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Die Stadt Ingolstadt muß sich als expandierende Großstadt täglich mit den Problemen und Auswirkungen der urbanen Entwicklung auf ihre Umwelt auseinandersetzen. Durch die Lage an der Donau, eingebettet zwischen Auwäldern, ist ein behutsamer und nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen unumgänglich. Insbesondere das südliche Stadtgebiet (sogenannter „Lohengürtel“) stellt einen sensiblen Verzahnungsbereich von offener Landschaft und Siedlungsrand dar. Hier finden sich neben den größten zusammenhängenden Auwäldern an der bayerischen Donau noch zahlreiche Altwasser (sogenannte Lohen) und ehemalige Flutmulden der Donau, die als letzte Rückzugsgebiete für gefährdete Pflanzen- und Tierarten dienen. Diese einmaligen Auenbereiche wurden jedoch durch anthropogene Tätigkeiten (z.B. Entwässerung, Eutrophierung, Auffüllung, Verbauung) zum Teil bereits zerstört, teilweise stark geschädigt.
Zwar wurde ein Großteil dieser Lebensräume 1986 in einer vom Freistaat Bayern durchgeführten Biotopkartierung erfaßt, aber auch heute noch sind diese Biotope in ihrer Existenz bedroht. Ihr weiterer Verlust würde nicht nur eine Beeinträchtigung ökologisch wertvoller Landschaftsbereiche bedeuten, sondern auch eine Einbuße an Lebensqualität für die ansässige Bevölkerung mit sich bringen.

 

Im einzelnen beinhaltet das Auenkonzept/ Lohenprogramm folgende Vorhaben:

Renaturierung bzw. Wiederherstellung beeinträchtigter bzw. zerstörter Altwasser.

Erhalt und Sicherung naturnaher Altwasser durch gezieltes Naturschutzmanagement.

Herstellung einer durchgehenden Verbindung der westlich und östlich der Kernstadt gelegenen Auwälder.

Sicherung und Schaffung eines stadtnahen Naturerfahrungs- und Naturerlebnisraumes.

Erhalt und Neuschaffung wertvoller Lebensräume für zahlreiche Pflanzen und Tiere.

 

 

Die genannten Vorhaben werden in enger Zusammenarbeit von staatlichen Behörden, städtischen Ämtern, betroffenen Bürgern, Vereinen und Verbänden geplant und durchgeführt werden. Dadurch soll das gesamte Konzept auf eine breite Basis gestellt und der nötige Rückhalt und die Mitarbeit der Bevölkerung gesichert werden.

 

 

Die Problematik der Unterbrechung des Biotopverbundes an Flüssen durch Siedlungen besteht europaweit. Das Auenkonzept wird Ergebnisse und Lösungen liefern, die von anderen an Flüssen gelegenen Großstädten zur Steigerung der Umweltqualität im Stadtrandbereich verwertet werden können.

 

 

Das Vorhaben zeichnet sich durch seinen umfassenden Ansatz aus, sowohl in Hinblick auf die beteiligten Personen bzw. Gruppierungen/Verbände als auch auf die Größenordnung der eingebundenen Fläche (insgesamt ca. 2000 ha).

 

 

Im folgenden soll ein im Rahmen des Auenkonzeptes durchgeführtes und durch das „LIFE“-Programm der EU gefördertes Projekt vorgestellt werden. Dabei handelt es sich um die Einbogenlohe in Spitalhof:

 

 

 

Projekt: Einbogenlohe Spitalhof

 

Bildergalerie: Lohen

[Übersicht „Auenkonzept / Lohenprogramm“ der Stadt Ingolstadt] | [Weitere Informationen – Gartenamt Ingolstadt]