Ingolstädter Maler und Bildhauer im 19. und 20. Jahrhundert

Sonderschau

Ausstellungsplakat „Ingolstädter Maler und Bildhauer im 19. und 20. Jahrhundert“

18. Dezember 2009 bis 31. Januar 2010

(Stadtmuseum Ingolstadt)

Zur Neuerscheinung des Buches von Karl Heinz Steinbeißer und Angelika Koller-Jaletzky präsentiert das Stadtmuseum Ingolstadt eine Auswahl von Originalwerken Ingolstädter Künstler.

Zum Artikel des Donaukurier

Bildergalerie

Blick in die Ausstellung „Ingolstädter Maler und Bildhauer“ Blick in die Ausstellung „Ingolstädter Maler und Bildhauer“ Blick in die Ausstellung „Ingolstädter Maler und Bildhauer“ Blick in die Ausstellung „Ingolstädter Maler und Bildhauer“ Blick in die Ausstellung „Ingolstädter Maler und Bildhauer“
Blick in die Ausstellung „Ingolstädter Maler und Bildhauer“ Blick in die Ausstellung „Ingolstädter Maler und Bildhauer“

Franz Goß (1871 – 1944)

  • 15.04.1871 geboren in Salzburg als Sohn des bayerischen Bahninspektors Jakob Goß und seiner Ehefrau Maria, geb. Bergmann
  • 1884 laut den Münchner Meldeunterlagen von Nördlingen zugezogen, wegen Versetzung des Vaters, der Vorstand am Ostbahnhof wurde
  • 1889 – 1891 mit Unterbrechungen gemeldet in Stadtamhof (Regensburg)
Gemälde von Franz Goß
  • 1892 – 1914 selbstständiger Kunstmaler zunächst in Stadtamhof (Regensburg), dann in Steinweg (Regensburg)
  • 01.12.1906 gemeldet als Kunstmaler beim Bildhauer Loibl in Stadtamhof (Regensburg)
  • 15.04.1909 Heirat in Steinweg (Regensburg) mit Karolina Rami
  • 1909 Tätigkeit als Kirchenmaler, in der Pfarrkirche Obertraubling dokumentiert
  • 02.03.1911 Gewährung des Heimatrechts in Steinweg (Regensburg)
  • 1914 – 1916 Kriegsdienst
  • 17.08.1916 Zuzug „aus dem Felde“ nach Ingolstadt. Beruf: Kunstmaler
  • 27.06.1944 gestorben in Ingolstadt

Gustav Schröpler (1830 – 1901)

  • 12.04.1830 geboren in Lobositz, Bezirk Leitmeritz/Böhmen, als Sohn des Tischlers Johann Andreas Schröpler (Schräpler) und dessen Ehefrau Josefa, geb. Mann

Über Art und Weise der künstlerischen Ausbildung ist bisher nichts bekannt

  • 1848 – 1855 beschäftigt als Zeichner beim Medauischen Verlag (C. W. Medau & Comp.) in Leitmeritz. Der Zeitraum ergibt sich aus der Datierung von Schröplers Zeichnungen
Gemälde von Gustav Schröpler
  • 02.06.1856 Heirat in Plan/Eger mit Maria Magdalena Stahl, Tochter des dortigen Bräumeisters Felix Stahl und dessen Ehefrau Karolina, geb. Benda
  • 1861 Zuzug nach Ingolstadt, wo er bis zuletzt als Kunstmaler tätig war
  • 1868 Zeichnen der Altmühltal-Ansichten für die Illustration des Buches von Karl Kugler „Altmülalp“, erschienen bei Krüll, Ingolstadt
  • 1870/71 Porträtstudien in Kohle, Bleistift und teils Lithografie der französischen Kriegsgefangenen in Ingolstadt
  • 1874 Eröffnung eines „Geschäftslokals“ im neuen Stadttheater am Rathausplatz, wo er neben Spiegeln, Goldrahmen und Malbedarf auch seine Bilder und Dienste als Kunstmaler anbot
  • 1878 Erwerb des Bürgerrechts in Ingolstadt
  • Ingolstädter Adressbücher nennen folgende Wohnanschriften
    Schröplers:
    • 1881: Hs Nr. 222 (Griesmühlstr. 10)
    • 1886 – 1892: Hs.Nr. 500 1/5 (Am Bachl 15)
    • 1896: Schulgasse 47
    • 1901: Hl.-Geist-Spital
  • 23.08.1897 Tod der Ehefrau Maria Magdalena in Ingolstadt
  • 24.09.1901 gestorben in Ingolstadt als „Pfründner“ (Bewohner der sich im Altenheim eingekauft hat) im Hl.-Geist-Spital
  • 1933 wurde im Südostviertel der Stadt eine Straße nach ihm benannt

Karl August Tinti (1876 – 1933)

  • 08.05.1876 in Kehl am Rhein geboren und aufgewachsen als Sohn des Buchdruckers Karl August Tinti und dessen Ehefrau Sophie, geb. Butz
  • Studium am Technikum und an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Straßburg
  • Übersiedlung nach Hamburg als Architekt bei der Firma Lorenz & Stehn
Gemälde von Karl August Tinti
  • Aufnahme in den Hamburger Architektenverband wegen seiner viel beachteten städtebaulichen Entwürfe wie z. B. für die Umgestaltung des Zeughausplatzes, des Jungfernstiegs und des Stephansplatzes sowie des Baus der St.-Georgs-Kirche
  • 1902 Heirat in Hamburg mit Jenny Müller
  • 1911 Beginn mit dem Malen neben der Arbeit als Architekt
  • August 1915 zugezogen nach Ingolstadt als leitender Architekt bei der Baufirma Albert Uhlmann
  • Wohnung in der Münchener Straße 81; ab 1923 in der Magazinstraße 4 (jetzt Am Pulverl)
  • 1923 Beteiligung an der Münchner Kunstausstellung im Glaspalast mit zwei Bildern
  • 1926 arbeitslos wegen Konkurs seines Arbeitgebers durch die Wirtschaftskrise
  • Danach hauptberuflich als freischaffender Maler in Ingolstadt tätig
    Mitglied im Kunstverein Ingolstadt und Teilnahme an dessen Ausstellungen
    Mitglied im Münchner Künstlerverband „Die Juryfreien“
    Teilnahme an mehrerenAusstellungen im Glaspalast und in der Galerie Goltz in München
  • 1929 Italienreise
  • 24.12.1933 am Heiligen Abend als Radfahrer bei einem Verkehrsunfall an der Kreuzung bei der St.-Anton-Kirche in Ingolstadt tödlich verletzt
  • 1960 Gedächtnisausstellung Karl August Tinti in der Berufsschule Ingolstadt

Das Begleitbuch zur Ausstellung ist in unserem Online-Shop erhältlich.

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