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Friedhöfe in Ingolstadt: Südfriedhof


Foto: SüdfriedhofSie sind weitaus mehr als stumme Totenstädte, sie sind Orte der Besinnlichkeit und des Friedens, aber nicht ohne Leben: Friedhöfe haben eine große Bedeutung im religiösen und kulturellen Leben vieler Menschen; sie bieten Raum für Erholung und Kommunikation. Als grüne Inseln sind Friedhöfe aber auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere und bieten dem Städter die seltene Möglichkeit zum Kontakt mit der Natur.

Konzipiert als „Grüner Friedhof“, ist der Südfriedhof ein "Aufenthaltsraum" im Freien, der vielfältige Nutzungen zulässt. Seine Lage im Süden der Stadt ist mit Bedacht gewählt: Inmitten des zweiten Grünrings um die Kernstadt bildet er neben ehemaligen Vorwerken und Altarmen der Donau ("Lohen") das grüne Zentrum des Ingolstädter Südens.

Herzstück des am 27.09.1965 eingeweihten Südfriedhofes ist die 14 m hohe Aussegnungshalle, ein freitragendes Kreuzgewölbe aus Sichtbeton und Betonglasfenstern, das eine Fläche von 256 m² bedeckt. Jede der vier freistehenden Sichtbetonfassaden wird durch ein ellipsenförmiges Betonglasfenster gerahmt und mit der Dachhaut verbunden. Die Fenster mit einer Fläche von 150 m² wurden von dem Ingolstädter Maler und Bildhauer Erich W. Torsten gestaltet. Die Betonreliefs im Halleninneren wurden von Knut Schnurrer als Negative in die Verschalungen eingebaut und gleichzeitig mit den Wänden gegossen. Der neben der Halle stehende Glockenturm aus Stahlbeton bildet die Form eines steilen, schlanken A.


Statistisches:

Der bisherige Ausbau erfolgte stufenweise, inzwischen sind bis heute 4 Belegungsabschnitte gebaut:

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    • 1965: 1. Abschnitt 1.364 Gräber auf ca. 20.700 m²
    • 1973: 2. Abschnitt 743 Gräber auf ca. 13.800 m²
    • 1977: 3. Abschnitt 2.000 Gräber auf ca. 33.000 m²
    • 1989: 4. Abschnitt auf ca. 19.100 m²

Die bisherige Bevölkerungsentwicklung vorausgesetzt, ist die nächste Erweiterung erst im Jahr 2015 notwendig. Die derzeitige Ruhefrist beträgt mindestens 15 Jahre, danach wird die Grabstelle, die auch zu Lebzeiten erworben werden kann, neu belegt.

Die einzelnen Grabfelder liegen entweder in "geschützten" oder "ungeschützten" Abteilungen. "Geschützt" bedeutet, dass besondere Gestaltungsvorschriften gelten, z.B. die Größe des Grabmals oder ein Verzicht auf schwarze, hochglanzpolierte Steine mit Goldschrift oder auf steinerne Einfassungen.

Je nach Belegung und Bepflanzung wird unterschieden zwischen Waldabteilungen mit Einzelgräbern oder Reihen. Innerhalb einer Abteilung besteht die Wahl zwischen Einzel- und Doppelgräbern, Platten- und Urnengräbern.

Jährlich werden zum Gießen der Gräber ca. 10.000 m³ Wasser benötigt. Zu entsorgen sind 9 t anorganischer Müll und über 100 t Grünabfälle. Für eine hohe Recyclingquote werden alle Kränze, Gestecke und Schnittgut vom übrigen Abfall getrennt und kompostiert.

Kontakt:

Südfriedhof
Fauststr. 56
85051 Ingolstadt
Telefon:
0841 305-2650

Fax:
0841 305-2659

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67 Gartenamt
Auf der Höhe 54
85051 Ingolstadt
Telefon:
0841 305-1931

Fax:
0841 305-1933

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34 Standes- und Bestattungsamt
Rathausplatz 4
85049 Ingolstadt
Telefon:
0841 305-1581

Fax:
0841 305-1598

E-Mail:

Raum:
Nr. 208, Amtsleitung

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