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Lebenshilfe - Foto1
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Lebenshilfe - Foto3
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Lebenshilfe - Foto4
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Lebenshilfe - Grundriss
Lebenshilfe - Grundriss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umbau und Erweiterung einer Behindertenwerkstätte in Ingolstadt


Adresse:
Am Franziskanerwasser 22, 85053 Ingolstadt

Architekt:
Architekturbüro Brand, Ingolstadt
Tobias Brand Dipl. Ing. (Univ.) Architekt und Stadtplaner BDA
Florian Brand Dipl. Ing. (Univ.) Architekt BDA

Fertigstellung:
September 2001

Bauherr:
Lebenshilfe der Region 10 GmbH

Preise/Auszeichnungen:
Nominiert für die Architektouren 2003


Mit zunehmenden Bedarf an Arbeitsplätzen für behinderte Menschen wuchs auch die Bedeutung der Lebenshilfe Werkstätten in der Region 10. Aufgrund dieses Erweiterungsbedarfes an einem Therapiebereich mit Sporthalle und Schwimmhalle sowie an weiteren Werkstatt und Büroflächen wurde die benachbarte Halle – ein eingeschossiger Industriebau – saniert und umgenutzt.
Da der Bestand mit seiner mittig unterstützten Holzleimbinderkonstruktion und den stark verbauten und schlecht belichteten Innenräumen schwer nutzbar war,
entschied man sich zu folgenden Maßnahmen.
Die bestehenden Holzbinder wurden erhalten. Im zentralen Bereich der Halle wurden die Binder mit einer unterspannten Stahlkonstruktion ergänzt und die Mittelstütze entfernt. Das Dach wurde angehoben und auf ganzer Länge mit senkrechten Oberlichtbändern sowie einer Firstverglasung versehen.
So entstand ein großzügiger, lichtdurchfluteter, stützenfreier Raum, das Foyer mit angrenzender Schwimm- und Turnhalle, welche räumlich lediglich durch eine Glasfassade abgetrennt sind. Die Glasfassaden zu den Sportbereichen können zum Sichtschutz undurchsichtig geschaltet werden.
Da die zu Verfügung stehenden Flächen für das gewünschte Raumprogramm nicht ausreichend waren, wurde die Halle im Osten um drei Achsen und im Westen um eine Achse verlängert.
Südlich der Halle wurde ein zweigeschossiger Büroneubau als direktes Gegenüber der bereits bestehenden Lebenshilfe Werkstatt am Franziskanerwasser errichtet. Der Neubau fungiert als Bindeglied und Verteiler zwischen den beiden Bereichen, da der Hauptzugang zum Foyer der Halle über den Ausstellungsbereich des Neubaus erfolgt.
Das Rückgrat des Bürogebäudes bildet eine durchlaufende Wandscheibe (Brandwand zur Halle), an die sich die Betonbügel des Skelettbaus förmlich anlehnen. Die Stahl-Glas-Fassade, die im Erdgeschoss bündig zwischen den Betonpfeilern liegt, stülpt sich im Obergeschoss kastenförmig aus, und macht die
Einzelraumnutzung im Bürobereich ablesbar. Bauteile und Materialien ziehen sich vom Außen- in den Innenbereich und schaffen fließende Übergänge.
Die bereits in der Halle verwendeten Materialien werden beim Neubau wieder aufgegriffen: Stahl, Glas, Eternit sowie Stein und Holz.
Auch die Farbgebung zieht sich durch beide Gebäudeabschnitte und stellt somit den Zusammenhang zwischen Alt und Neu her.  

 

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