Dampfmaschinen

Dampfmaschinen

Eine Besonderheit des Blechspielzeuges und direkt verknüpft mit dem technischen Fortschritt des 19. Jahrhunderts sind die Dampfmaschinen, die losgelöst von pädagogischem Impetus, sich der Bewegung an sich bzw. ihrer technischen Umsetzung widmen. Es handelt sich dabei durchwegs um Nachbildungen der großen Originale.

Puppenküchen

Ein eigener Bereich, auch durch die Erziehung streng getrennt, sind Puppen, Puppenküchen und eigene Puppenherde, frühe Beispiele der Firma Märklin. Sie zeigen den angehenden Hausfrauen den haushaltstechnischen Standard. Die Mädchen sollen sich auf ihre künftige Rolle vorbereiten, getreu dem Motto der Puppenmutter Liese: „Darum gilt für Dich mein Kinde, Üb´ in Kochkunst Dich geschwind, und lerne schön beizeiten: Gutes Essen zubereiten!“
Ein Puppenladen aus der Zeit um 1900 bereichert den „romantischen“ Bereich: Er lässt eine nostalgische Welt von Kaufläden wiedererstehen mit all ihren Schubladen, großen und kleinen Gläsern, allerlei Waren auf dem Ladentisch sowie einer alten Registrierkasse. In den Puppenbereich gehört auch die mechanisch zu bewegende Nähmaschine.

Puppenküchen

Feuerwehrfahrzeug

Motorradfahrer

Blechspielzeug Verkehr

Im Bereich der Automobile geht der Trend nicht so sehr in Richtung Nachbildung sondern Nachempfinden.
Der Antrieb erfolgte meist mittels Uhrwerkantrieb, manche mit Dampfantrieb. Automobile hatten seit der Jahrhundertwende zunehmenden Absatz gefunden, führend waren Firmen wie Bing, Carette, Märklin oder Ernst Paul Lehmann. In dieses Umfeld gehören die Feuerwehrfahrzeuge und die Fahrzeuge des Nahverkehrs. Letztere sind unentbehrliches Vehikel für die arbeitende Bevölkerung: Hoch-, Schnell-, Untergrund- oder Straßenbahnnetze entstanden, prägten vor allem die Großstädte bis zum Zweiten Weltkrieg. Das Kindermuseum zeigt Beispiele der Nachkriegszeit von den Firmen Bing, Schuco, Märklin und Corgy Toys.

Eisenbahn

Die Eisenbahnen und ihr Zubehör sind die Könige im Spielzeugland, sie waren und sind am beliebtesten und am weitesten verbreitet. Kaum einer kann sich der Faszination entziehen, die das „technische Gerät Eisenbahn“ hervorruft. Es ist ein Synonym für „Reisen und Mobilität“. Seit der Einführung des großen Originals gibt es dessen Spielzeugvariante, seit der Jahrhundertwende dominiert sie vor allen anderen Gattungen. Die Spielwarenhersteller produzieren vor allem Eisenbahnen, das Sortiment des technischen Spielzeugs reduziert sich auf Dampfmaschinen und Metallbaukästen. Die Firmen Märklin und Bing beherrschten den Markt bis zum Zweiten Weltkrieg. Der Wunsch nach einer Systembahn, d.h. normierter Spurweiten einigte die Hersteller dahingehend, dass sie dem von Märklin vorgeschlagenen System fester Spuren folgten, die mit den Ziffern 0 bis 4 bezeichnet wurden.
Im Spielzeugmuseum ist eine Tin-plate-Anlage aus den 30er Jahren in der Spur 0 zu sehen. Sie gehört zu den seltenen Anlagen ihrer Art und zeigt in ihrer Mitte den Stuttgarter Bahnhof.
Die Anlage wird von den Museumsmitarbeitern Herrn Wittig und Herrn Bopp betreut und jeden 1. und 3. Sonntag von September bis Mai von 13.30 – 16.30 Uhr im Fahrbetrieb gezeigt. In den Sommermonaten Juni/Juli/August finden keine Vorführungen statt.

Weitere Informationen:

Eisenbahnen
Marionetten

Marionettentheater

Das Puppentheater entwickelte sich in europäischen und außereuropäischen Kulturen. Außer der religiösen Form des Puppentheaters gedieh vielerorts auch das Volkstheater. In Indien war sein Hauptheld schon lange vor unserer Zeitrechnung Vidúšaka, der für das Urbild der späteren Volkshelden in aller Welt gehalten wird, mitsamt unserem Kasperle. Eine alte Tradition mit vielen spezifischen Arten von Puppen und Puppentheatern haben zahlreiche Länder in Asien. In Europa, vor allem in Mitteleuropa, wurde das Marionettentheater sehr beliebt, das von den Wandertruppen seit dem 16. Jahrhundert aufgeführt wurde. Es wurden vor allem Stücke aus dem Schauspiel-Repertoire gespielt. Das Interesse fürs Marionettentheater unter den Angehörigen der oberen Schichten führte in Europa zur Gründung einiger berühmter Theater (Josef Schmidt, München; Ivo Puhonny, Baden-Baden; Richard Teschner, Wien; TOONE Brüssel; Vittorio Podrecca, Teatro dei Piccoli; Anton Aicher, Salzburg).

Die Tradition des wandernden Puppentheaters reicht in Böhmen bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück. Zuerst zogen Puppentheater-Gesellschaften aus deutschen Landen und Italien von Dorf zu Dorf. Ihr Repertoire setzte sich aus dramatischen Stoffen zusammen, die ursprünglich für lebende Schauspieler geschrieben wurden. Zu den ältesten und beliebtesten Stücken gehörten „Doktor Faustus“ und „Don Juan.“ Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist der Besuch von Marionettentheatern in der Stadt und auf dem Land zum festen Bestandteil von Jahrmärkten und Volksfesten geworden.

Weberhaus

Das Kindermuseum zeigt auch Beispiele für Wohnverhältnisse der Kinder im Zeitraum von 1890 bis 1950. Das sogenannte Weberhaus dokumentiert die sozialen Bedingungen einer Weberfamilie ohne Romantik und Idealisierung. Die in dieser Zeit verbreiteten Puppenstuben zeigen in der Regel bürgerliche Wohnverhältnisse.

Weberhaus
Puppenstube

Puppenstube

Ein eigener Bereich, auch durch die Erziehung streng getrennt, sind Puppen, Puppenküchen und eigene Puppenherde. Sie zeigen den angehenden Hausfrauen den haushaltstechnischen Standard. Die Mädchen sollen sich auf ihre künftige Rolle vorbereiten, getreu dem Motto der Puppenmutter Liese: „Darum gilt für Dich mein Kinde, Üb´ in Kochkunst Dich geschwind, und lerne schön beizeiten: Gutes Essen zubereiten!“

Puppenladen

Ein Puppenladen aus der Zeit um 1900 bereichert den „romantischen“ Bereich: Er lässt eine nostalgische Welt von Kaufläden wiedererstehen mit all ihren Schubladen, großen und kleinen Gläsern, allerlei Waren auf dem Ladentisch sowie einer alten Registrierkasse. In den Puppenbereich gehört auch die mechanisch zu bewegende Nähmaschine.

Ein Kuriosum stellt der Kaufladen aus der ehemaligen DDR im typischen Dekor der 50er Jahre dar.

Puppenladen
Puppe

Puppe

Die Puppe war und ist das Spiegelbild der jeweiligen Kultur. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stellte sie eine erwachsene Person – vor dem Jahr 1800 eine vornehme Persönlichkeit dar. Von 1800 bis 1900 schlüpfte die Puppe sogar in die Rolle einer bürgerlichen Hausfrau. Ende des 19. Jahrhunderts war sie eine besondere Zeitzeugin als Stellvertreterin der gesellschaftsfähigen Frau. Mit ihrer Hilfe konnte man die Töchter zu rollenkonformem Verhalten erziehen.

Der Einfluß von Druckmedien und Fernsehen auf das Spielverhalten lässt sich besonders am Beispiel der Familie Mecki und des Sandmännchens ermessen.

Familie MeckiSandmännchen

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