Hilfsnavigation

Volltextsuche

Icon deutsch Icon english

Nutzung von BiomasseEnergie - Logo

Biomasse sind alle Energieträger, die ihre Energie durch die Sonne bekommen. Als Biomasse wird  Holz, Haus- und Gartenabfälle, Grünabfälle, organisches Material und industrielle Bioabfälle (z.B. aus der Lebensmittelindustrie) bezeichnet. Biomasse zählt zu den Erneuerbaren Energien, da bei der Energiegewinnung kein zusätzliches CO2 ausgestoßen wird. Pflanzen nehmen während ihres Wachstums CO2 aus der Atmosphäre auf. Wird die Biomasse verbrannt oder vergoren, wird genau diese Menge an Kohlenstoffdioxid wieder freigegeben - somit bleibt es ein geschlossener CO2-Kreislauf.

Biomasse wurde schon vor vielen hundert Jahren als Energieträger genutzt. Dabei wurde mit Holz, Gülle und Pflanzenresten Wärme und Licht erzeugt.

Biomasse kommt als fester, flüssiger und gasförmiger Stoff vor, woraus sowohl Strom und Wärme, als auch Treibstoffe hergestellt werden können.

2013 wurden in Deutschland aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse insgesamt 47,8 Milliarden Kilowattstunden Strom, 117 Mrd. kWh Wärme sowie 3,4 Mio. Tonnen Biokraftstoffe erzeugt.

Die Vorteile der Biomassenutzung sind:

  • Weitgehend geschlossener Kohlendioxid (CO2) - Kreislauf
  • Auch stoffliche Nutzung möglich (z.B. als Baustoff, Schmierstoff, Arzneimittel oder Kosmetika)
  • Kann gut in großen Mengen zwischengelagert und gespeichert werden
  • Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft, insbesondere im ländlichen Raum, aufgrund dezentraler Erzeugung und Verwertung
  • Günstig bei Verwendung organischer Rest- und Abfallstoffe
  • Grundlastfähig, da dauerhaft vorhanden

Die Nachteile der Biomassenutzung sind:

  • Bei der Verbrennung von Biomasse entstehen Emissionen, wie Feinstaub und Schadstoffe
  • Nutzungskonkurrenz zu landwirtschaftlichen Flächen für die Lebensmittelbranche
    ==> Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise
    ==> Ausweitung der Anbaugebiete auch in bisher unberührte Gebiete, wie den Regenwald

Energetische Nutzung von Biomasse möglich:

  • Wärmeerzeugung (z.B. mit einer Holzheizungsanlage oder in einem Biomasseheizwerk)      
  • Erzeugung von Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (z.B. über ein Biomasseheizkraftwerk oder ein mit Biogas oder Pflanzenölen befeuertes Blockheizkraftwerk)
  • Herstellung von Kraftstoffen (z.B. aus Pflanzenölen oder biogenen Reststoffen)