|
Zustandserfassung |
|
Kapitel
5
|
Überregionale
Bedeutung
|
|
Der Gerolfinger Eichenwald ist nicht nur regional, sondern weit über die Regionsgrenzen hinaus von großer Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Insbesondere der hohe Anteil sehr naturnaher Wälder und die herausragende Stellung der Felberschütt mit ihrer vollständigen Zonationsabfolge von offenen Magerrasen über verbuschte Randbereiche und Pfeifengras-Kiefernwälder zu mäßig intensiv genutzten feuchten Wiesen, Schilfröhricht und offenen Wasserflächen sind dafür maßgeblich. Die wichtige überregionale Funktion des Gerolfinger Eichenwalds wird einmal an der weit über die Regionsgrenzen hinausreichenden Artenschutzfunktion deutlich, zum zweiten verdeutlicht auch die Auswertung der Flußauenkartierung die besondere Rolle des Auengebiets im Untersuchungsgebiet. Artenschutzfunktion |
|
Vögel (Brutvögel) Holzbewohnende Käfer Pflanzen der Verlandungsvegetation und Feuchtwiesen |
|
Folgende Artengruppen haben überregionale Bedeutung: |
|
Fledermäuse Amphibien Tagfalter Nachtfalter Stechimmen Pflanzen der Magerrasen und Magerwiesen |
|
Auswertung
der Flußauenkartierung In der Flußauenkartierung wurden die Wälder und Gehölze 5 verschiedenen Naturnähegraden zugeordnet: |
|
Naturnahe Auwälder Bedingt naturnahe Auwälder Entfernt naturnahe Auwälder Naturferne Auwälder Sonstige Gehölze (z. B. Hecken und Flurgehölze, Gehölzsukzessionen auf ehemaligen Abbauflächen) |
|
Die Auswertung bezüglich dem Vorkommen an der Donau, dem Vorkommen an den übrigen wichtigsten südbayerischen Flüssen (Iller, Lech, Isar, Inn und Salzach) und dem im Gerolfinger Eichenwald belegt die herausragende Bedeutung der Wälder im Eichenwald auch im überregionalen Vergleich. Während der Anteil der naturnahen Auwälder an der Donau insgesamt und an den übrigen wichtigsten südbayerischen Flüssen bei 17% bzw. 13% liegt, beträgt er im Eichenwald 61%, also fast das Vierfache! Auch bei der überregionalen Bewertung der Brennen, schneidet der Eichenwald sehr gut ab. Die Felberschütt ist eine der größten und besterhaltensten Brennen an der gesamten bayerischen Donau. Im Eichenwald wurden auf ca. 39 ha Brennen bzw. brennenartige Bestände erfaßt, das entspricht 13% der Gesamtfläche und immerhin 4% des bayerischen Bestands. Der Gerolfinger Eichenwald wurde zusammen mit den ebenfalls sehr wertvollen südlichen Donauauen in der Auswertung der Flußauenkartierung als wichtigstes Auwaldgebiet an der gesamten bayerischen Donau eingestuft. |
[Kapitel 4] | [Inhalt] | [Kapitel 6] | [Weitere Informationen Gartenamt Ingolstadt]