Nachlass und Marieluise-Fleißer-Dokumentation
Der Nachlass im Stadtarchiv umfaßt ca. 15 laufende Regalmeter Aktenordner, Bücher, Fotos und Plakate mit den Fassungen der Bühnenstücke von Marieluise Fleißer. Der umfangreichste Teil des Nachlasses besteht aus der Sammlung einiger hundert Briefe, die Marieluise Fleißer seit 1926 schrieb oder die sie als Adressatin bekam. Da finden sich die Namen einiger bedeutender Zeitgenossen aus Literatur und Kunst, wie z. B. Bertolt Brecht, Günter Eich, Helene Weigel, Therese Giehse und viele andere. 1996 konnten diese Dokumente aus dem Nachlass einer Fleißer-Schwester nochmal erheblich erweitert werden, u. a. gelangten erstmals auch Kleider und Möbelstücke der Dichterin ins Archiv.
Seit ca. 1980 gibt es die bereits über 2000 Nummern umfassende Fleißer-Dokumentation, in der seit dem Tod der Schriftstellerin alle Zeitungsartikel, Theaterprogramme, Bücher und andere Zeugnisse zu ihrem Leben und Werk gesammelt werden. Das Erbe der Dichterin zu bewahren und mit neuen Informationen zu ergänzen, wurde im Stadtarchiv Ingolstadt schon immer als Verpflichtung gesehen. Jahr für Jahr gelangen etwa 50 Briefe mit detaillierten Anfragen zu Leben und Werk der Ingolstädter Schriftstellerin ins Stadtarchiv. Darüber hinaus nutzen Schüler, Studenten, Doktoranden sowie Schauspieler, Regisseure und Dramaturgen aus ganz Europa die Gelegenheit, die Sammlung im Marieluise-Fleißer-Archiv persönlich zu studieren. Aber auch an der Atmosphäre und an den in der Dichtung Marieluise Fleißers beschriebenen „Schauplätzen“ der Stadt Ingolstadt sind viele Besucher interessiert.
Inzwischen wird die schon begonnene Registrierung des Fleißer-Materials mit Hilfe der Datenbank Asksam vorangetrieben. Eine Mikroverfilmung der wertvollen Originaldokumente und die Überspielung auf CD-ROM liegt vor.
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