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Museumspädagogik - Beispiele und Erfahrungen
Von der Zahl Drei zur Zahl Sechs
(Strukturieren einer Zahl)

 
Zielsetzung: Es soll die Struktur einer Zahl erfasst werden.

Wie geht das?
  • Eine Zahl soll aus einzelnen Steinchen (Elementen/Zahlen) oder Gruppen von Steinchen aufgebaut werden.
  • Welche Zerlegungen (bzw. Teilungen) sind möglich?
    (Entsprechend der beiden Grundrechenarten Addition und Multiplikation.)

Spätere (mögliche) Anwendung beim Addieren im Kopf:
Sieben plus Fünf = Sieben plus Drei plus Zwei = Zwölf,
weil Zehn in Sieben und Drei
und Fünf in Drei und Zwei zerlegt werden kann.

Oder bei der Multiplikation (wohl weniger für die Schule geeignet, eher für den Supermarkt):
8 mal 17   =   10 mal 17   minus 17   minus 17     ;-)


Museumspädagogische Aktion:

Drei Zählsteine (Calculi) gefällig anordnen.
Man erkennt: Die Zahl Drei besteht aus Eins und Eins und Eins oder aus Zwei und Eins.
Man kann nur drei gleiche Teile bilden:
Foto: Kurt Scheuerer
Zu den drei Steinchen nochmal spiegelbildlich drei weitere dazu legen.
Die Zahl Sechs besteht dann aus Drei und Drei oder Vier und Zwei oder Fünf und Eins.
Man kann zwei oder drei oder sechs gleiche Teile bilden.
Für einen babylonischen Steuereinnehmer ist das praktischer als bei Verwendung der Zahl Zehn. Es bietet sich also ein Zahlensystem auf Grundlage der Zahlen Sechs, Zwölf oder Sechzig an.
Erkennbar ist das u.a. bei der Stückelung der ersten Münzen in Kleinasien.

Foto: Kurt Scheuerer
Die sechs Steine lassen sich auch symmetrisch im Kreis anordnen, womit man zum Vergleich die Sechsteilung im Kreis durch Abtragen des Radius aufzeigen kann.

Text und Fotos: Kurt Scheuerer, Ingolstadt


Siehe auch:

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