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16.03.2018

Gleiches Geld für gleiche Arbeit

Equal-Pay-Day für mehr Lohngerechtigkeit

Nach wie vor erhalten Frauen fast 22 Prozent weniger Lohn als Männer für dieselbe Arbeit. Anders ausgedrückt – bis zum 18. März arbeiten Frauen rein rechnerisch umsonst, während Männer voll verdienen. Auf diesen massiven Einkommensunterschied, den sogenannten Gender Pay Gap, weist der Equal-Pay-Day hin, der am 18. März begangen wird.

Wer selber aktiv auf den Missstand hinweisen möchte, war eingeladen, sich an einem Flashmob am Samstag, 17. März, um 11.55 Uhr in der Fußgängerzone vor dem Kaufhaus Xaver Mayr zu beteiligen. Dazu bitte rote Taschen als leuchtendes Signal mitbringen!

Die städtische Gleichstellungsstelle lud anlässlich des Equal-Pay-Day am 21. März zu einer Veranstaltung in die Stadtbücherei im Herzogskasten ein. Unter dem Titel „Vereinbarkeit von Kinder, Küche und Karriere – Who Cares?“ referiert zunächst Luisa Streckenbach vom Deutschen Jugendinstitut über „Care-Praxen von Vätern in Bayern“. Anschließend diskutieren Streckenbach, Panos Kyriatsoulis, Vater, Mandy Pirlich, Mutter und Sachgebietsleiterin im Jugendamt und Ulrike Brand, Amtsleiterin im Stadtplanungsamt unter Moderation von Vera Cornette vom Bayerischen Rundfunk. Dabei geht es unter anderem um Fragen wie: Welche Rahmenbedingungen stützen das traditionelle Leitbild von Männlichkeit und Vaterschaft als Familienernährer, welche Anreize bietet das aktuelle Elterngeld?
Welche Rolle spielt die nach wie vor ungleiche Einkommensstruktur zwischen Frau und Mann bei der Entscheidung Elternzeit zu nehmen und welche Auswirkungen hat das langfristig für die berufliche Entwicklung und Altersvorsorge von Frauen und die damit verbundenen Armutsrisiken?
Übrigens soll auch bei dieser Veranstaltung die Farbe Rot (Kleidung, Taschen…) Aufmerksamkeit erregen.

Neben der Stadt boten noch andere Institutionen Veranstaltungen rund um den Equal-Pay-Day an.