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Grünanlagen: Stadtteilpark Am Augraben

Foto: Stadtteilpark am Augraben
Der Ingolstädter Stadtrat beschloss im Jahr 1995, eines der wichtigsten Bachtäler im nördlichen Stadtgebiet, den Augraben, großräumig zu renaturieren. In Frage kam der Abschnitt zwischen der Beilngrieser Straße und dem Unterhaunstädter Weg. Mitsamt den angrenzenden, zum großen Teil intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen, wurde unter direkter Einbeziehung des Augrabens eine auwaldartige Parklandschaft, auch unter dem Aspekt der Naherholung, gestaltet. Unter Berücksichtigung dieser Planungsvorgaben wurde vom Gartenamt ein entsprechendes Planungskonzept erarbeitet.

Der Kernbereich des Schritt für Schritt bis 2003 fertiggestellten Parks umfasst rund 6,5 Hektar. Erschlossen wird er durch einen Ost - West verlaufenden Fußweg. Dort finden sich verschiedenste Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, insbesondere für Kinder und Jugendliche wie ein Bolzplatz, eine Korbballfläche, eine Skate-Anlage, Kinderspielplätze sowie ein kleiner Klettergarten.

Im Zentralbereich, dem Kreuzungspunkt der beiden Hauptwegeachsen im Park in Fortsetzung des Peter-und Paul-Weges, wurde eine große Obstwiese gestaltet. Der Obstertrag steht allen Parkbesuchern zur Verfügung. Die Flächen zwischen der vorhandenen Erdölpipeline und dem südlich gelegenen Augraben eignen sich nicht für eine intensive Bepflanzung und dienen deshalb hauptsächlich als Pufferstreifen für das angrenzende Gewässer. Sie werden extensiv und naturnah gepflegt.

In einer zweiten Ausbaustufe sollen zum einen die südlich und westlich des Wasserwerks angrenzenden, landwirtschaftlich genutzten Flächen in den Park miteinbezogen werden. Der in diesem Bereich von den Stadtwerken geplante erdbedeckte Trinkwasserbehälter mit einer Höhe von bis zu 4 Metern könnte im Winter zugleich als Rodelhügel genutzt werden. Zum anderen sollen die Flächen westlich des bisher ausgebauten Parkabschnitts bis zur Beilngrieser Straße hin gestaltet werden.

Auch die im Rahmen einer Luftbilderkundung festgestellten archäologischen Funde im Umfeld des Augrabens, wie zum Beispiel der Fund einer jungsteinzeitlichen Befestigungsanlage, sollen in Zukuft in das Parkkonzept miteinbezogen werden. Somit stünde für den Heimatkundeunterricht wertvolles Anschauungsmaterial zur Verfügung.

Schließlich ist vorgesehen, die beiden Teile des Parks mit einem Holzsteg über den Augraben zu verbinden. Fortgesetzt werden kann der Ausbau des Stadtteilparks allerdings erst dann, wenn es der Stadt Ingolstadt möglich geworden ist, die hierfür benötigten Grundstücke Zug um Zug zu erwerben.

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