„The Song of Taliesin“ in der kongenialen Verbildlichung von Ernst Arnold Bauer geleitet in eine Sphäre, wo Wirkliches und Mythisches sich wunderbar verweben.
Wirklich und mythisch zugleich ist Taliesin. Der im sechsten Jahrhundert historisch bezeugte walisische Barde wurde im Lauf des Mittelalters zum Archetyp des göttlich inspirierten, magiebegabten, allwissenden Dichters mythifiziert. Von ihm und zu ihm ist eine Vielzahl von Dichtungen überliefert.
Sie präsentieren Taliesin als die von Anbeginn der Zeit existierende, ihre Gestalt aber stets wandelnde Verkörperung des Weltwissens. Sie prophezeien seinem Dichterwort eine die Zeiten überdauernde Wirkmächtigkeit. Faszination durch Taliesins Wortkunst animiert Ernst Arnold Bauers Bildkunst.
Aus alter Wortmagie kreiert er neuen Bildzauber. Mit für ihn typischen Kunstmitteln schafft er bezaubernde Bildwelten. Im farbigen Bild der Druckgraphik und in der schwarzweißen Kalligraphie der Dichtung verlebendigt er zauberhaft mythische Ausformungen existenzieller Bedürfnisse und Befindlichkeiten des Menschen. Durch seine kunstvolle Vergegenwärtigung mit Medien aus unterschiedlichen Epochen bringt er den zeitlosen Stoff zum magischen Schweben zwischen den Zeiten.
Erleben Sie den imaginativen Zauber von Ernst Arnold Bauers „The Song of Taliesin“. |