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Audi-Piazza - Foto1
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Audi-Piazza - Foto2
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Audi-Piazza - Foto3
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Audi-Piazza - Foto4
Audi-Piazza - Foto4
Audi-Piazza - Foto5
Audi-Piazza - Foto5


 

 

      



  

  

 



 

 

 

 

 

 

 

Audi-Piazza


Adresse:
Audi Forum Ingolstadt, 85045 Ingolstadt

Architekten:
Studio di Architettura, Mailand
Vittorio Magnago Lampugnani 

Projektleiters:
Generalplaner Henn Architekten

Mitarbeitender Architekt:
Jens Christian Bohm

Landschaftsarchitekten:
Wolfgang Weinzierl und Marlene Heichele

Fotograf:
Stefan Müller-Naumann

Bauherr:
Audi AG

Baujahr:
2000-2002  

Am Haupteingang seines Werks in Ingolstadt, einer traditionsreichen Stadt mit einem weitgehend intakten historischen Kern, baute der Automobilienkonzern Audi ein Kundenzentrum mit einem neuen Bürogebäude, einem Automobilmuseum und einem Restaurant. Diese Neubauten sollten über eine Tiefgarage erschlossen und in einen sinnfälligen Zusammenhang gebracht werden; die dazwischen liegenden Freiräume sollten neu gedeutet und gestaltet werden.

Das Audi-Forum wurde als Entrée zum Fabrikgelände mit seinen 32.000 Beschäftigten entworfen. Die Werksgrenze wurde zurückversetzt, um eine Sequenz von öffentlichen Stadträumen zu schaffen. Unmittelbar an der Hauptzufahrtstrasse öffnet sich die Piazza, auf der täglich über dreihundert Personen das laizistische Ritual der Besichtigung der Fertigung und des Kaufs der Automobile vollziehen. Die Piazza ist als repräsentativer und eminent öffentlicher städtischer Ort mit 16cm starken hellgrauen Granitplatten gepflastert und in erster Linie den Besuchern des Fabrikgeländes vorbehalten. Im Boden eingebaute Leuchten bilden nach Bedarf eine Lichtspur auf der Granitfläche und lenken die Fahrer der nagelneuen Automobile zum Ausgang.

Dem dahinter liegenden Raum zwischen Kundencenter und Vorstandstrakt kommen allein durch seine abgelegenere Lage und seine geringere Dimension
ganz andere Aufgaben zu als der Piazza. Es handelt sich um die Piazzetta, die als Ort des Verweilens, der Erholung und der Ruhe ausgebildet ist. Die Piazzetta ist begrünt, mit einem Brunnen ausgestattet und als Aufenthaltsort für die Mitarbeiter konzipiert.

Direkt an der Zufahrt steht ein Informationspavillon, eine moderne Version eines griechischen Tempels mit monolithischen Granitpfeilern, rahmenlosen Verglasungen und einem Walmdach aus Titanzinkblech. Auch die beiden Bushaltestellen sind elementare Gebilde aus Stahl, Glas und Granit. Im Einklang mit dem gesamten Forum setzen sie der Hochtechnologie der Fahrzeuge, die den Eingangsbereich bevölkern, eine weitgehend zeitlose Archaik entgegen.

 

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