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Museumspädagogik - Beispiele und Erfahrungen
Schleifen einer Nadel

 
Im Kragenumschlag eines ärmellosen Umhangs eines spätbronzezeitlichen Grabes (Ende 2. Jt. v.Chr.) in Norddeutschland fand man eine Holznadel. Fibeln oder gar Knöpfe waren damals noch unbekannt.

Foto: Kurt Scheuerer
Knochennadel im mittelbronzeitlichen Mantel von KS

Museumspädagogische Aktion:

Im Baustoffhandel kann man kleine Quader aus Granit oder sonstigem harten Gestein erwerben. Diese eigenen sich zum Schleifen von Eisen, Knochen und Holz.
Einen Holzspan kann man von Kamin- oder auch Anzündholz abspalten. Er sollte soweit verkleinert werden, dass er rund geschliffen werden kann.
Die Nadel sollte an einem Ende allmählich immer dünner werden.
Den Kopf am anderen Ende könnte man mit einer Rille optisch abheben, durch Kerben verzieren oder auch bemalen.

Foto: Kurt Scheuerer
Oben Rohstücke aus Holz, unten eine Bronze- und eine Knochennadel.

Das alles dauert etwas lange und die Geduld der Werkenden verkürzt sich, je jünger diese sind. Also scheint es mir empfehlenswert, gleich kleine runde Stäbchen, wie man sie für bestimmte Speisen benutzt, spitz zu schleifen.

Eine preisgünstige Wolldecke - auch einen etwas kräftigeren Baumwollstoff - könnte man in kleinere Teile zerschneiden, welche man die Veranstaltungsteilnehmer als Manteldecke um die Schulter drapieren lässt. Mit der Nadel wird diese dann zusammen gesteckt.

Text und Fotos: Kurt Scheuerer, Ingolstadt


Siehe auch:

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