Ingolstädter Bernstein-Collier Kleines Sandtnermodell (Stadtmodell) Schimmel des Schwedenkönigs Gustav Adolf

Ingolstadt – das ist weit mehr als nur Autos und Erdöl. Der Donauraum um Ingolstadt zählt zu den reichsten archäologischen Fundlandschaften Mitteleuropas. Die Stadt ist von ihrer Vergangenheit als mittelalterliche Residenzstadt und bayerische Landesfestung geprägt. Die bayerische Landesuniversität versammelte hier weltberühmte Gelehrte.

Das Ingolstädter Bernstein-Collier aus der Bronzezeit, einer der bedeutendsten Bernsteinfunde Alteuropas, ein Miniaturmodell aus dem Jahr 1571, das seine Betrachter noch heute in die Stadt des Spätmittelalters zurück versetzt und der Schimmel des Schwedenkönigs Gustav Adolf, die berühmte Siegtrophäe der Ingolstädter aus dem 30-jährigen Krieg, sind nur einige der zahlreichen hochrangigen Exponate, die im Stadtmuseum zu sehen sind.

Das Stadtmuseum befindet sich im Kavalier Hepp, einem weitläufigen Festungsbau von 1838/43. Schon das Gebäude ist Dokument der Geschichte der Stadt, es ist Teil der 1828 grundgelegten bayerischen Landesfestung. Alle stadtgeschichtlich relevanten Institutionen (Stadtarchiv, Wissenschaftliche Bibliothek und Stadtmuseum) sind hier untergebracht.

 
Lageplan des Erdgeschosses des Kavalier Hepp (Großansicht)   Lageplan des Obergeschosses des Kavalier Hepp (Großansicht)
Kavalier Hepp

Stadtgeschichtliche Abteilung

Das Stadtmuseum Ingolstadt ist ein stadtgeschichtliches Museum mit einer ur- und frühgeschichtlichen Abteilung. Dank ihrer mittelalterlichen und nachmittelalterlichen Geschichte als Residenzstadt und Sitz der bayerischen Landesuniversität kommt der im Stadtmuseum dokumentierten Stadtgeschichte überörtliche Bedeutung zu.

Ingolstadt im Mittelalter

Ingolstadt im Mittelalter

Im Mittelalter erlebte Ingolstadt seine bislang glanzvollste Zeit. Das alte Königsgut wurde unter den Wittelsbachern zur Stadt ausgebaut und erhielt als Residenz eines bayerischen Herzogtums sein heutiges, unverwechselbares Gepräge. Die Räume 9 bis 15 berichten von dieser Blütezeit, von fürstlicher Repräsentation und Bürgerstolz, von Kunstsinn und tiefer Religiosität.

Die Universität Ingolstadt

Die Gründung der Bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt 1472 trug den Ruf Ingolstadts hinaus in die Welt. Zahlreiche bedeutende Gelehrte der Theologie, Philosophie, Medizin, Astronomie etc. unterrichteten an der „Hohen Schule“, allen voran Dr. Johannes Eck, der bedeutendste Gegenspieler Martin Luthers. Das Museum zeigt in den Räumen 16 bis 22 vieles von dem, was von der berühmten Hochschule außer ihren ehemaligen Gebäuden in Ingolstadt geblieben ist.

Wappen
Der Schwedenschimmel

Die Festung Ingolstadt

Noch heute nennen sich die Ingolstädter „Schanzer“ und bekunden damit, dass sie sich ihrer Vergangenheit als Festungsbauer und -bewohner wohl bewusst sind. Viele Bauten von architektonisch herausragender Qualität erinnern noch heute daran, dass Ingolstadt einst den Schweden trotzte und auch manch andere Gefahren überstand. Das Glanzstück des Museums ist das Pferd des berühmtem Schwedenkönigs Gustav Adolf, den eine Kugel der Ingolstädter nur knapp verfehlte. Die Räume 11, 13, 17 und 29 führen 600 Jahre Festungsbaukunst in Ingolstadt anschaulich vor Augen, von der ersten Herzogsburg des 13. Jahrhunderts bis zur letzten Zuflucht der Bayerischen Könige, die Leo von Klenze entwarf.

Zeitgeschichte

Als Abschluss des Jubiläumsjahres 2006 erfolgt am 17. Dezember im Stadtmuseum Ingolstadt die Eröffnung der neuen Abteilung Zeitgeschichte.
Der Begriff „Zeitgeschichte“ wurde bei der Gestaltung der Abteilung ganz bewusst sehr weit gefasst und beginnt bereits mit dem Jahr 1800, als die bayerische Landesuniversität nach Landshut verlegt und die Festung infolge der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Frankreich geschleift wurde.
Dem Besucher wird dabei anhand aussagekräftiger Exponate und unterstützt durch informative Texte, Fotos und Filme die zum Teil sehr rasante Entwicklung der Stadt von ihrem absoluten Tiefpunkt im Jahr 1800 bis heute vor Augen geführt.

Abteilung Zeitgeschichte

Bildergalerie

Barocksaal Barocksaal Der Schwedenschimmel
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