Fremde auf dem Land

Fremde auf dem Land

 

27. März 2005 – 5. Juni 2005

(Bauerngerätemusem Hundszell)

Ein überraschendes Ausstellungsthema? Gilt das alte Dorf nicht als Inbegriff einer geschlossenen Gesellschaft, einer Welt, die fremden Einflüssen unzugänglich war? – Und doch gab es sie, die Fremden auf dem Lande: Wandermusikanten, Schwabenkinder, Heimatvertriebene, Hopfenzupfer, Kesselflicker und Scherenschleifer, um nur einige zu nennen.
Von diesen und anderen Wanderern zwischen zwei Welten erzählt eine gemeinsame Ausstellung der bayerischen Freilichtmuseen. Sie spannt den Bogen von den friaulischen Zieglern des 19. Jahrhunderts bis zu den polnischen Erntehelfern unserer Tage. Die Menschen kamen und kommen auf die Dörfer, um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Einheimischen waren früher nicht viel anders als heute: Die Fremden sehen anders aus, kennen sich nicht aus, sprechen eine andere Sprache und haben andere Traditionen. In diesem Sinne „stören“ sie die dörfliche Gesellschaft. Zu sehen, wie das Dorf in der Regel von diesem Zusammentreffen profitiert hat und wie in den Fällen dauerhafter Zuwanderung die Integration am Ende doch gelungen ist und bereichernd wirkte, mag manche unserer heutigen Probleme in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Eröffnung am Mittwoch, 23. März 2005, 18.00 Uhr

Bauerngerätemuseum Hundszell, Probststraße 13

Begrüßung
Alt-Oberbürgermeister Peter Schnell

Einführung
Dr. Max Böhm

Musikalische Umrahmung
Wastl Biswanger mit dem Schanzer Viergesang

Anschließend laden wir zu einem Rundgang durch die Ausstellung.

Weitere Informationen

Zurück