Zwangsarbeiter in Ingolstadt während des 2. Weltkrieges

Barackenlager in Ingolstadt

Zwangsarbeiter

5. April – 30. Oktober 2005

Zwischen 1939 und 1945 mussten allein in Ingolstadt über 4000 ausländische Frauen und Männer Zwangsarbeit leisten.
Im ganzen Stadtgebiet und in nahezu allen Arbeitsbereichen wurden Ausländer eingesetzt. Als man während des 2. Weltkrieges immer mehr junge Deutsche in die Armee einzog, wurde der Arbeitskräftemangel durch die Rekrutierung von Arbeitern im besetzten Ausland aufgefangen. Die Arbeitsbedingungen in Deutschland waren oft katastrophal und die Ausländer wurden sehr schlecht behandelt.
Mit Zwangsmaßnahmen versuchte man die notwendigen Arbeiter zu bekommen.
Durch regelrechte Menschenjagden wurden Personen aller Altersstufen vom Kleinkind bis zum Greis in ihren Heimatländern eingefangen und nach Deutschland deportiert.
Hier mussten sie oftmals Jahre ohne Kontakt zur Heimat teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten.

ZwangsarbeiterPolnischer Arbeiter auf einem Bauernhof in Hundszell
Arbeitsbuch für Ausländer, das die meisten Zwangsarbeiter erhielten

Die Ausstellung führt allgemein die Geschichte des sogenannten „Ausländereinsatzes“ vor Augen und geht auch auf das Schicksal der Ingolstädter Zwangsarbeiter ein.
Aus welchen Ländern kamen sie, wo lebten und arbeiteten sie?
Welche Arbeiten mussten sie ausführen?
Wie wurden sie versorgt?
Welchen rechtlichen Status hatten sie?
Wie konnten Sie ihre Freizeit gestalten?
Wie wurden sie behandelt?
Hörstationen mit Zeitzeugenberichten von Ingolstädtern und schriftliche Aussagen ehemaliger Zwangsarbeiter geben die Möglichkeit sich diesem Thema zu nähern.
Viele Fotos und Exponate aus Ingolstadt, aber auch aus anderen Städten und Regionen geben einen Einblick in den Alltag der Zwangsarbeiter während des 2. Weltkrieges – in Deutschland und Ingolstadt.

Abzeichen, das die polnischen Zwangsarbeiter sichtbar tragen mussten

Bastkörbchen, das ein ungarischer Zwangsarbeiter als Tauschobjekt in seiner Freizeit anfertigte

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