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E-Kennzeichen

 

Beschreibung
Das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) erlaubt, elektrisch betriebene Fahrzeuge zu bevorrechtigen.
Auf Antrag können diese Fahrzeuge seit 26.09.2015 mit einem sog. E-Kennzeichen versehen werden. Dieses Kennzeichen ist so wie das bisherige Kraftfahrzeugkennzeichen aufgebaut. Es unterscheidet sich lediglich darin, dass hinter der letzten Ziffer der Erkennungsnummer der Buchstabe "E" steht.


Benötigte Unterlagen

  • bei Privatpersonen: Gültiger Personalausweis oder Reisepass im Original mit Meldebescheinigung
  • bei Firmen: Handelsregisterauszug (nur bei Gesellschaften), Gewerbeanmeldung, Vollmacht sowie gültiger Ausweis/Pass des Vertretungsberechtigten im Original
  • bei Vereinen: Vereinsregisterauszug, Vollmacht und gültiger Personalausweis/Reisepass des Vertretungsberechtigten im Original
  • zusätzlich bei Erledigung durch Dritte: Vollmacht sowie gültiger Personalausweis/Reisepass des Vollmachtgebers und des Bevollmächtigten im Original
  • Zulassungsbescheinigung Teil I
  • Zulassungsbescheinigung Teil II
  • Übereinstimmungsbescheinigung (CoC-Bescheinigung) oder
  • Betriebsanleitung des Fahrzeugs
  • SEPA-LASTSCHRIFTMANDAT (Mandat des Steuerzahlers zur Abbuchung der KFZ-Steuer)

Bei Neuzulassung und Umschreibung eines Fahrzeugs benötigen Sie zusätzlich die für diese Vorgänge erforderlichen Unterlagen.


Formulare/Links


Hinweise
Unter einem "elektrisch betriebenen Fahrzeug" im Sinne des EmoG definiert der Gesetzgeber

  • ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug (§ 2 Nr. 2 EmoG)
  • ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug - Plug-In-Hybrid (§ 2 Nr. 3 EmoG) oder
  • ein Brennstoffzellenfahrzeug (§ 2 Nr. 4 EmoG)


Folgende Fahrzeugklassen sind bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen zum Führen eines E-Kennzeichens berechtigt

  • Klasse M1 (PKW)
  • Klasse N1 (LKW bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse)
  • Klasse L3e und Klasse L4e (Kräder mit einer Höchstgeschwindigkeit > als 45 km/h)
  • Klasse L5e (Dreirädrige Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit > als 45 km/h)
  • Klasse L7e (4rädr.Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse bis  400 oder 550 kg


Privilegierungen auf Grund der Zuteilung eines „E“-Kennzeichen (sofern durch die Straßenverkehrsbehörden der einzelnen Kommunen geregelt) sind:

  • Nutzung von Parkplätzen direkt an Ladesäulen
  • Nutzung eigens gekennzeichneter kostenfreier Parkplätze
  • Befreiungen von Zu- und Durchfahrtsbeschränkungen
  • Nutzung von einzelnen Busspuren für Fahrzeuge mit „E“-Kennzeichen


Die Fahrzeugzulassung oben genannter Fahrzeuge betreffend ist in allen Fällen, das SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der Kfz-Steuer bei der Zulassungsbehörde in ausgefüllter Form vorzulegen, da ausschließlich reine Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge befristet für Dauer von fünf, bzw. zehn Jahren vom Einzug der Kfz-Steuer befreit sind. Nach Ablauf dieser Steuerbefreiung ermäßigt sich die zu zahlende Kfz-Steuer um 50 Prozent. Plug-In-Hybridfahrzeuge, die neben einem Elektromotor auch durch einen Verbrennungsmotor angetrieben werden, gelten nicht als Elektrofahrzeuge im Sinne des Kraftfahrzeugsteuergesetzes. Diese Fahrzeuge sind nicht steuerbegünstigt. Weitergehende diesbezügliche Informationen erhalten Sie von dem für Sie zuständigen Hauptzollamt.

Fahrzeuge aus anderen Staaten können die Zuteilung einer „E“-Plakette beantragen. Dass das ausländische Fahrzeug die Voraussetzungen nach dem Elektromobilitätsgesetz erfüllt, ist entweder durch die Zulassungsbescheinigung Teil I und/oder durch die EG-Übereinstimmungsbescheinigung nachzuweisen.

 

Bild E-Plakette

Für diese Plakette wird eine Gebühr von 11,00 EUR erhoben. Sie ist gut sichtbar am Heck des Fahrzeugs anzubringen.


Gebühren
Die Grundgebühr richtet sich nach dem zugrunde liegenden Zulassungsvorgang (siehe Neuzulassung, Umkennzeichnung...).