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08.10.2017

Ideenwettbewerb für die Kammerspiele

15 renommierte Architekten prüfen Erweiterung am Stadttheater

„Zunächst geht es nicht darum, die beste Idee für das Gebäude zu finden, sondern vor allem um die Frage: Ist im Umfeld des bestehenden Stadttheaters ein Erweiterungsbau möglich? Und wenn ja, wo könnte dieser entstehen?“, erklärt Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle mit Blick auf den Ideenwettbewerb für die neuen Kammerspiele. Der Neubau soll später einmal das „Kleine Haus“ ersetzen. Bereits im Februar hat eine Bürgerbeteiligung zu den Kammerspielen stattgefunden, an drei Sonntagen wurden außerdem sogenannte Theatergespräche zu diesem Thema geführt. Dabei wurden die Vor- und Nachteile des Standorts jedes Mal umfassend diskutiert.

Für den neuen Theaterbau mit Foyer, Proberäumen und Werkstätten steht im Umfeld des Stadttheaters ein rund 6,8 Hektar großer Planungsumgriff zur Verfügung, der sich vom Neuen Schloss über das nördliche Donauufer bis hin zur Tränktorstraße erstreckt. Über den Ideenwettbewerb „Neubau Kammerspiele“ sollen Lage und Baumasse der neuen Spielstätte konkretisiert werden. Dieses Wettbewerbsverfahren, das von der Bayerischen Architektenkammer begleitet wird, ersetzt die vom Landesamt für Denkmalpflege geforderte Machbarkeitsstudie. Das Vorgehen der Stadt Ingolstadt, anhand von Alternativen qualitätsvolle Lösungsansätze zu suchen, wurde vom Preisgericht vollumfänglich unterstützt.

Zum Wettbewerb wurden 15 renommierte Architekten aus ganz Europa eingeladen. Die Büros haben bereits beeindruckende Kulturgebäude geplant und dementsprechend hoch sind die Erwartungen: „Ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt“, so die Stadtbaurätin. „Die komplexe Planungsaufgabe fordert eine hohe Sensibilität für den Ort und fundierte Erfahrung mit der Planung von Kulturbauten.“ Sobald die Wettbewerbsergebnisse vorliegen – die Preisrichtersitzung findet am 17. November statt – ist für Ende des Jahres eine Ausstellung mit entsprechend intensiver Bürgerbeteiligung geplant. Dabei können wichtige Aspekte, etwa der Umgang mit der historischen Stadtsilhouette diskutiert werden. Falls die Entscheidung für einen Bau der Kammerspiele im Umfeld des Stadttheaters fällt, wird im kommenden Jahr ein Realisierungswettbewerb durch die INKoBau europaweit ausgelobt. Daran können dann auch – ohne vorherige Bewerbung – die voraussichtlich sechs beim Ideenwettbewerb ausgewählten Architekturbüros teilnehmen. Das Preisgericht sowie die Fachberater werden für den Realisierungswettbewerb ebenfalls beibehalten, um die Transparenz in den Entscheidungen zu gewährleisten. Das Wettbewerbsverfahren wird noch vor der Sommerpause 2018 abgeschlossen sein.