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Texte im Stadtmuseum Ingolstadt - Raum 18
Das Scheinersche Heliotrop

 
Stadtmuseum Ingolstadt. Foto: Kurt Scheuerer
Zur besseren Beobachtung der Sonne benutzte Scheiner zunächst ein Fernrohr mit gefärbten Gläsern. Um die Behauptung zu entkräften, die Sonnenflecken beruhten in Wahrheit auf einem Fehler im Auge des Betrachters oder entstünden durch fehlerhafte Gläser oder Tuben, projizierte Scheiner mit Hilfe von Spiegeln oder durch Direkteinfall das Sonnenbild durch eine Öffnung auf eine weiße Fläche in einem abgedunkelten Zimmer.

In seinem Hauptwerk Rosa Ursina findet sich eine Konstruktionszeichnung für ein Beobachtungsgerät, Machina Helioscopia genannt, mit dessen Hilfe die Sonnenscheibe durch ein Fernrohr auf eine Beobachtungstafel projiziert wird.

Stadtmuseum Ingolstadt. Foto: Kurt Scheuerer
Eine technische Weiterentwicklung stellt das in der abgebildeten Zeichnung überlieferte Heliotrop dar. Diese Abbildung diente auch als Vorlage für das Modell. Das Fernrohr konnte nun über zwei Achsen bewegt werden und somit dem Sonnenlauf ohne große Mühe nachgeführt werden. Dieses Prinzip wird heute noch in der modernen Astronomie angewandt.

Dr. Siegfried Hofmann, Tafeltext im Stadtmuseum Ingolstadt
Fotos: Kurt Scheuerer


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