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Museumspädagogik - Beispiele und Erfahrungen
Sammlerinnen und Jäger

 
Foto: Maria Baumann

Museumspädagogische Aktion:

Die Mädchen gehen mit der museumspädagogischen Begleiterin zum Sammeln: Früchte, Kräuter, Wurzeln usw. Es könnten auch Blumen sein. Dabei viel und laut reden, um gegen wilde Tiere geschützt zu sein!
Dann kehren sie zurück ins Lager (bzw. Dorf), bereiten das Essen zu und warten auf die Männer. Sie wählen eine "Mutter des Dorfes", welche dann die Anordnungen trifft und die Jäger empfängt.

Die Buben gehen mit dem Begleiter zur Jagd: Kundschafter vorschicken, Signal zur Gruppe, ausschwärmen und auf Kommando gemeinsam das Wildschwein angreifen. Konzentration, Stille und gemeinsames Handeln sind wichtig. Freiwillig sich dem geeignetsten Jäger unterordnen, den man vorher gewählt hat.
Nur jede dritte Jagd sei durchschnittlich erfolgreich, heißt es. Also werden die Rückkehrer in jedem Fall freudig empfangen und bewirtet.

Nach dem gemeinsamen Essen wird musiziert, gesungen und getanzt. Der erste Tanz gebührt der "Mutter" und dem "Jäger". Geschickte Frauen können jetzt Matten flechten oder weben, Männer Jagdwaffen oder Figuren schnitzen.

Eine strenge Rollenverteilung sollte nicht vorgesehen werden: Junge Frauen können ebenso mit auf die Jagd gehen, wie nicht mehr so behände Männer sich den Sammlerinnen (Müttern mit Kindern) zugesellen können.
Das Lager mit den Kranken und ganz Alten muss bewacht und das Feuer aufrecht erhalten werden.

Die beschriebene Aktion erfordert eine gewisse Anzahl an Teilnehmern und dürfte sich wohl eher für einen Kindergeburtstag oder für kleine Schulklassen eignen, wobei dann auch Eltern bzw. Lehrkräfte beteiligt werden können.

Kurt Scheuerer (Foto: Maria B.)


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