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Museumspädagogik - Beispiele und Erfahrungen
Schreiben der Zahlen Eins, Zwei, Drei

 
Das ist etwas für die ganz Kleinen, die gerade schon bis Zehn zählen können.

Foto: Kurt Scheuerer

Diese kleine Aktion hat sich bei historischen Veranstaltungen bewährt. Das kann von der Bronzezit über Kelten, Römer, Bajuwaren bis zur frühen Neuzeit gehen. Eine historisch gekleidete gelehrte Person hat ein Abakion, eine flache mit feinem Sand gefüllte Schale vor sich. Daneben Spielsteine der jeweils dargestellten Epoche, Kalksteinplättchen oder römische Calculi.

Das Kind soll nun die Steinchen auf eine Linie neben einander legen und dabei laut den Namen der Zahl aussprechen. Die meisten Kinder sind hier sehr schüchtern und flüstern nur, werden jedoch mutiger, wenn man ihnen das Wort leise deutlich vorsagt.

Nun erklärt man dem Kind, dass es leicht wie die alten Römer bis Drei schreiben könne. Es solle mit einem, zwei und drei Fingern einen senkrechten Strich (vormachen, nicht nur sagen) in die Sandfläche eindrücken.
Dann wie die alten Ägypter (Kleopatra oder so?), da geht es genau so (hier allerdings von rechts nach links, wie später bei den arabischen Zahlen, aber das nur bei Älteren anmerken).
Nun schreibt man wie die Chinesen, zieht die Finger dabei aber waagrecht durch den Sand.

Für die etwas Größeren kann man den Übergang von den arabischen zu den europäischen Zahlzeichen Zwei und Drei durch eine 90°-Drehung nach links erläutern.

Am Ende sollen die Eltern dem Kind anerkennend auf die Schulter klopfen, denn es hat die Leistung vollbracht, sich in der Öffentlichkeit zu betätigen - eine wichtige Vorübung für die spätere Schule.

Kurt Scheuerer, Ingolstadt


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