Verwendung der Erträge der Bürgerstiftung Ingolstadt im Jahr 2010

   
Übergabe der Zuwendungen im Alten Rathaus

Der Stiftungsrat konnte in seiner Sitzung vom 8. November 2010 Erträge in Höhe von 60.000 Euro vergeben.
Bedacht wurden 16 soziale und kulturelle Vereine und Initiativen.
Den begünstigten Organisationen wurden am 22. Dezember 2010 die Zuwendungen durch Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann und den Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, Helmut Chase, im Alten Rathaus übergeben.

   
Donnerstagsgruppe mit Lehrerin und rauchenden Köpfen

Caritas-Kreisstelle Ingolstadt
Projekt „Muttersprache fördern“

Im Rahmen der gebundenen Ganztagesklassen ist die Caritas-Kreisstelle als Träger der Jugendhilfe Kooperationspartner der Grundschule an der Lessingstraße. Vor diesem Hintergrund stellt sie der Grundschule, durch Mittel des bayerischen Kultusministeriums, ein vielfältiges und hochwertiges pädagogisches Programm zur Mitgestaltung des Nachmittagsunterrichts zur Verfügung.
Ganztagsschulen ermöglichen mehr Zeit für Lernen, Bildung und Erziehung. In der Ganztagsschule liegt insbesondere für Kinder aus sozial benachteiligten oder bildungsfernen Elternhäusern eine große Chance, sprachliche, kulturelle und soziale Defizite aufzuarbeiten.
In den betreuten Ganztagesklassen an der Grundschule an der Lessingstraße sind oft erhebliche sprachliche Mängel festzustellen und das auch sehr häufig bei Kindern mit russischem Migrationshintergrund.
Wie bereits die verschiedenen PISA-Studien gezeigt haben, ermöglicht ein vertieftes Üben der Muttersprache ein allgemein besseres Sprachgefühl und erleichtert somit auch das Erlernen der deutschen Sprache.
Um der Benachteiligung russischsprachiger Migrantenkinder des Konradviertels zu begegnen und deren sprachliche Fähigkeiten zu verbessern, wurde aus den Mitteln der Bürgerstiftung Ingolstadt in Höhe von 4.000 Euro ein wöchentlich vier Schulstunden umfassendes Programm mit dem Titel „Muttersprache fördern“ verwirklicht, welches für die Kinder freiwillig ist und jeweils nach der regulären Unterrichtszeit in vier Gruppen mit je sieben Schülerinnen und Schülern stattfindet.
Hierzu wurde eine erfahrene Grundschullehrerin aus Tadschikistan engagiert, die die Stunden sowohl interessant und spannend als auch lehr- und hilfreich für die Kinder an der Schnittstelle von Mutter- und Zweitsprache durchführt.

   
Schattenspiel des Danu e. V.

Danu e. V.
Über’n Berg – ein Projekt zur Rückfallprävention

Dank der Förderung der Bürgerstiftung haben acht junge Männer und Frauen in Begleitung eines Bergführers, eines Erlebnis-Pädagogen und einer Theatertherapeutin die Möglichkeit, sich auf den Weg über die Alpen zu machen. Dabei handelt es sich nicht um irgendeine Jugendgruppe, sondern um ehemalige Patienten, die unter einer Ess-Störung gelitten haben und nun den Weg zurück in ein Leben ohne Therapie gehen.
Der Weg über die Alpen in der Gruppe zeichnet nochmals den Weg der Patienten in ihrer Therapie nach: Die Angst, der unübersehbare Berg vorher. Sich Schritt für Schritt dem Gipfel nähern. Rückschritte. Anstrengungen. Grandiose Erlebnisse. Und am Gipfel: der Blick in die Ferne. Der Perspektivwechsel. Dann der langsame Abstieg – der Weg zurück ins „normale“ Leben. Und am Ende: Der Abschied. Dennoch bleiben die Erinnerungen, die Freundschaften und ein Stück erwanderte, innere Freiheit.

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt das Projekt „Über'n Berg“ mit 4.800 Euro.

   
Logo des Förderverein Beratungszentrum für Frauen Ingolstadt e. V.

Förderverein Beratungszentrum für Frauen Ingolstadt e. V.

In den sozialen Brennpunkten Ingolstadts leben überproportional viele arbeitslose Frauen überwiegend mit Migrationshintergrund. Das größte Arbeitsmarkthemmnis für die hier angesprochene Zielgruppe ist die Passivität, mit der die Frauen in ihrer Situation verharren. Die Frauen sind mit der Bewältigung sowohl ihres aktuellen Alltages als auch ihrer biographischen Hintergründe so gefordert, dass sie keine Kraft mehr haben, um sich aktiv mit ihrer beruflichen Perspektive zu beschäftigen. Bis zu zwölf arbeitslose Frauen aus dem Pius-, Augustin- und Konradviertel und Frauen aus dem Frauenhaus Ingolstadt sollen durch das Projekt SCHLAUFRAU 2011 ein halbes Jahr lang intensiv beraten und gefördert werden, um Wege ins Erwerbsleben zu finden.

Das Projekt SCHLAUFRAU 2011 wird von der Bürgerstiftung mit 3.760 Euro unterstützt. Für den Betrag von 1.240 Euro wurde eine neue Telefonanlage angeschafft.

   
Plan des Erweiterungsbaus für das Gehörlosenzentrum

Förderverein Gehörlosen- und Hörgeschädigtenzentrum Ingolstadt e. V.

Der Förderverein unterstützt den Gehörlosenverein GVIUS e. V. und das Gehörlosenzentrum in ideeller und materieller Hinsicht.
Das bestehende Gehörlosenzentrum wurde im September 2008 eröffnet und eingeweiht. Wegen der damaligen unsicheren Finanzierung konnte das geplante Obergeschoss mit größerem Büro, Kreativ- und Schulungsräumen nicht realisiert werden. Die Angebote hinsichtlich Bildung, Sprachförderung, Sozialberatung, sportliche Betätigung, Zusammenkünfte und Gruppenstunden werden zahlreich angenommen. Leider können nicht alle notwendigen Angebote für diese Behindertengruppe durchgeführt werden, da die geplanten Räumlichkeiten fehlen.
Es wurde jedoch beim Bau des Zentrums eine spätere Aufstockung berücksichtigt. Zum Beispiel wurden die Dachkonstruktion, Versorgungsleitungen oder der Treppenaufgang entsprechend gestaltet und vorverlegt. Unter Berücksichtigung der finanziellen Lage, ist der Beginn der Erweiterung für 2012 geplant.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt den Förderverein Gehörlosen- und Hörgeschädigtenzentrum mit 5.000 Euro.

   
Beratungsgespräch in der Freiwilligen Agentur Ingolstadt e. V.

Freiwilligen Agentur Ingolstadt e. V.
Gewinnung von Freiwilligen für gemeinnützige Vereine und Organisationen im Raum Ingolstadt

Die Freiwilligen Agentur versteht sich als Dienstleister für gemeinnützige Vereine und Organisationen. Sie informiert neutral über die Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements, wirbt um Freiwillige und berät sie durch qualifizierte Beraterinnen und Berater. Ziel ist es, Ehrenamtliche in für sie geeignete Einrichtungen und Angebote zu vermitteln.
Dazu muss intensiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden. Die folgende Beratung führt nur bei einem Teil der Interessierten zu einem Einsatz. Nicht jeder Interessierte ist für eine Freiwilligentätigkeit geeignet und nicht jeder Bedarf passt zu einer Freiwilligentätigkeit. Da braucht es ausführliche Beratungsgespräche und auch intensive Kontakte zu den Einsatzstellen. Die Wünsche und Eignungen der Freiwilligen sind ebenso zu beachten wie deren zeitliche Verfügbarkeit und gesundheitliche Disposition. Sie müssen auch zuverlässig und belastbar sein, um in den Einrichtungen helfen zu können. Um dies alles erreichen zu können, ist ein hoher Aufwand nötig. Daher ist die Freiwilligen Agentur auf Unterstützung angewiesen.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt hilft mit 5.000 Euro.

   
Das Gebäude an der Esplanade 1, neue Heimat des Fördervereins für psychisch kranke Menschen

insel – Förderverein für psychisch kranke Menschen e. V.
Neue Heimat an der Esplanade

An der Esplanade 1 liegt die neue Heimat des Fördervereins für psychisch kranke Menschen, insel e. V., mit Tagesstätte und ambulant betreutem Wohnen. Arbeitsreiche Monate liegen hinter der Belegschaft und den freiwilligen Helferinnen und Helfern des Fördervereins, die alle gemeinsam den Umzug zweier Häuser in ein neues Haus bewältigt haben.
Seit Oktober 2010 bietet der Verein insel e. V. den Besucherinnen und Besuchern der Tagesstätte ein umfangreiches Arbeits- und Freizeitangebot in den neuen Räumen an. Neben Kreativkursen und Bewegungsangeboten ist vor allem das freundliche Ambiente der neuen Cafeteria der Hauptanziehungspunkt für die durch den insel e. V. betreuten psychisch kranken Menschen. Hier fühlen sie sich wohl und finden die Gemeinschaft und Unterstützung, die sie brauchen, um ihren Alltag zu bewältigen.
Die zentrale Lage des neuen Hauses macht es sehr attraktiv für Besucher und für die eine oder andere Aktion, in die auch die breite Öffentlichkeit einbezogen werden wird. Seit Ende März gibt es eine Dauerausstellung psychisch kranker Künstler, die am Vormittag für alle Interessierten offensteht.
Der Förderverein insel e. V. bedankt sich für die großherzige Unterstützung der Bürgerstiftung Ingolstadt in Höhe von 5.000 Euro, die dazu beigetragen hat, dass rund hundert Menschen in dieser Stadt eine neue Anlaufstelle erhalten haben.

   
Vereinslogo von Künstler an die Schulen e. V.

Künstler an die Schulen e. V.
Theaterwerkstatt

Das Projekt „Theaterwerkstatt – Theater und Tanz mit Menschen mit Behinderung“ wurde durch den Verein „Künstler an die Schulen“ in der St. Vinzenz Schule durchgeführt. Da die Kinder teilweise erheblich geistig behindert sind, musste das Projekt an ihre Bedürfnisse angepasst werden. Es wurden die Module Tanz und Theater-Improvisation ausgewählt.
Die Schauspielerin und Tänzerin Maria Nieves Tietze konnte für das Projekt gewonnen werden. Über vier Jahre hat sie bereits intensiv mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gearbeitet. Dass Theater und Tanz als Therapie wirken können, ist ihre Erfahrung als Lehrerin. Ziel ihrer Arbeit ist es, zu zeigen, über welch künstlerische Fähigkeiten sie verfügen. Sie sollen nicht „funktionieren“, im Gegenteil: Sie sollen sich frei fühlen, sich öffnen, den Emotionen freien Lauf lassen. Durch Kunst können sie emotionale Beziehungen entwickeln, ihre Herzen aktivieren und ihre kognitiven Fähigkeiten verbessern. Außerdem lernen sie, ihren Körper und ihre Behinderung zu akzeptieren.

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt die Theaterwerkstatt von Künstler an die Schulen e. V. mit 2.000 Euro.

   
Seniorengruppe mit Kräuterpädagogin auf Kräuterwanderung in Böhmfeld

Miteinander Füreinander Seniorenhilfe

Unter dem Namen „Ich fühl mich wohl!“ organisiert die Seniorenhilfe Miteinander Füreinander verschiedene Projekte für die Bewohner von Seniorenheimen und für die Generation 50plus.
Im April besuchte ein Schäfer aus dem Altmühltal drei Seniorenheime. Dabei wurde ein Lamm den Bewohnern zum Streicheln vorgestellt. Der Schäfer und sein Sohn erzählten dabei Geschichten rund um die Aufzucht der Lämmer. Abschließend wurden Osterhasen und Lämmer aus Schokolade verteilt.
Unter dem Motto „Bewegung und Begegnung“ fuhr im Mai ein Bus von Ingolstadt nach Böhmfeld. In einer zweistündigen Wanderung wurden von einer Kräuterpädagogin den dreißig Teilnehmern die Kräuter der Region erklärt. Den Abschluss bildete ein Kräuteressen.
Im Juni gab eine Heilpraktikerin in drei Seniorenheimen unter dem Motto „Mit Melisse lacht das Herz“ Einblick in die heimische Kräuterwelt. Riechen und Probieren aktivierten die Sinne, Gymnastikübungen rundeten den Besuch ab.
Von diesen Projekten waren alle Beteiligten begeistert. Davon zeugen Aussagen wie: „Ist das schön – das werde ich nicht vergessen“ oder Dankanrufe von zufriedenen Gewinnern der Kräuterreise.
Die Seniorenhilfe Miteinander Füreinander dankt der Bürgerstiftung Ingolstadt für die finanzielle Unterstützung der Projekte in Höhe von 2.500 Euro.

   
Chefärztin Priv.-Doz. Dr. Elfriede Ring-Mrozik, Martin Kreitmeir und die Vorsitzende Gabriele Rusch mit der neuen Therapiepuppe

Morgentau Kinder e. V.
Anschaffung einer Therapiepuppe

Morgentau Kinder e. V. ist ein Förderverein der Chirurgischen Kinderklinik, Station 52, des Klinikums Ingolstadt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Anschaffungen für den Aufwachraum, Überraschungsbesuche auf der Kinderstation (Zauberer, Sportler usw.), finanzielle Unterstützung von Fortbildungen, Finanzierung spezieller Therapien oder Unterstützung bei wichtigen technischen Anschaffungen die Kinderstation zu unterstützen und somit den kranken Kindern eine bestmögliche Versorgung zu ermöglichen.
Der Verein ist der Bürgerstiftung sehr dankbar, dass sie das Projekt „Neue Therapiepuppe“ wohlwollend unterstützt hat. Die Therapiepuppe war nötig, da das alte Modell durch den häufigen Gebrauch nicht mehr einsatzfähig war.
Obwohl die Ärzte sehr einfühlsam sind und die kleinen Patienten sehr behutsam behandeln, hilft die Puppe, das Vertrauen von sehr ängstlichen oder verschlossenen Kindern zu gewinnen.
Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt den Kauf der Therapiepuppe mit 700 Euro.

   
Titelblatt der Informationsbroschüre von pro familia Ingolstadt

pro familia e. V. – Mit uns können Sie reden!

pro familia unterstützt in allen Fragen zu Sexualität und Liebe, Familienplanung und Schwangerschaft, Beziehung und Familie. Sozialpädagogen/-innen beraten, bei Bedarf wird an Psychologen/-innen, Ärzte/-innen und Juristen/-innen vermittelt.

Der Ortsverband pro familia Ingolstadt e. V. wurde im Jahr 2000 gegründet und setzt sich ein für eine selbstbestimmte Sexualität, für die Gleichberechtigung unterschiedlicher Lebensformen und für eine familienfreundliche Gesellschaft. Der Verein achtet dabei die Würde und Integrität jedes Menschen, arbeitet konfessionell und parteipolitisch unabhängig und ist als gemeinnützig anerkannt. Er ist Träger einer staatlich anerkannten Schwangerenberatungsstelle für die Stadt Ingolstadt.

Jährlich werden rund 3.000 Menschen über Beratung und Veranstaltungen erreicht. Beratung trägt dazu bei, komplizierte Situationen zu klären und fundierte Entscheidungen zu treffen. Beratung ermutigt, Ängste zu überwinden und Wünsche auszudrücken, sich von eingefahrenen Verhaltensmustern zu lösen und neue Wege zu erproben. Beratung fördert die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ebenso wie Verständnis und Mitgefühl für Andere.
Das wichtigste Instrument von pro familia ist das persönliche Gespräch. Darüber hinaus bietet der Verein auch Gruppen- und Informationsveranstaltungen, Fortbildungen und Online-Beratung an.

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt die Erstellung einer Informationsbroschüre mit 1.500 Euro.

   
Saevar und die Lulumbablüte – Plakat des Schanzer Puppenspieler e. V.

Schanzer Puppenspieler e. V.

Die Schanzer Puppenspieler sind kreative Personen, die sich dem Figurentheater, d. h. Hand- und Stabpuppen, verschrieben haben. Sie gestalten alles in eigener Regie. Die Puppen werden selbst entworfen und aus den verschiedensten Materialien gebaut. Auch die Requisiten und Bühnenbilder sind in liebevoller Detailarbeit hergestellt. Die stationäre Bühne ist im Neuburger Kasten in ein ehemaliges Schwimmbecken hineinkonstruiert. Die mittige Hauptbühne wird durch einen seitlichen Bühnenflügel ergänzt; dadurch sind mehrere Spielebenen, Projektionen und Schattenspiele möglich. Das kleine abgeschlossene Theater mit ca. 40 Sitzplätzen schafft eine ganz besondere Atmosphäre und Nähe zum Publikum. Die selbst geschriebenen Stücke haben ein kindgerechtes Thema mit pädagogischem Hintergrund. Die Musikarrangements sind aus eigener Feder und die kleinen und großen Zuschauer unterstützen das Spielgeschehen mit Gesang. Abgerundet wird die Aufführung durch die passende Lichtregie mit farbigen Scheinwerfern und anderen optischen Effekten.

Die Puppenspieler genießen im Rahmen des Mehrgenerationenprojektes finanzielle Unterstützung. Die aktiven Mitglieder setzen sich aus einer Altersgruppe von unter 30 bis über 70 Jahren zusammen. Das Zusammensein von Jung und Alt fördert den Dialog zwischen den Generationen. Die Vereinsmitglieder treffen sich regelmäßig. Neue Aktive sind jederzeit herzlich willkommen!

Die Schanzer Puppenspieler sind im Verband Bayerischer Amateurtheater e. V. und nehmen an den angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen regelmäßig teil. Sie arbeiten alle ehrenamtlich und beleben durch ihr Engagement die Ingolstädter Kulturlandschaft. Sie bieten den Kindern erste Erfahrungen mit einem Puppentheater und erreichen dadurch lokale und regionale Verbundenheit mit dem Publikum.

Besonders am Herzen liegen den Veranstaltern die Gehörlosen und Hörbehinderten. 2010 konnte erfolgreich ein Projekt mit drei Gebärdensprachdolmetschern umgesetzt werden. Das Puppenstück „Saevar auf großer Fahrt“ wurde simultan in Gebärdensprache übersetzt. Auf Grund der positiven Resonanz wird 2011 „Saevar und die Lulumbablüte“ wieder in dieser Form angeboten.

Weitere Informationen: www.schanzer-puppenspieler-ingolstadt.engagiert-in-bayern.de

Die Bürgerstiftung Ingolstadt hat 2010 den Schanzer Puppenspielern eine Musikanlage für 500 Euro finanziert.

   
Logo des Sozialdienstes katholischer Frauen

Sozialdienst katholischer Frauen
Beratung von Frauen, Männern, Familien und Jugendlichen durch eine Türkisch sprechende Honorar-Fachkraft

In den verschiedenen Beratungsbereichen des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) sind viele türkische Mitbürgerinnen und Mitbürger mit relativ geringen deutschen Sprachkenntnissen auf Übersetzung ihrer persönlichen Anliegen angewiesen. Wir haben Nimet Serifsoy als Fachfrau auf Kosten und aus Eigenmitteln des SkF Ingolstadt immer wieder einbezogen.

Die spezifischen Themen bedürfen einer sach- und fachkundigen Person, die die Materie kennt. Der eigene Migrationshintergrund von Nimet Serifsoy garantiert eine Überwindung der kulturspezifischen Barrieren. Viele Themen der Migrantinnen sind familienbezogen (Ehe/Familie/Sexualität/Elternschaft usw.), häufig tabuisiert und werden sehr stark im Privaten gehalten. Durch die Muttersprachlichkeit ist eindeutig ein besserer Zugang garantiert.
Aus den Erfahrungen der letzten Zeit hat der SkF mit der Unterstützung von Nimet Serifsoy gerade im Zusammenhang mit Partnerschaftskonflikten und Eltern-Kind-Konflikten sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Einsatzgebiet umfasst darüber hinaus auch die Schwangerenberatung, Mediation, allg. Lebensberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung und die Elternkurse "Starke Eltern – Starke Kinder".

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt den Einsatz von Nimet Serifsoy als Fachkraft mit 5.000 Euro.

   
Auftritt der BoomTownRAPS

Stadtjugendring Ingolstadt
Integrationsprojekt BOOMTOWN

Das 2007 auf Initiative von Matthias Neuburger gegründete Integrationsprojekt BoomTownRAPS hat sich seit 2009 unter Trägerschaft des Stadtjugendrings sehr erfolgreich weiterentwickelt.
Gefördert vom Bayerischen Jugendring, der Stadt Ingolstadt und zahlreichen Sponsoren haben in den letzten Jahren hunderte Ingolstädter Jugendliche, unabhängig von sozialer, kultureller oder nationaler Herkunft an den Aktivitäten des Projekts teilgenommen und haben dabei ihre persönlichen „Skills“ trainiert.
Und das Projekt wächst und gedeiht weiter. Unter der neuen Dachmarke BOOMTOWN bietet das Projekt in den nächsten beiden Jahren noch vielfältigere jugendkulturelle Entfaltungsmöglichkeiten für die Ingolstädter Jugend.
Das Herzstück des Projekts bleibt auch zukünftig der HIPHOP und die BoomTownRAPS mit kostenlosen Workshops für Jugendliche in Breakdance, Rap/Gesang, Beatboxing, DJing und Graffiti in der Fronte79 und im Jugendtreff Pius.
Aber BOOMTOWN bedeutet mittlerweile noch viel mehr – mit BoomTownCULTURE gibt es Kooperationen mit dem Theater, der Sing- und Musikschule, dem Jazz und Reggae. BoomTown AT SCHOOL entert die Ingolstädter Mittelschulen und bietet kostenlose HipHop-Workshops im Rahmen der Ganztagesschule an.
BoomTownMEDIA produziert eigene Filme, fotografiert und führt in die Video-Technik ein und BoomTownLIVE steht für spektakuläre Live-Auftritte der Jugendlichen beim Bürgerfest, den Jazztagen, Open Flair, im Theater oder weiteren Events.

Mit der Förderung des Projektes in Höhe von 5.000 Euro durch die  Bürgerstiftung Ingolstadt können 2011 jetzt noch mehr Ingolstädter Jugendliche an den Aktivitäten von BOOMTOWN teilnehmen. Die Bürgerstiftung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur praktischen Integration in Ingolstadt!

   
Straßenambulanz St. Franziskus

Straßenambulanz St. Franziskus

Die Straßenambulanz St. Franziskus wurde 2005 als eine Einrichtung der aufsuchenden ambulanten Pflege wohnungsloser Frauen und Männer gegründet.

Unsere Gäste sind Obdachlose, Wohnungslose, Ein-Euro-Jobber, Hartz-IV-Empfänger, einsame Menschen, Menschen aus den Wohnheimen für Wohnsitzlose, mit psychischen Erkrankungen, mit Suchtproblemen oder Menschen, die irgendwie aus ihrem Leben gestürzt sind.

Dank der finanziellen Unterstützung der Bürger konnten wir im letzten Jahr unser Hilfsangebot durch die Anmietung und den Umbau zusätzlicher Räumlichkeiten erweitern.

Dabei war es uns ein besonderes Anliegen, Notschlafstellen anbieten zu können, da die Zahl der dringenden Fälle stetig zunimmt. Vier Betten, die bis auf sieben Betten erweiterbar sind, stehen nun zur Verfügung. Die Betroffenen können jetzt – ohne bürokratische Barrieren – in einem geschützten, drogen- und gewaltfreien Umfeld Sicherheit und Ruhe finden.

Neben der Notschlafstelle haben wir eine zusätzliche Küche, in der z. B. Koch- und Backkurse angeboten werden, einen Freizeit- und Kreativraum sowie einen Meditationsraum, in dem regelmäßig Gebetsstunden angeboten werden.

Dank des Beitrags der Bürgerstiftung Ingolstadt in Höhe von 5.000 Euro konnte ein Teil der Einrichtung finanziert werden.

   
Ungarischer Kulturverein Petöfi Kör

Ungarischer Kulturverein Petöfi Kör
Integration und Identität – ein bayerisch-ungarisches Jahr in Ingolstadt

Der Ungarische Kulturverein Petöfi Kör veranstaltet im Jahr 2011 ein viele Bereiche umfassendes und viele unterschiedliche Gruppierungen ansprechendes bayerisch-ungarisches Jahr. Das Ziel ist, mehrere unterschiedliche Lebenswege zur erfolgreichen Integration vorzustellen, beziehungsweise die Auseinandersetzung über Anpassung und Bewahrung der eigenen Identität – durch Begegnungen, Diskussion, Kultur, Kulinarisches, Sport sowie Wissenschaft – weiter voranzutreiben.

Mit Unterstützung der Bürgerstiftung Ingolstadt organisiert Petöfi Kör niveauvolle Aufführungen, Lesungen bzw. Vorträge unter dem Motto "Bayern und die Ungarn", ungarische Filmtage, eine Weinverkostung mit ungarischen Weinen und passendem Rahmenprogramm, außerdem arbeitet der Verein mit dem Bauerngerätemuseum Hundszell im Handwerkermarkt zusammen.

Die Bürgerstiftung Ingolstadt unterstützt das Projekt „Integration und Identität“ mit 4.000 Euro.