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Zustandserfassung |
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Kapitel
4
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Schutzwürdigkeit
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Eine wichtige Voraussetzung für die Ausweisung zum NSG ist deshalb die Schutzwürdigkeit. Für den Eichenwald wird die Schutzwürdigkeit hinsichtlich der Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz, die für das Landschaftsbild und die kulturhistorische Bedeutung ermittelt. Die Bewertung der Schutzwürdigkeit erfolgte zum einen für die Feindifferenzierung innerhalb des Untersuchungsgebiets; darüberhinaus wird die Bedeutung des Untersuchungsgebiets im größerräumigen Vergleich ermittelt, wobei schwerpunktmäßig die bayerische Donau-Aue, ferner auch die gesamten bayerischen Flußauen in Bezug zum Eichenwald gesetzt werden. Bewertung der Schutzwürdigkeit innerhalb des Untersuchungsgebiets Bedeutung
für den Arten- und Biotopschutz |
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In der jüngeren Auenstufe konzentrieren sich die Bereiche mit herausragender Bedeutung auf das Gebiet zwischen der Felberschütt und dem südlichen Fischerholz, den Umgriff des Schafirrsees, den nahezu ungenutzten Weichholzauwald im Deichvorlandstreifen, die Brenne und das Altwasser Hopfenwehrl und den sehr naturnahen, reich strukturierten Auwald zwischen dem E-Graben und dem Deich östlich der Schleiferschütt. In der älteren Auenstufe ragen folgende Gebietsteile hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz heraus: reich strukturierte, naturnahe Wälder östlich des Steigsees, im zentralen Bereich, beidseits des Wegs von Gerolfing nach Irgertsheim und im Gewann Heulacher, nordwestlich von Gerolfing. Im Gewann Heulacher ist der einzige großflächige parkartige Bereich mit einigen Magerwiesen erhalten, weshalb diesem parkartigen Bereich ebenfalls herausragende Bedeutung zukommt. In der kleinen landschaftsökologischen Raumeinheit des Hohenlohe, ist der Südhang mit seinen Magerrasen und Magerwiesen von sehr großer Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Wie die Flächenstatistik zeigt, ist über die Hälfte des Untersuchungsgebiets von hoher Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Dazu zählen der Großteil der Wälder (70% der Waldflächen erzielen nach der Bewertung die Stufe hoch), parkartige Bereiche, in denen Magerrasen und Magerwiesen nur noch als Fragmente oder gar nicht mehr vorkommen sowie überwiegend nicht mehr gepflegte/genutzte oder sehr kleine Brennen. Zu den Bereichen mit mittlerer Bedeutung zählen zum einen parkartige Bereiche, in denen der parkartige Charakter bereits stark aufgelöst ist, wie sie südlich des Hohenlohe oder südwestlich des Gewanns Heulacher vorkommen. Ferner sind als solche Waldbereiche bewertet, in denen Fichten-Reinbestände kleinflächig mit naturnahen Auwäldern wechseln oder in denen Fichten-Reinbestände in naturnahe Auwälder umgebaut werden bzw. größere Hybrid-Pappel-Pflanzungen. Zu dieser Gruppe zählen auch einige Baggerseen (Schafirrsee, Hammer-Weiher, Mühlhausener Weiher) und naturnahe Abschnitte des E-Grabens. Die Flächen von mäßiger Bedeutung werden einmal von überwiegend ackerbaulich genutzten Bereichen, die hinsichtlich kleinerer Parzellengröße und dem Vorhandensein von Saumstrukturen für Arten der Feldflur zumindest als Ergänzungslebensräume geeignet sind. Ferner sind in dieser Kategorie größere Fichten- oder Kiefern-Reinbestände berücksichtigt. Bei den Bereichen mit untergeordneter Bedeutung handelt es sich um stark ausgeräumte Ackerlagen. Landschaftsästhetische
Bedeutung |
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Kulturhistorische
Bedeutung Die jüngere Auenstufe ist kulturhistorisch weitgehend ohne besondere Bedeutung, da hier die instabilen, durch die häufigen Überschwemmungen der unverbauten Donau verursachten Standortverhältnisse eine vor- und frühgeschichtliche Besiedelung nicht zuließen. Lediglich am Rande der Griesflächen im Übergangsbereich zu Flutrinnen bzw. Altwassern befinden sich Reste ehemaliger Niederwälder als Ausdruck der Allmendnutzung der vormals im Gemeinbesitz befindlichen Auenbereiche. Die altbesiedelten Hochterrassen weisen dagegen in größeren Bereichen kulturhistorische Bedeutung auf. Hohen Wert haben Flächen, auf denen sich Hügelgräber, ausgedehnte parkartige Bereiche als Indizien für frühere Riedwiesennutzung und/oder Reliktbeständen der traditionellen Ausschlagnutzung befinden. Dies ist vor allem im zentralen Bereich und im nördlichen Randbereich des Untersuchungsgebietes Gerolfinger Eichenwald der Fall. |
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