Meisterwerke in SerieKunst und Handwerk einer Residenzstadt |
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28. Februar 2010 – 12. September 2010(Stadtmuseum Ingolstadt) Herzogliche Hafner 1310, vor 700 Jahren, wurde Ingolstadt erstmals für wenige Jahre Haupt- und Residenzstadt eines bayerischen Teilherzogtums. 1392 erhielt die Stadt dauerhaft den Rang einer Haupt- und Residenzstadt Die Ausstellung veranschaulicht die glanzvollste Epoche der Stadt am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Damals bekam Ingolstadt mit den Großbauten Münster, Neuem Schloss und Hoher Schule ihr unverwechselbares Gepräge. |
Anlass der Ausstellung sind die in Süddeutschland einmaligen archäologischen Funde, die bei Ausgrabungen in der Konviktstraße im Jahr 2005 entdeckt wurden. Ende des 15. Jahrhunderts befand sich hier, in unmittelbarer Nähe der Münsterbaustelle, eine hochspezialisierte Keramikwerkstatt, die offensichtlich für die Ausstattung der Herzogsschlösser, des Münsters und der Universität zahlreiche Bildwerke produziert hat. Eine zweite Hafnerei, die 2002 in der Harderstraße ausgegraben wurde, arbeitete nachweislich im Auftrag Herzog Ludwigs des Gebarteten. Ein 2005 untersuchter Töpferofen zeigt, dass die Künstler der damaligen Hauptstadt am technischen Fortschritt in Italien teilhatten. So konnten sie auf hohem Niveau und zugleich in großen Mengen produzieren. In Zusammenarbeit mit dem Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim wird der Ofen während der Ausstellung in mehreren Schritten teilrekonstruiert. Gezeigt werden auch zeitgenössische Architekturfragmente, vor allem des Münsters. | ![]() |
Herzogliche Schreiber Wertvollste Leihgabe ist die Heidelberger Prunkhandschrift Codex Palatinus germanicus 148, die wegen ihrer Verwandtschaft mit der Ottheinrich-Bibel der Bibliothek Ludwigs des Gebarteten zugeschrieben wird. Sie ist in den ersten Monaten der Ausstellung zu sehen. Von ihr ausgehend wird die Entwicklung Ingolstadts zur Führenden „Bücherstadt“ Bayerns mit erstklassigen Druckereien dargestellt. | ![]() |
![]() | Von der Handschrift zum Buchdruck Bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts wurden Texte mühevoll von Schreibern in Skriptorien angefertigt. Der Mainzer Goldschmied und Patrizier Johannes Gensfleisch zur Laden, genannt Gutenberg, wollte nun Handschriften auf mechanischem Wege schaffen. Vorstufen für diese Erfindung gab es schon früher, so wurden Münzen bereits im Altertum geschlagen, Stoffe seit dem frühen Mittelalter bedruckt, und seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts sind Holzschnitte mit Inschriften bekannt. |
![]() | Gutenberg entwickelte den Guss von Einzelbuchstaben, die man nach Belieben zu verschiedenen Texten oder auch für die Herstellung eines Schriftstückes „in Serie“ verwenden konnte. Diese Lettern aus Metall hielten im Gegensatz zu den Holztafeln, die man für die Holzschnitte verwendete, einem wiederholten Gebrauch gut stand. Damit gelang Gutenberg eine der größten und folgenreichsten kulturgeschichtlichen Leistungen. |
Rahmenprogramm Regelmäßige Führungen |
![]() | ![]() | In Zusammenarbeit mit: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Ingolstadt |
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