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07.10.2017

Eine Stadt für alle

Aktionsplan Inklusion und Wanderausstellung des Sozialministeriums

Alle Menschen in unserer Stadt sollen am gemeinsamen Leben teilhaben können, so wie sie es wünschen – unabhängig davon, ob sie gehörlos oder blind sind oder andere körperliche oder geistige Einschränkungen haben. Mit diesem Ziel wurde ein kommunaler Aktionsplan für die Inklusion erstellt. Die Bestandserhebung soll zeigen, wie barrierefrei der Alltag in Ingolstadt bereits ist und welche Maßnahmen noch nötig sind, um die gleichwertige Teilnahme von Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen. „Es ist wichtig, ein Umdenken in unseren Köpfen zu erreichen, damit wir erkennen, dass die Vielfalt aller Menschen mit und ohne Behinderung unserer Gemeinschaft bereichert und dann unser Handeln so gestalten, damit eine Ausgrenzung in unserer Stadt nicht stattfindet und eine Teilhaber aller selbstverständlich ist“, erklärt Oberbürgermeister Christian Lösel.

Die Bestandserhebung für den ersten Aktionsplan der Stadt Ingolstadt erfolgte für sechs Handlungsfelder, die angelehnt an die UN-Behindertenrechtskonvention ausgewählt wurden. Im zweiten Schritt wurden die Ziele und Maßnahmen in Form von fünf Beteiligungswerkstätten mit Betroffenen, Experten und weiteren Beteiligten erarbeitet. Parallel zu den Beteiligungswerkstätten hatten alle Bürger in einer Bürgerbefragung online die Möglichkeit, der Stadt ihre Meinung zum Stand der Inklusion in Ingolstadt mitzuteilen.
Aus diesen Anregungen wurden die wichtigsten Maßnahmen ausgewählt, die auch zeitnah umgesetzt werden können, so z.B. der kontinuierliche weitere barrierefreie Ausbau der Schulen sowie die Weiterentwicklung inklusiver Kita-Konzepte und Ferienbetreuungen. Außerdem sollen das städtische Gesundheitsamt sowie einige Arztpraxen barrierefrei zugänglich gemacht werden. Das gleiche gilt auch für Grünanlagen (seniorengerechte Sitzbänke), Spielplätze (integrative Spielgeräte) und Straßen (Randsteinabsenkungen, Querungshilfen, akustische Ampelsignale, Bushaltestellen).
Der vorliegende Aktionsplan erhebt nicht den Anspruch, das Thema Inklusion in Ingolstadt umfassend und abschließend zu behandeln. Er soll vielmehr einen Beitrag zu einer gesellschaftlichen Entwicklung leisten, Signale setzen und in Ingolstadt dafür werben, sich mit dem Thema Inklusion auseinanderzusetzen.

Die Wanderausstellung „Mut zum Miteinander“ des Bayerischen Sozialministeriums zum Thema Inklusion macht im Oktober Station in Ingolstadt. Sie ist von Dienstag, 10. Oktober, bis Donnerstag, 26.Oktober, im Foyer des Landgerichts Ingolstadt, Auf der Schanz 37, zu sehen. Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr, Freitag, 8 bis 12 Uhr.
Die Ausstellung vermittelt, warum Inklusion alle angeht, wie wichtig der Abbau von Barrieren in den Köpfen ist und welche Beispiele es in Bayern für gelebte Inklusion gibt. Sie bietet ein niedrigschwelliges Informationsangebot mit interaktiven Elementen, die zum Mitmachen einladen und Inklusion erlebbar machen.
Zum Besuch der Wanderausstellung sind Bürgerinnen und Bürger jeden Alters eingeladen. Der Eintritt ist frei, für Einzelpersonen, Familien oder kleinere Gruppen bis zu fünf Personen ist keine Anmeldung erforderlich.

Schulklassen oder Gruppen sollten sich bitte im Referat Soziales, Jugend und Sport anmelden bei Barbara Plötz, Tel 0841 305-2505 oder per E-Mail: barbara.ploetz@ingolstadt.de

Die Ausstellung wird am Dienstag, 10.Oktober, um 11 Uhr, eröffnet. Gestaltet wird die Ausstellungseröffnung von Schülerinnen und Schülern des Caritas-Zentrums St. Vinzenz und der Gnadental Realschule.