Seiteninhalt

Verpflichtungserklärung; Abgabe

Bitte beachten Sie die neuen Modalitäten bei der Beantragung der Abgabe einer Verpflichtungserklärung:

Sie reichen den Antrag mit den erforderlichen Unterlagen beim Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerwesen ein und werden bei Vorliegen aller Voraussetzungen zur Aushändigung der Verpflichtungserklärung vorgeladen.

Beschreibung

Eine Verpflichtungserklärung wird regelmäßig für die Einladung visumspflichtiger Besucher von den deutschen Auslandsvertretungen gefordert. Aber auch für die Erteilung oder Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen bei der Ausländerbehörde kann die Vorlage einer Verpflichtungserklärung verlangt werden.

Mit der Verpflichtungserklärung übernimmt der Verpflichtungsgeber die finanzielle Verantwortung für eine ausländische Person. Dabei handelt es sich um alle Kosten, die dem Staat durch den Aufenthalt des Besuchers bzw. der Besucherin in Deutschland entstehen:

  • Kosten für den Lebensunterhalt (z.B. für Essen, Trinken, Wohnen, Kleidung, ärztliche Behandlung, Medikamente oder Pflege).
  • Kosten, die entstehen, falls die Behörden den Besucher oder die Besucherin in das Heimatland zurückschicken.

Die Verpflichtungserklärung ist gültig für fünf Jahre.

Falls das Nettoeinkommen für die Sicherung des Lebensunterhaltes nicht ausreicht, kann alternativ die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung bei der Stadtkasse erfolgen. Dazu muss pro eingeladener Person Bargeld in Höhe von 3.000 Euro (bei Kindern unter 16 Jahren jeweils 1.500 Euro) bei der Stadtkasse auf ein Verwahrkonto einbezahlt werden. Der Besucher muss in diesem Fall unmittelbar nach der Einreise bei der Ausländerbehörde vorsprechen, damit eine Grenzübertrittsbescheinigung ausgestellt werden kann. Die Grenzübertrittsbescheinigung dient später als Nachweis über die erfolgte Ausreise und ist bei der Ausreise bei der deutschen Grenzpolizei abzugeben. Sobald die Grenzübertrittsbescheinigung bei der Ausländerbehörde eingegangen ist, wird das hinterlegte Geld auf das Konto des Einladers zurücküberwiesen.

Voraussetzungen

  • Wohnsitz des Verpflichtungsgebers im Stadtgebiet Ingolstadt
  • ausreichende Bonität des Verpflichtungsgebers: Die Ausländerbehörde ermittelt diese in jedem Einzelfall separat.
  • Abschluss einer Reisekrankenversicherung für den Besucher oder die Besucherin: Die Reisekrankenversicherung muss vor Erteilung des Visums gegenüber der deutschen Auslandsvertretung nachgewiesen werden.

Erforderliche Unterlagen

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular je Gast (für Ehegatten sowie deren minderjährige Kinder genügt ein Formular)
  • Kopie Reisepass oder Personalausweis bzw. gültiger Aufenthaltstitel des Verpflichtungsgebers
  • aktuelle Verdienstnachweise der letzten drei Monate des Verpflichtungsgebers (Arbeitsvertrag, aktuelle Arbeitgeberbescheinigung und Gehaltszettel)
    • bei Rentnern: aktueller Rentenbescheid
    • bei Selbständigen:
      • Bescheinigung des Steuerberaters oder der Steuerberaterin über das Nettoeinkommen
      • Gewerberegisterauszug oder Ausdruck aus dem Handelsregister
    • bei Vereinen: Nachweis über das Vereinsvermögen
  • Mietnachweis (Mietvertrag oder Kontoauszug über Mietzahlung bzw. Nachweis für Wohneigentum)
  • Kopie Reisepass des Gastes

Hinweise:

Im Einzelfall kann die Vorlage weiterer Unterlagen erforderlich sein.
Alle Angaben sind grundsätzlich freiwillig. Bei unvollständigen Angaben kann die Bonität nicht bescheinigt werden. Bewusst falsche Angaben sind strafbar.

Verfahrensablauf

Zur Beantragung der Abgabe einer Verpflichtungserklärung sind die im Abschnitt „erforderliche Unterlagen“ aufgeführten Dokumente in Kopie beim Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerländerwesen einzureichen.
Die Übermittlung kann auch auf dem Postweg, per Telefax oder per E-Mail erfolgen.

Nach Abschluss der Prüfung und nachgewiesener Bonität werden Sie zur persönlichen Vorsprache (Vollmacht ist nicht ausreichend) zur Leistung der Unterschrift und Aushändigung der Verpflichtungserklärung vorgeladen. Bringen Sie zu der Vorsprache Ihren gültigen Reisepass bzw. Ihren Personalausweis bzw. Ihren gültigen Aufenthaltstitel mit.

Mit der Aushändigung der Verpflichtungserklärung ist die anfallende Gebühr zu begleichen. Bargeldlose Zahlung ist hier möglich.
Das Original der Verpflichtungserklärung ist vom Gast bei der deutschen Auslandsvertretung vorzulegen.

Formulare und Merkblätter

Kosten

je Verpflichtungserklärung: 29,00 Euro

Bearbeitungsdauer

In der Regel zwei bis drei Wochen bei Vorlage vollständiger Unterlagen. Bitte beachten Sie, dass sich die Bearbeitungsdauer vor den Hauptreisezeiten aufgrund der erhöhten Zahl der zu bearbeitenden Anträge verlängern kann.

Rechtsgrundlage

§§ 66, 67, 68 Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG)