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Neues EEG 2014: Allgemeine Änderungen

 

Das Neue EEG gilt für Anlagen die vor dem 31. Juli 2014 in Betrieb gegangen sind. Bestandsschutz haben außerdem Anlagen deren Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb bis zum 23. Januar 2014 vorgelegen hat und bis zum 31. Dezember 2014 in Betrieb genommen wurden. In § 100 EEG sieht der Gesetzgeber außerdem verschiedene Übergangsregelungen für Bioenergieanlagen vor.

Direktvermarktung und Marktprämie

Für Erneuerbare-Energien-Anlagen ab einer installierten Leistung von 500 Kilowatt ist die Direktvermarktung im Marktprämienmodell vorgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2016 gilt die Direktvermarktung bereits für Anlagen ab einer installierten Leistung von 100 Kilowatt. Kleinanlagen erhalten weiterhin die Einspeisevergütung für 20 Jahre nach dem alten EEG.

Anlagenbetreiber in der Direktvermarktung erhalten eine Marktprämie (Differenz zw. Börsenpreis und Höhe des anzulegenden Werts nach den Vergütungssätzen des EEG 2014). Vorraussetzung ist, dass die Anlage fernsteuerbar nach § 35 Abs. 1 ist. Die bekannte Managementprämie, die für den Verwaltungsmehraufwand der Direktvermarktung gezahlt wurde, ist zukünfig nicht mehr seperat ausgewiesen sondern ist in die Vergütungssätze "eingerechnet". Kleine Anlagen, die nicht unter die Direktvermarktung fallen, erhalten nach § 37 Abs.3 Nr.2 eine um 0,4 Cent/kWh (Photovoltaik, Windenergie) bzw. 0,2 Cent/kWh (andere Anlagen) reduzierte Vergütung.

EEG Umlage und Eigenverbrauch

Neuanlagen, die nach dem 31. Juli 2014 realisiert wurden, müssen für selbst erzeugten und verbrauchten Strom die EEG-Umlage zahlen. Bis zum Jahr 2015 müssen 30% der Umlage, bis Ende 2016 35% und ab 2017 40% der Umlage gezahlt werden. Für Anlagen unter einer Leistung von 10 Kilowatt sind bis zu 10 Megawattstunden pro Jahr von der Umlage befreit. Außderdem von der Umlage befreit, ist der Energieverbrauch der Erzeugungsanlage sowie Inselanlagen.

Grünstromprivileg entfällt

Die Möglichkeit der reduzierten EEG-Umlage über das "Grünstomprivileg" entfällt vollständig.

Vergütungsstopp bei negativen Strompreisen nach § 24 EEG

Der Vergütungsstopp gilt für Anlagen die ab 2016 in Betrieb gehen. Ausgenommen sind Windenergieanlagen mit weniger als 3 Megawatt Leistung und Photovoltaikanlagen mit weniger als 500 Kilowatt Leistung. Eingespeister Strom erhält keine Vergütung wenn die gehandelten Stromlieferungen am Spotmarkt in Paris an mehr als sechs aufeinanderfolgenden Stunden negativ bleiben.

Inbetriebnahme und Anlagenbegriff

Der Inbetriebnahmebegriff wurde angepasst. Vergütungsanspruch besteht ab dem Zeitpunkt an dem die Anlage erstmals ausschließlch mit erneuerbaren Energien oder Grubengas in Betrieb genommen wurde.

Eintragung in ein Anlagenregister

Jede Anlage muss künftig in einem Anlagenregister von der Bundesnetzagentur mit Standort, Energieträger, Netzanschluss etc. aufgenommen und gemeldet werden.

Weitere Informationen finden Sie in der Gesetzesfassung des EEG 2014.