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Keramik der Berber - Spuren einer untergehenden Kultur

Bauerngerätemuseum Hundszell - 31.03. bis 23.06.2019

Mit einer „exotischen“ Ausstellung startet das Bauerngerätemuseum Hundszell in die Saison 2019. Zwar ist die Keramik der Berber unter Kennern seit geraumer Zeit zur heiß begehrten Sammelware geworden. Darüber hinaus aber ist diese uralte Töpferkultur in Europa kaum bekannt.

Eine großartige Privatsammlung bietet nunmehr die Gelegenheit, eine Auswahl dieser Kulturzeugnisse in Ingolstadt zu zeigen. Jürgen F. Kunz hat die Maghreb-Staaten über Jahrzehnte hinweg auf Reisen erkundet und hierbei eine der größten Privatsammlungen von Berber-Keramik zusammengetragen.

Das Einzigartige der fast ausschließlich zum alltäglichen Gebrauch entstandenen Gefäße liegt in ihrer Archaik. Formgebung, Dekor, aber auch die Herstellungstechnik zeugen von Jahrhunderte, ja teilweise Jahrtausende zurückreichenden Traditionen. Nahezu steinzeitliche Archetypen haben sich hier bis in die jüngste Vergangenheit erhalten. Die Ausstellung würde daher gut in ein archäologisches Museum passen. Ebenso gut aufgehoben ist sie aber in einem agrargeschichtlichen Museum. Sie erinnert an die Bedeutung irdener Gefäße als einem prägenden Bestandteil aller traditionellen Bauernkulturen. Schließlich ist die Entstehung bäuerlicher Lebensformen nicht zuletzt durch die „Erfindung“ von Keramik definiert.

Das Museum ist für Besucher ab Sonntag, 31. März, wieder zu den bekannten Öffnungszeiten zugänglich.

Informationen zur Ausstellung:

Dauer: 31.03. bis 23.06.2019
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 09:00 bis 12:00 Uhr, Sonn- und Feiertage 14:00 bis 17:00 Uhr – Besuche und Führungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten auf Anfrage
Ort: Bauerngerätemuseum, Probststraße 13, 85051 Ingolstadt-Hundszell
Eintritt: 3 Euro bzw. 1,50 ermäßigt
Kontakt: bauerngeraetemuseum@ingolstadt.de, Telefon 0841 305-1885, -1886
www.ingolstadt.de/bauerngeraetemuseum