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Kinderkrippe Klinikum - Foto1
Kinderkrippe Klinikum - Foto1
Kinderkrippe Klinikum - Foto2
Kinderkrippe Klinikum - Foto2
Kinderkrippe Klinikum - Foto3
Kinderkrippe Klinikum - Foto3

Kinderkrippe Klinikum - Foto4
Kinderkrippe Klinikum - Foto4

 

Kinderkrippe im Klinikumsgarten Ingolstadt


Adresse:
Garten des Klinikum Ingolstadt, Krumenauerstr. 21a, 85049 Ingolstadt

Architekt:
Ralf Breitschaft, Dipl.-Ing. (FH) Architekt
Projektleitung: Klaus Draeger, Sonja Achatz

Weitere Planungsbeteiligte:
Statik: IB Breitschaft und Partner, Merianstr. 26, 90409 Nürnberg
HLS: IB Scholl, Lindenweg 16, 85134 Stammham
Elektro: IB VE-Plan, An der Rennbahn 9, 85276 Pfaffenhofen

Bauherr:
Klinikum Ingolstadt GmbH, Krumenauerstr. 25, 85049 Ingolstadt 


Fertigstellung:
November 2006 


Das Klinikum Ingolstadt möchte sein soziales Engagement verstärken und den jungen Familien unter seiner Belegschaft eine verbesserte Kinderbetreuung während der Arbeitszeit anbieten. Dazu wird die Zahl der bestehenden Krippenplätze auf 24 verdoppelt und ein im Klinikumsgarten gelegener Neubau realisiert.

Der zu Grunde liegende städtebaulicher Gedanke ist, der Bauaufgabe angemessen, den bestehenden Klinikumsgarten möglichst behutsam zu "möblieren". Es wird ein Gebäude entworfen, das nicht versucht, so aufzutreten, wie die umliegenden Klinikumsgebäude - was aufgrund der viel geringeren Größe allenfalls putzig aber kaum gelungen wirken würde. Vielmehr wird der unausweichliche Maßstabssprung genutzt, um zusammen mit einer anderen Materialität und Formensprache die Unterschiedlichkeit zu unterstreichen.

Holz eignet sich in besonderem Maße für die Umsetzung dieses Konzepts. Seine materialspezifischen Eigenschaften - die vergleichsweise geringe Dichte (leichtes Gebäude), die geringe Wärmeleitfähigkeit (warme Oberflächen) und der Duft des nahezu vollständig unbehandelten Fichtenholzes empfehlen es für den "Möbelbau" und nicht zuletzt für den einer Kinderkrippe. Die konstruktiv sinnvolle Loslösung des Baukörpers vom Boden unterstreicht den Eindruck des Mobilen, Schwebenden. Die Anbindung nach draußen erfolgt über Gitterroststege und -treppen, die durch die geänderte Materialität ihre Zugehörigkeit zum Außenraum dokumentieren. Um die besondere Form der gekrümmten Hülle auch im Inneren erlebbar zu machen, befindet sich an der Rückseite ein breiter Spielflur, der mit seinen speziellen Einbaumöbeln die Möglichkeiten der runden Wand optimal nutzt.

Konstruktiv stellte das gebogene Dach, das nahtlos in Wand und Boden übergeht, eine Herausforderung dar. Der geringe Biegeradius der Hauptbinder von nur 1,55m bereitete vielen der angefragten Leimholzherstellern Probleme. Auch um den Transport zu vereinfachen wurden die Binder schließlich in drei Segmenten gefertigt: Zwei konventionelle schwach gebogene und das stark gekrümmte Element der "Rückwand", bei dem die Lamellenschichtdicke auf 8mm reduziert wurde, um den Biegeradius zu ermöglichen. Systematisch handelt es sich um eine hinterlüftete Konstruktion mit Zwischensparrendämmung, raumseitig begrenzt durch Gipskartonplatten. Eine PE-Folie dient als Dampfbremse. Die Bitumendachbahnen sind zweilagig auf einer Brettschalung aufgebracht. Der Holzrost der Hülle wurde nicht wie üblich durch die Dachhaut hindurch verschraubt, sondern über die Krümmung gespannt. Die Außenhaut bleibt so frei von jeglichen Durchdringungen. 


 

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