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Stadtarchäologie Ingolstadt
Gehobene Ansprüche seit Jahrhunderten
Ausgrabungen am Rathausplatz 2005

 

Architekturteile abgebrochener Bauten am Rathausplatz

Foto: Gerd Welker
Südlich des Alten Rathauses wurden zwei Brunnenfundamente ausgegraben. Das ältere gehörte zum barocken Moritzbrunnen, der im 19. Jh. durch den nach Westen gerückten und verkleinerten Ludwigsbrunnen ersetzt wurde.
Moritzbrunnen. Foto: Kurt Scheuerer
Das Fundament des Ludwigsbrunnens bestand aus alten Architekturteilen, darunter Fragmente des Moritzbrunnens (Wasserbecken und Säule) und ein Quader aus Jurakalkstein mit erhabenen Lilien als Ziermotiven an drei Seiten. Die vierte Seite war nachträglich abgearbeitet worden und trug ursprünglich wohl ebenfalls eine Lilie. Seine Unterseite zeigt, dass der Quader einst auf einem Fundament aufsaß.
 
Foto: Gerd Welker
Auch 2004 war ein aufwändig gestalteter Kalkstein in sekundärer Lage in den Fundamenten der östlichen Randbebauung des Platzes entdeckt worden. Er war Teil eines spätgotischen Gewändes und hat, wie möglicherweise auch der „Lilienstein“, zu einem repräsentativen Portal gehört. Der „Lilienstein“ könnte aber ebenso gut Teil eines bislang unbekannten Brunnens gewesen sein.
Die beiden Steine verdeutlichen die gehobenen Ansprüche, die die Bebauung dieses zentralen Platzes im ausgehenden Mittelalter erfüllte.
 
Der Rathausplatz mit dem spätmittelalterlich-renaissancezeitlichen Brunnen:
Foto: Kurt Scheuerer
Kleines Sandtnermodell von 1571
Foto: Kurt Scheuerer
Großes Sandtnermodell von 1572/73
 
Foto: Stadtarchiv
Platz und Ludwigsbrunnen um 1940
 

Text: Dr. Gerd Riedel, 2005. Fotos: Stadtarchiv, Gerd Welker und Kurt Scheuerer


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