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Pionierschule
Pionierschule
Pionierschule - Lehrsaalgebäude
Pionierschule - Lehrsaalgebäude
Pionierschule - Lageplan
Pionierschule - Lageplan

Pionierschule - Halle
Pionierschule - Halle

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik


Adresse: Manchinger Str. 1a, 85053 Ingolstadt

Architekten:
gmp – von Gerkan, Marg und Partner

Entwurf:
Meinhard von Gerkan und Joachim Zais

Partner:
Jürgen Hillmer

Projektleitung:
Kai Ritzke

Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro Sailer, Stepan und Partner GmbH Haustechnik: Ingenieurbüro Frey Donabauer Wich, Ingenieurbüro Ottitsch, Ingenieurbüro Reimer, JBG H.P.
Gauff Ingenieure GmbH & Co. KG

Elektrotechnik:
MB Müller & Bleher GmbH

Freiraumplanung:
Landschaftsarchitekt Peter Kluska 

Fotograf:
Heiner Leiska

Bauzeit:
2006–2009

Bauherr:
Bundesrepublik Deutschland 

Wettbewerb:
2002 – 1. Preis

Mit dem ersten Spatenstich am 13. September 2006 startete das Staatliche Bauamt Ingolstadt in die konkrete Bauphase des Projektes PIONIERE INGOLSTADT und damit in die Neuordnung der „Pionierkaserne auf der Schanz“.

Neben der Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik werden in den nächsten Jahren auch die multinationale Ausbildungseinrichtung ENTEC, das Gebirgspionierbataillon 8, die Sanitätsstaffel Ingolstadt und die Standortverwaltung Ingolstadt auf dem ca. 27 ha großen Areal untergebracht. Die verbleibende westliche Fläche der bisherigen Pionierkaserne – etwa 18 ha – wird zukünftig nicht mehr benötigt und soll einer zivilen Nutzung zugeführt werden.

Der den Ausführungen zugrunde liegende Masterplan sieht als neuen Mittelpunkt der Gesamtanlage eine Identität stiftende Hauptachse vor. Ein künstlicher Wasserlauf als Symbol für die Arbeit der Pioniere führt von dem Bereich der Lehre und Ausbildung (Pionierschule) zu dem der „kämpfenden Truppe“ (Gebirgs-pionierbataillon). Die Endpunkte der von einer Platanenallee gefassten zentralen Achse bilden das repräsentative Lehrsaalgebäude im Westen und der weiträumige Grundausbildungsplatz mit dem Sporthallenkomplex im Osten.

Für die beiden Hauptgebäude ist eine ruhig gegliederte Fassade aus anthrazitfarbenen Faserzementplatten vorgesehen. Das Wechselspiel von offenen und geschlossenen Flächen verleiht der zurückhaltenden, klaren Gestaltung eine angenehme Lebendigkeit.

Dem Lehrsaalgebäude kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Mit seiner Aula in der verglasten Eingangshalle bietet es eine Multifunktionsfläche, die allen Einrichtungen für besondere Veranstaltungen zur Verfügung steht. Die beiden flankierenden Lehrsaalriegel fassen den Außenbereich zu zwei dreiseitig umschlossenen Höfen und bilden so ein angemessenes Entree. Arkaden und die weit auskragenden Vordächer des Mittelbaus dienen der Verschattung und dem Wetterschutz und bieten so – z.B. in Pausen – im Außenraum eine fast ganzjährige Aufenthaltsqualität.

Auch die anderen Neubauten – wie die Ausbildungshallen, die zentrale Waffenkammer und die Wache – werden in ihrer architektonischen Aussage durch die räumliche Ausbildung und ihre Gliederung bestimmt. Gemeinsam ist ihnen allen die kubische Gebäudeform mit Flachdachabschluss. Lediglich das mäanderförmige Unterkunftsgebäude lehnt sich mit seinem geneigten Dach der Gestaltung der sanierten Altbauten im südlichen Bereich der Mittelachse an und bildet so ein Gleichgewicht in der Gesamtanlage. Mit einer Abwicklung von über 700m Länge ist es das größte Gebäude der Anlage. Helle Putzfassaden mit zu horizontalen Bändern zusammengefassten Fensterelementen dominieren hier ebenso wie an den gestalterisch komplett überarbeiteten Bestandsgebäuden aus den 50er und 60er Jahren.

Bewusst wird hier eine Architektursprache mit wiederkehrenden Motiven und Materialien verwandt, um eine harmonische Einheit von Alt und Neu zu erzeugen. So werden auch hier die durchgefärbten Faserzementplatten der Hauptgebäude wieder als Gestaltungselement im Bereich der Fensterbänder in Form von Ausfachungen aufgenommen. Die einfache aber präzise Detaillierung wird alle Gebäude auszeichnen.
Das städtebauliche Konzept der strengen Mitte mit den aufgelockerten, parkähnlichen Nebenzonen wird unter Beibehaltung der vorhandenen Straßen und des teilweise prächtigen Baumbestandes durch die Grünplanung noch verstärkt.  

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