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Stadtmuseum Ingolstadt - Kleine Sonderschau
Keramik aus China und Japan

 

Keramik aus China und Japan

Gezeigt wurden 1993 antike Stücke und gute moderne Nachahmungen.
Siehe: Keramik aus China - Keramik aus Japan

 

Seit Konfuzius, um 500 v.Chr., ist in China die Tugend der Ehrerbietung, das Hochhalten des Ererbten, und damit die Verehrung der Ahnen einer der wesentlichen kulturellen Werte.
Dies wirkt sich auch im Verständnis von Handwerk und Kunst aus: Man ehrt den alten Meister, indem man zunächst sein Werk exakt kopiert; erst dann entwickelt der Künstler eigenständige Formen.
Dies hat im fernen Osten immer wieder dazu geführt, daß alte Keramikformen und -Techniken nachvollzogen wurden, jedoch immer mit der eigenen Werks-Signatur.
Auch heute werden vor allem in China Kopien alter Meisterwerke für den Handel mit dem Westen in vielen Manufakturen in Handarbeit hergestellt. Man kann sich derzeit ohne große Kosten eine Sammlung von chinesischer Keramik zulegen, welche durchaus künstlerischen und auch historischen Ansprüchen genügt.

Das Anliegen dieser Sonderausstellung im Stadtmuseum Ingolstadt ist es nun zum einen, dem Besucher eine Einführung in heute erhältliche asiatische Keramikformen zu bieten, seine Kenntnis zu erweitern und auch - und das in erster Linie - sein Auge zu schärfen, um zwischen Kunst und Kitsch unterscheiden zu können. Um dies zu erreichen, wird sowohl alte als auch gute neue Keramik zusammen gezeigt.
Alle ausgestellten Stücke stammen aus Privatbesitz.

Ingolstädter Künstler

Ein zweiter Schwerpunkt dieser kleinen Ausstellung war zwei Künstlern aus der Ingolstädter Region gewidmet, welche Keramik in chinesischer und japanischer Art geschaffen haben.
Pius Eichlinger aus Ingolstadt hat seit Jahren mit verlaufenden Farbglasuren gearbeitet und ist damit ganz unabhängig von chinesischen Vorbildern zu ähnlichen Formen und Farben gekommen, wie sie schon im China der Sung-Zeit um 1000 n.Chr. geschaffen worden sind.
In Japan wurde - in Verbindung mit Zen - bei der Einführung der Tee-Zeremonie die Raku-Ware, eine bei niedriger Temperatur gebrannte, absichtlich grobe und scheinbar nicht perfekte Keramik geschaffen. Hans Dollinger aus Rohrbach arbeitet seit Jahren in dieser Technik und hat neben eigenständigen Kunstwerken auch einige Raku-Teeschalen nach klassischem Muster geformt.

Kurt Scheuerer, Ingolstadt 1993


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