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Texte im Stadtmuseum Ingolstadt - Raum 3
Hortfunde vom Augraben

 
Augraben, Apian-Karte, Stadtmuseum Ingolstadt. Foto: Kurt Scheuerer

Die außergewöhnlichen Hortfunde vom Bach Augraben nördlich von Ingolstadt belegen die weitreichenden Kontakte und den Wohlstand der Menschen an der mittleren bayerischen Donau in der Bronzezeit. Sie zeigen, dass es für die bronzezeitliche Sitte der Deponierung wertvoller Objekte keine pauschalen Erklärungen gibt.

  • Ein Hort der frühen Bronzezeit aus rohen Halsringbarren erinnert an Handelserzeugnisse.
  • Die sechs reich verzierten, triangulären Vollgriffdolche sind seltene Prestigeobjekte von hoher Qualität aus dem nördlichen Mitteleuropa. Ihre Niederlegung lässt an eine Kulthandlung denken.
  • Zwei Blechspiralen aus Zinnbronze stammen aus dem bedeutendsten der Horte, dem mit dem Bernsteinkollier. Dieser Wadenschmuck zeigt karpatenländische Einflüsse.
  • Das Kollier ist dagegen für unsere Breiten typisch. Mitte des 2. Jahrtausends vor Christus wurde der Schmuck in einem einfachen Tongefäß vergraben. Der Hort erinnert in seiner Zusammensetzung an die Grabausstattungen vornehmer Frauen. Es fehlt jedoch jeder Bezug zu einer Bestattung.

Dr. Gerd Riedel, Text im Stadtmuseum Ingolstadt 2006
Fotos: Kurt Scheuerer


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