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Begleitprogramm zur Ausstellung „Die Seele ist ein Oktopus“

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Nähere Angaben

Eintritt frei

Datum und Uhrzeit

11. Oktober 2017, 19.00 – 21.00 Uhr

Veranstaltungsort

Deutsches Medizinhistorisches Museum
Anatomiestraße 18 - 20
85049 Ingolstadt
Region IN

Veranstalter

Deutsches Medizinhistorisches Museum
Anatomiestr. 18 - 20
85049 Ingolstadt
Tel.: 08 41 / 305 -28 60
Fax: 08 41 / 305-2866
dmm@ingolstadt.de
http://www.dmm-ingolstadt.de

Beschreibung

Die Chirurgie galt bereits in der Antike als ältester Teilbereich der Medizin. In der homerischen Ilias behandeln Ärzte Verletzungen und (Kriegs-)Verwundungen. Innerhalb des Corpus Hippocraticum finden sich eine Reihe von chirurgischen Traktaten. Galen, der sich selbst als Vollender der hippokratischen Medizin sah, gab erstaunliche Proben seines chirurgischen Könnens. Gleichwohl waren die Möglichkeiten der antiken Chirurgie begrenzt. In den Heilwunderberichten über Asklepios, den wichtigsten Heilgott der Antike, spielten allerdings phantastische Operationen eine wichtige Rolle.

Der Vortrag stellt dar, wie sich die antike Chirurgie entwickelte, welche Möglichkeiten und Grenzen sie hatte, inklusive des rätselhaften „Chirurgieverbots” im Hippokratischen Eid. Parallel zur realen Chirurgie werden die spektakulären Eingriffe des Asklepios betrachtet. Einige Beispiele, so die erste überlieferte Trennung von Siamesischen Zwillingen, zeigen, dass die antike Chirurgie zu singulären Spitzenleistungen befähigt war.

Zum Referenten
Karl-Heinz Leven studierte Medizin, Geschichte, Klassische Philologie und Romanistik an den Universitäten Düsseldorf und Bonn. Seit der ärztlichen Approbation 1985 und der Promotion 1987 ist er als Medizinhistoriker am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg und an den Universitäten Düsseldorf (1987-1988) und Freiburg (1988-2009) tätig gewesen. 1993 habilitierte er sich für das Fach Geschichte der Medizin und übernahm 2009 den Erlanger Lehrstuhl für Geschichte der Medizin. Seit 2011 ist er Mitglied der Leopoldina.
Forschungsschwerpunkte: Antike und byzantinische Medizin, Medizingeschichte der Seuchen, Medizin im Nationalsozialismus, Geschichte der medizinischen Ethik und Geschichte der Medizinischen Fakultäten Erlangen und Freiburg.

Dauer 60 min., Eintritt frei
Anschließend besteht die Möglichkeit, bei einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen.
Punkte für die ärztliche Fortbildung sind bei der BLÄK beantragt.

Weitere Informationen

http://www.dmm-ingolstadt.de