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Stadtplan

 

kreuztor ansicht west

 


 

 

 

 

 

Ansicht West 

Die Sanierung des Kreuztores von 2001 bis 2003


Die Sanierung des Wahrzeichens der Stadt

Der Grundstein für das Kreuztor, als westliches Stadttor Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage, wurde im Jahr 1385 gelegt.

1962 erfolgte erstmals eine umfassende Sanierung von Turm und angrenzendem Zollhaus. Damals wurden in der Backsteinaußenwand schadhafte, weiche, mit Sumpfkalkmörtel vermauerte Handschlagziegel durch harte, mit Zementmörtel vermauerte Klinker ersetzt. Außerdem reinigte man die gesamte Außenfassade mit einem Salzsäure-, Salpetersäuregemisch.
Dies führte zu einer starken Versalzung des Außenmauerwerks und einer daraus - vor allem im unteren Bereich - resultierenden ständig fortschreitenden Zersetzung der Ziegel und Mörtelfugen.

2001 war ein Schadensausmaß erreicht, bei dem dringender Handlungsbedarf geboten war.
Zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde ein Sanierungskonzept mit dem Ziel der nachhaltigen Konservierung bei größtmöglicher Bestandsschonung ausgearbeitet.
Da die Schäden ungleichmäßig auf den Außenfassaden verteilt waren, musste als erster Schritt ab Oktober 2001 eine exakte Schadenserfassung durchgeführt werden.

2002 begann die eigentliche Sanierung. Die erste Maßnahme war eine Oberflächenreinigung mit drucklosem Wasser und schonendem Bürsteneinsatz.
Anschließend erfolgte die Entsalzung des Mauerwerks durch 3-maliges Aufbringen von Kompressenlagen aus einem Leim-, Zellulose-, Quarz- und Blähglasgemisch. Der schadensverursachende hohe Salzgehalt konnte dadurch wieder auf Normalniveau reduziert werden.

Anfang 2003 folgte die eigentliche Mauerwerkssanierung. Die geschädigten, losen Ziegeloberflächen wurden bis auf den harten Stein abgetragen und die Fehlstellen mit ziegelgefärbtem Kalkmörtel ergänzt. Die stark versalzenen und in ihrem Gefüge zerstörten Mörtelfugen wurden steinschonend ausgeräumt und durch einen diffusionsoffenen, kapillar aktiven Sumpfkalkmörtel ersetzt. Auf diese Weise ergab sich eine Verlagerung der Salzionenwanderung von den historischen Ziegeln hin zu den Mörtelfugen, denen in Zukunft somit die Funktion einer „Verschleißschicht“ zukommt. Als erfreuliches Ergebnis dieser Vorgehensweise konnte bis auf wenige stark verwitterte Steine der gesamte historische Ziegelbestand erhalten werden.

Die teilweise mit Zementmörtel verputzten Durchfahrtsbereiche waren ebenfalls durch Salz stark geschädigt. Hier wurde nach der Entsalzung und der Mauerwerkssanierung als dauerhafte Schutzmaßnahme ein jederzeit wieder entfernbarer Sanierputz aufgetragen.

Das Stadtwappen aus Sandstein war so stark verwittert, dass es bereits völlig unkenntlich war und abzubrechen drohte. Es wurde ausgebaut und im Museum gelagert. An seine Stelle kam ein neues Stadtwappen aus frostbeständigem Kalkstein, das nach einer historischen Vorlage gestaltet wurde.

Der noch vollständig erhaltene historische Turmdachstuhl mit Kaiserstiel aus dem Jahre 1385 war ebenfalls renovierungsbedürftig. Die gesamte Dachkonstruktion wurde ausgesteift. Die gotische Biberschwanzdeckung war in einem überraschend guten Zustand und musste nur an wenigen Stellen ausgebessert werden.

Die Maßnahmen konnten Ende 2003 abgeschlossen werden. Als Ergebnis dieser „sanften Sanierung“ kann das Kreuztor als Wahrzeichen der Stadt Ingolstadt die ihm zustehende Würde und Wertigkeit wieder voll zur Geltung bringen.

Kreuztor
Kreuzstr. 13+15
85049 Ingolstadt-Mitte

Bauherr: 
Stadt Ingolstadt

Architekten
Architekten Braun + Dietz, Aloisiweg 11, 85049 Ingolstadt

Projektsteuerung:

65 Hochbauamt
Spitalstr. 3
85049 Ingolstadt
Telefon:
0841 305-2160

Fax:
0841 305-2166

E-Mail:

Raum:
Nr. 212, Geschäftszimmer

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Bauzeit:
Baubeginn Oktober 2001, Fertigstellung Dezember 2003

Weiterer Hinweis:
Förderverein Kreuztor
Präsident: Heinrich Sandner,  Tel. 0841 1588

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