Seiteninhalt

Piussee: Kein Badegewässer – Pilotversuch beendet (April 2025)

Der Piussee bleibt ein Landschaftssee und ist kein freigegebenes Badegewässer. Die Stadt Ingolstadt hat den Pilotversuch zum Badebetrieb im Frühjahr 2025 beendet. Grundlage dieser Entscheidung ist eine umfassende Auswertung der Jahre 2023 und 2024.

Der Piussee wurde ursprünglich als Teil der Landesgartenschau 2021 geplant – als gestalterisches Element im Piuspark und nicht als Badesee.

Gleichzeitig zeigte sich: Viele Besucherinnen und Besucher nutzten den See dennoch zur Abkühlung. Die Stadt reagierte darauf mit einem bewusst angelegten Pilotversuch. Ziel war es, unter realen Bedingungen zu prüfen, ob ein sicherer und rechtssicherer Badebetrieb möglich ist.

Dafür wurden unter anderem ein abgegrenzter Badebereich, Rettungseinrichtungen, Umkleiden sowie ein Sicherheits- und Informationskonzept eingerichtet. Die Wasserqualität wurde regelmäßig nach europäischen Vorgaben überprüft. Der Pilot-Badebetrieb startete 2023. Dabei zeigte sich früh, dass die Wasserqualität im Piussee nicht dauerhaft stabil genug ist, um die gesetzlichen Anforderungen zuverlässig einzuhalten.

Im Jahr 2024 konnten durch technische Anpassungen Verbesserungen erzielt werden – an etwa 70 Prozent der Sommertage war Baden möglich. Dennoch blieb der Aufwand hoch: Allein die vorgeschriebenen Wasseranalysen verursachten jährlich Kosten von rund 70.000 Euro.

Warum der Badebetrieb nicht fortgeführt wird

Die Auswertung des Pilotversuchs zeigt: Ein dauerhafter Badebetrieb ist unter den aktuellen Bedingungen nicht wirtschaftlich und nicht zuverlässig sicherzustellen. Der entscheidende Punkt liegt in den rechtlichen Anforderungen an die Wasserqualität. Für den Piussee als künstlich angelegtes, naturnahes Gewässer gelten strengere Grenzwerte als etwa für natürliche Seen. Diese Grenzwerte konnten trotz Verbesserungen nicht dauerhaft eingehalten werden.