfe in Form von Kursen sowie theoretischen und praktischen Übungen.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt den Verein mit 1.000 Euro für das Theater-Dinner-Projekt Leonce und Lena.
Angenehm verwirrend, sehr ironisch, unheimlich komisch und unterhaltsam ist die kulinarisch-theatralische Inszenierung von Georg Büchners „Leonce und Lena“, die Ingrid Cannonier zusammengemixt hat. Vor allem liegt das an der bunten Truppe der Mitwirkenden. Da gibt es Kosovo-Albaner auf der Bühne genauso wie Russlanddeutsche und andere Migranten, aber auch Deutsche ohne ausländische Verwandte. Da treffen Kinder aus dem Gymnasium auf Hauptschüler, und trotz aller Vielfalt gelingt das von Lewan Paresi musikalisch untermalte Theatergericht hervorragend. Bei dieser Veranstaltung weiß der Zuschauer nicht so genau, ob sie ein Theaterabend oder ein kunstvolles Abendessen ist, ob man sich als Gast amüsiert oder ob man als Mitwirkender eines Ereignisses andere unterhält, ob das Theater Beilage einer Mahlzeit oder das Dinner ein Event im Schauspiel ist. |
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In den Jahren 2008/09 wurden in Ingolstadt 25 interkulturelle Gesundheitsmediatoren ausgebildet, damit diese gemeinsam mit Akteuren des Sozial- und Gesundheitswesens ihre Landsleute mehrsprachig und kultursensibel über den Aufbau und die Angebote des deutschen Gesundheitssystems, über Präventionsmöglichkeiten und über gesunde Lebensweisen informieren.
Die Mediatoren sind engagierte Migranten, die aus mehr als zehn Nationen stammen und insgesamt ca. 20 verschiedene Sprachen sprechen. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Ingolstadt.
Nach der Prüfung Ende März 2009 führten die Mediatoren bis zum Jahresende rund 50 Informationsveranstaltungen durch und erreichten und informierten damit über 650 Migranten. Mit Unterstützung der Bürgerstiftung können im Jahr 2010 weitere 40 Veranstaltungen durchgeführt werden.
Das interkulturelle Gesundheitsprojekt MiMi läuft mittlerweile an 48 Standorten bundesweit. In Bayern wird das MiMi-Projekt seit 2008 an fünf Standorten im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit, des BKK Bundesverbandes und des BKK Landesverbandes Bayern unter der Leitung des Ethno-Medizinischen Zentrums e. V. durchgeführt. Der Standortträger des Projekts in Ingolstadt ist das „Netzwerk für Arbeit- und Sozialbelange e. V." (NefAS).
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt das Projekt mit 5.000 Euro.
(Foto: Marianna Kenyeres) |
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Bildungsförderung im Grundschulalter ist ein wichtiger Baustein für die weitere (berufliche) Zukunft von Kindern. Wenn Eltern bei den Hausaufgaben nicht genügend unterstützen können, sind Kinder mit schulischen Anforderungen oft überfordert. Deswegen wurde vor zwei Jahren vom Stadtteiltreff Augustinviertel eine Hausaufgabenhilfe für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule an der Stollstraße ins Leben gerufen, welche vorwiegend von Kindern mit Migrationshintergrund in Anspruch genommen wird. Die Hausaufgabenhilfe wird in drei Gruppen durchgeführt, in denen je acht Kinder von einer Honorarkraft und einigen ehrenamtlich Tätigen betreut werden. Die Kinder werden bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben unterstützt, Defizite durch das Bearbeiten von übungsmaterialien ausgeglichen, Leseübungen durchgeführt und bildungsfördernde Spiele eingesetzt. Zudem wird intensiver Kontakt mit den Eltern und den Lehrerkräften der Kinder gehalten.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt die Hausaufgabenhilfe mit 4.000 Euro. |
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Der Verein Wirbelwind e. V. hat 2.150 Euro für einen Mauerdurchbruch in den neuen Räumen Am Stein 5 von der Bürgerstiftung Ingolstadt erhalten. Diese wären ohne diesen Umbau nur eingeschränkt zu nutzen gewesen. Der Zugang zum Büro wäre lediglich über den Gruppenraum möglich gewesen. Jetzt werden im künftigen Gruppenraum ungestört Aktivitäten stattfinden können, da der Zugang zum Büro auch durch die Küche möglich sein wird.
Der Verein Wirbelwind e. V. engagiert sich seit 17 Jahren gegen sexualisierte Gewalt. Mit dem Unterhalt einer Fachberatungsstelle mit zwei hauptamtlichen Beraterinnen wird neben der persönlichen, telefonischen und E-Mail-Beratung direkt und indirekt Betroffener und dem Coaching von Fachkräften eine breite Bedarfspalette abgedeckt: Vorträge, Workshops, Informationsveranstaltungen und Fortbildungen unter anderem für Pädagogen, Eltern und Fachteams. Daneben halten wir eigene Medien wie Präventionsmappen für Kindergärten und Grundschulen, Plakate und Faltblätter vor. Für Frauen und jugendliche Mädchen mit sexuellen Gewalterfahrungen bieten wir Gruppenangebote an. |
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