Agrikultur in Miniatur

Bauernhof und Landtechnik im Modell und als Spielzeug

24. Juli 2005 – 31. Oktober 2005

Bauerngerätemuseum Ingolstadt

Der Bauernhof mit seinen Tieren, seinen Wägen und Maschinen zählte früher zu den beliebtesten Spielzeugen. Und er ist es, trotz großer Konkurrenz, bis heute geblieben. Mit seinen vielen beweglichen Teilen – Gebäuden, Tieren und Maschinenpark – bietet er unbegrenzte Spielmöglichkeiten, attraktiv für Buben und Mädchen gleichermaßen.

Neben der Miniatur als Spielzeug gibt es seit langem landwirtschaftliche Modelle, die anderen Zwecken dienen. Vor allem das umfassende und sich ständig erweiternde Sortiment an Geräten und Maschinen hat die Leidenschaft von Modellsammlern und Modellbauern auf sich gezogen. Unter Sammlern wie Konstrukteuren gibt es auf der einen Seite die Liebhaber moderner Technik, vor allem der Traktoren mit ihrer Hersteller- und Typenvielfalt. Auf der anderen Seite überwiegt die Leidenschaft für die traditionelle Ausstattung der Höfe, für die einfachen Handgeräte und die anfänglichen, robusten und in ihrer Funktion noch unmittelbar begreifbaren Maschinen.
Die Herstellung der Miniaturen liegt einerseits bei den Modellbaufirmen, von denen sich einige ganz auf die „Agrominiatur“ verlegt haben. Aber sie liegt auch vielfach in den Händen privater „Bastler“, die es oft zu großer Meisterschaft bringen und ganz der Faszination ihres Hobbys erliegen: die große Welt im Kleinen neu zu erschaffen.

Daneben gibt es vor allem ältere landwirtschaftliche Modelle, die nicht aus Spiel- oder Sammelfreude entstanden, sondern als Lehr- oder Verkaufsmodelle der Veranschaulichung im Unterricht oder beim Vertrieb der originalen Maschinen dienten.

Die Ausstellung zeigt die ganze Bandbreite dieser vielfältigen Aspekte einer nur scheinbar trivialen „Mini-Kultur“. Gezeigt werden Lehrmodelle des 19. Jahrhunderts aus der Hohenheimer Sammlung des Deutschen Landwirtschaftsmuseums. Historische Spielzeug-Bauernhöfe und kostbare frühe Modelle stammen vom Spielzeugmuseum Nürnberg. Aus den Eigenbeständen des Stadtmuseums Ingolstadt kommen mehrere Serien, die als „Bauernmodelle“ zusammengefasst sind, weil ihre Hersteller, vielfach aus dem bäuerlichen Milieu stammend oder damit früher beruflich in Verbindung stehend, in ihnen gewissermaßen die Zeit ihrer Kindheit und Jugend wieder suchen. Und die Ausstellung schöpft aus den Schätzen mehrerer privater Sammlungen, die sich ganz der Landtechnik und hier vor allem dem Schlepper mit seinen Anbaugeräten verschrieben haben. Den Abschluss und Höhepunkt bildet hier ein gigantischer Modell-Bauernhof, die Nachbildung eines modernen Viehhaltungs-betriebes, ausgestattet mit modernster Technik – Maßstab 1:32.

Traktor

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