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Stadtplan

 

lechner grundriss


 

 


Grundriss

 

lechner schnitt


 

 

Schnitt

 

lechner vor umbau


 

 

 

Vor dem Umbau

 

lechner ansicht nord


 

 

 


Ansicht Nord

 

lechner ansicht west

 

 

 


Ansicht West

 

lechner innenraum

 

 

 

 

Innenraum

Alf Lechner Museum


Der Umbau von „Halle IV“ in das Alf Lechner-Museum


Die „Halle IV“  an der Esplanade wurde in der Nachkriegszeit als Werkhalle für Motorräder der Auto-Union errichtet. In ihrer jungen Geschichte wurde sie einer Vielzahl von Nutzungen zugeführt, wie Probebühne für das Theater, Theaterfundus und auch Tiefbaustützpunkt.
Das desolate Äußere entsprach in keiner Weise dem Anspruch an ein Museum.

Über die Umsetzung der technischen und räumlichen Anforderungen hinausgehend war hier die wesentliche Herausforderung, ein Gebäude für die Repräsentation von Kunst zu schaffen, bei dem Hülle und Inhalt in keinerlei Konkurrenz zueinander treten, jedoch neben- und miteinander auf gleichem Niveau bestehen können.


Eine schnörkellose, durch ihre strenge Gliederung als reine Fläche wahrnehmbare Aluminiumhaut umschließt nun die Werkhalle auf drei Seiten. Sämtliche notwendigen Türen und Tore wurden bündig integriert und sind nur durch den Fugenschnitt erkennbar.

Der Nordfassade wurde nach Abriss der ausfachenden Wandkonstruktion ein Glasvorbau vorgestellt. Diese minimale bauliche Ergänzung erfüllt mehrere Funktionen - als Schaufenster der Kunst, als räumliche Verbindung der Ausstellungsebenen, als Eingang und Foyer.

Das Gebäude wurde im Inneren bis zur Tragkonstruktion rückgebaut.
Im Erdgeschoss wurden die Fensterscheiben ausgebessert, ergänzt und einheitlich mit der Tragkonstruktion weiß übertüncht.
Wandflächen im Obergeschoss wurden zur Aufnahme von Graphiken geschlossen.
Die von außen nicht wahrnehmbare „alte“ Fassade und Gebäudestruktur bleibt im Inneren als reliefartiger Abdruck, “Konservierung” erlebbar.
Durch diesen bewussten, minimalen Eingriff soll ein subtiler Verweis auf die ursprüngliche Funktion als Fabrikationshalle der Industriestadt erhalten werden.

Durch die Umnutzung der Halle IV in ein Museum war die Chance gegeben, zugleich ein, wenn nicht denkmalwürdiges, so doch exemplarisches Gebäude seiner Zeit zu erhalten, sowie in unmittelbarer Nähe des mittelalterlichen Stadtkerns einen gestalterischen Akzent zu setzen.

Die Architekten erhielten für dieses Gebäude zahlreiche Preise:

  • Deutscher Fassadenpreis 2001, 1. Preis Kategorie Sanierung
  • Piranesi-Award 2001, Nominierung
  • Deubau Junior Award 2002, Nominierung
  • Deutscher Architekturpreis 2003, Anerkennung

 

Lechner Museum
Esplanade 9
85049 Ingolstadt
Telefon:
0841 305-2250

Fax:
0841 305-2251

E-Mail:

Internet:

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Eigentümer und Bauherr:
Stadt Ingolstadt

Nutzer:
Stiftung Museum Alf Lechner

Architekt:
Fischer Architekten, Florian  Fischer, Gabelsbergerstr. 85,  80333  München
www.fischer-architekten.com

Projektsteuerung:

65 Hochbauamt
Spitalstr. 3
85049 Ingolstadt
Telefon:
0841 305-2160

Fax:
0841 305-2166

E-Mail:

Raum:
Nr. 212, Geschäftszimmer

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Zahlen:
1.800 m² Ausstellungsfläche

Bauzeit:
April 1999 – Februar 2000

Literatur:

  • „Sechs neue Museen in Bayern“ Oliver Herwig, Wasmuth Verlag, 2002
  • "Baukulturführer 16 – Alf Lechner Museum Ingolstadt“ Nicolette Baumeister, Büro Wilhelm Verlag, ISBN 3-936721-66-1

Fotografien:
Michael Heinrich, München
Zooey Braun, Stuttgart

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