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Leistungen und Betreuung aus einer Hand

Das Jobcenter der Stadt Ingolstadt in Zahlen

Auch in Deutschlands Großstadt mit der niedrigsten Arbeitslosenquote erbringt das Jobcenter zahlreiche Leistungen für die Arbeitsuchenden. Es sichert Monat für Monat den Lebensunterhalt von rund 5.950 Ingolstädterinnen und Ingolstädtern in rund 3.250 Haushalten.
Die gut 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters bewilligen monatlich für rund 3,4 Millionen Euro Leistungen. Zu den bekannten Leistungen wie Arbeitslosengeld II und den Leistungen für Unterkunft und Heizung kommen noch Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung, Bildungs- und Teilhabeleistungen für Kinder und Jugendliche und die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit hinzu. Rund 1.200 Leistungsbescheide sind hierfür monatlich zu bearbeiten. An einem durchschnittlichen Arbeitstag suchen 100 Bürgerinnen und Bürger den Servicebereich des Jobcenters auf. Hinzu kommt ein Vielfaches an Anliegen die uns täglich telefonisch, per E-Mail oder per Brief erreichen.
Nur ein Bruchteil der Leistungsberechtigten ist arbeitslos (1.206 Personen) und auch davon weniger als die Hälfte langzeitarbeitslos (552 Personen). Fast ebenso viele Leistungsberechtigte, nämlich 1.174 sind erwerbstätig und bekommen ergänzend bzw. aufstockend zu ihrem Lohn Arbeitslosengeld II. Der überwiegende Teil der Arbeitnehmer (674) ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 376 Erziehende betreuen ein oder mehrere Kinder im Alter unter drei Jahren und erhalten deshalb Leistungen des Jobcenters ohne aktuell Arbeit suchen zu müssen. Auch nicht als arbeitslos gelten die durchschnittlich 280 monatlichen Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und die derzeit rund 260 Teilnehmer an Integrationskursen oder berufsbezogenen Sprachkursen.
Hinter den scheinbar stabilen Zahlen verbirgt sich viel Bewegung – so gelangen in den letzten Jahren im Durchschnitt monatlich über 100 Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung. Die Zahl der Personen, die monatlich neu Leistungen des Jobcenters in Anspruch nehmen oder diese nicht mehr benötigen liegt mit je rund 300 sogar noch höher.
Auch wenn mit 3.353 Personen die Mehrzahl der Leistungsberechtigten deutsche Staatsangehörige sind, leistet das Jobcenter einen wichtigen Beitrag zur Integration von Ingolstädterinnen und Ingolstädtern mit Migrationserfahrung. Die fünf häufigsten ausländischen Staatsangehörigkeiten sind derzeit Syrien (553 Personen), die Türkei (413), Griechenland (217), Afghanistan (204) und Eritrea (133). Hinzu kommen rund 1.000 Leistungsberechtigte mit weiteren Staatsangehörigkeiten.

Das Jobcenter Ingolstadt – ein kommunales Jobcenter
104 von 401 Jobcentern sind kommunale Jobcenter, darunter auch das Jobcenter der Stadt Ingolstadt. Kommunale Jobcenter werden allein durch die jeweilige kreisfreie Stadt oder den Landkreis betrieben.
Über die Arbeitsmarktpolitik des Jobcenters Ingolstadt wird daher vor Ort entschieden – gesteuert und kontrolliert durch den Stadtrat. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten alle Leistungen des SGB II – auch die Leistungen für Bildung und Teilhabe und die kommunalen Eingliederungsleistungen, wie etwa Kinderbetreuung oder Schuldnerberatung – aus einer Hand im Jobcenter.
Das kommunale Jobcenter ist bürgernah. Telefonisch sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters direkt erreichbar – ohne den Umweg über ein Callcenter. Ein eigenes Arbeitgeberteam des Jobcenters stellt die Schnittstelle zwischen SGB II leistungsberechtigten Ingolstädtern und den Arbeitgebern der Region dar. Die Organisation des Jobcenters passen wir den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort an. Neben den von Anfang an vorhandenen Spezialisten für die Arbeitsvermittlung Jugendlicher und junger Erwachsener gibt es mittlerweile spezielle Teams oder Expertinnen für die Integration Älterer, Alleinerziehender, Geflüchteter oder Schwerbehinderter.
Die Leistungen des Jobcenters sind eng verzahnt mit weiteren Dienstleistungen der Stadtverwaltung. So gilt zum Beispiel das seit Jahren bestehende Kooperationsprojekt des Jobcenters mit der Volkshochschule Ingolstadt zur Organisation eines schulnahen Lernförderangebotes als überregionales „Best Practice“ Beispiel. Auch ganzheitliche kombinierte Förderangebote von Jobcenter und dem Amt für Jugend und Familie lassen sich unbürokratisch auf kurzem Wege realisieren – beide Bereiche sind im Sozialen Rathaus unter einem Dach untergebracht und mittlerweile auch in einem Referat der Stadtverwaltung, dem Referat für Soziales, Jugend und Sport zusammengeführt.