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Wasserwirtschaftsamt Foto1
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Wasserwirtschaftsamt - Foto2
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Wasserwirtschaftsamt - Foto3
Wasserwirtschaftsamt - Foto3

Wasserwirtschaftsamt - Foto4
Wasserwirtschaftsamt - Foto4
Wasserwirtschaftsamt - Grundriss
Wasserwirtschaftsamt - Grundriss

 

Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt


Adresse:
Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt
Auf der Schanz 26, 85049 Ingolstadt

Architekten und Fachingenieure:
Büro+Projektleiter:
Christian Vogel, Architekt, Regierungsbaumeister

Freiflächenplanung:
Ökoplan Wolfgang Brauner und Gerhard Weber, Kösching
mit Ostap Ogrodnik und Vogel + Partner

Statik:
Johann Grad, München

Künstler:
Ludwig Hauser

Fotos:
Leander Hopf, Bergheim, Christian Vogel

Planungsauftrag:
Oktober 1990

Baujahr:
1996 - 2000

Bauherr:
Freistaat Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

Technische und geschäftliche Oberleitung:
Staatliches Hochbauamt Ingolstadt


Der Neubau des Wasserwirtschaftsamts steht im Spannungsfeld zur „Harderbastei", Teil der mittelalterlichen Stadtmauer gegenüber. Um zwischen Neubau und Bastei Freiraum zu gewinnen war das Gebäude soweit als möglich Richtung Straße und Schule auf der Schanz zu rücken. Dies ermöglichte die vom Landesamt für Denkmalpflege gewünschte Öffnung und Blickbeziehung von der Straße auf der Schanz zur Harderbastei. Diesem Wunsch entspricht auch die großzügige Transparenz der Eingangshalle und die Möglichkeit der Querung des Gebäudes für Fußgänger.

Das Thema von Bogen und Gerade aus der Umgebung durch Stadtmauer, Schulweg und Strasse schon vorgeprägt, wird in der Gebäudeform aufgegriffen, in der Verbindungshalle akzentuiert und mit begrünten Elementen der Freianlagen variiert. Die Freihaltung der Mitte als Treffpunkt und neutraler Platz mit raumbildenden Elementen im Vorfeld der Harderbastei wurde trotz der späteren Forderung nach oberirdischen Stellplätzen ermöglicht.

Eine durch Niederschläge gespeiste Wasserfläche hilft das Vorfeld der Befestigungsanlage aufzuwerten. Wasser und Steinboote weisen auf die Nutzung der Gebäude. Die Schutzwürdigkeit des Wassers bekommt mit der Materialwahl und dem Hinweis auf Zeiträume ohne Wasser auf der Erde eine eigene Bedeutung.
Das archaische Element der Boote aus Stein steht damit im Spannungs-verhältnis zur aktuellen Nutzung und Symbolik des Gebäudes.
Das freie Nebeneinander und Brechen organisch geschwungener und geradliniger Formen macht die beiden Schwerpunkte Labor und Verwaltung, sowie die Sondernutzungen Besprechung und Registratur ablesbar. Gleichzeitig deuten sie die Ambivalenz von Natur und Eingriff an. Transparente Eingangshalle, schwebendes Dach und leichte Brücken fungieren als Bindeglied.
Zu bändigende Energie des Wassers spiegelt sich in wenigen farbigen Akzenten: dynamisch gebündelt und zum Haupteingang im Maßstab der Straße gesteigert; aus der Fußgängerperspektive der ruhigen Hofbereiche im freien, leichten Kräftespiel.  

 

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