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Klima & Energie

Energiewende in Ingolstadt


Die Bundesregierung hat beschlossen, dass bis 2030 der größte Anteil unseres Energiebedarfs durch regenerative Energieträger wie Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Geothermie gewährleistet werden soll. Um dieses Ziel zu erreichen sind große Anstrengungen im privaten, wie auch im öffentlichen Bereich nötig.

Wie viel Strom in Deutschland aktuell aus regenerativer Energie erzeugt wird und wie viel Strom ex- bzw. importiert wird finden Sie >> hier.

Die Stadt Ingolstadt ist bestrebt den „Energetischen Dreisprung“ umzusetzen, das heißt:   

1. Energieverbrauch vermeiden
2. Energieeffizienz steigern
3. Erneuerbare Energien ausbauen 

Informationen zum "Energetischen Dreisprung" finden Sie >> hier.

Weitere Maßnahmen in Ingolstadt:

Energiewende in der Region Ingolstadt (Planungsregion 10)

Die Region Ingolstadt ist eine von 18 Planungsregionen in Bayern und umfasst die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a.d. Ilm und die kreisfreie Stadt Ingolstadt.

Auch in den umliegenden Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d. Ilm wird die Energiewende vorangetrieben.

Eichstätt:

Neuburg-Schrobenhausen:

Pfaffenhofen a.d. Ilm:

Energieberatung & Fördermittel

Energieberatungsangebot des VerbraucherService Bayern in Ingolstadt

Stadt Ingolstadt schließt Kooperation mit Verbraucher Service Bayern

Der Verbraucher Service Bayern bietet ab sofort zusammen mit der Stadt Ingolstadt  jeden Mittwochnachmittag eine Energieberatung an. Die Beratung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördert. Die 30-minütige Erstberatung kostet lediglich 5 Euro. Bei Bedarf besteht ein umfangreiches weiterführendes Beratungsangebot. Weitere Informationen finden Sie unter

Hier berät der VerbraucherService Bayern

Energieberatung der Stadtwerke Ingolstadt

Informationen zur Energieförderung

 

Tipps & Links

Wissenswertes zur Energiewende

Netzausbau

Hintergrund:

Im Zuge der Energiewende sollen/müssen die Stromnetze verstärkt und ausgebaut werden. Um Stromüberschüsse von den Stromüberschussgebieten in Norddeutschland (Windstrom) in die prognostizierten Strommangelgebiete in Süddeutschland (Wegfall Kernenergie) zu leiten sollen nach derzeitigem Entwurf des Netzentwicklungsplans vier Hochspannungsgleichstromübertragunsleitungen (HGÜL) gebaut werden. Die räumlichen Verläufe werden als Korridore im Netzentwicklungsplan festgestellt.

Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission, Amprion, TenneT TSO und TransnetBW haben am 30. Oktober 2015 die Entwürfe des Netz­entwicklungs­plans Strom (NEP) 2025 und des Offshore-Netzentwicklungsplans (O-NEP) 2025 veröffentlicht. Wie die bisherigen Netzentwicklungspläne listen die Entwürfe Maßnahmen auf, die aus Sicht der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zur bedarfsgerechten Optimierung, zur Verstärkung und zum Ausbau des Stromnetzes in den kommenden zehn Jahren notwendig sind. Die Pläne berücksichtigen auch die politischen Vereinbarungen der Regierungs­koalition vom 1. Juli 2015.

Netzentwicklungspläne 2025 und Umweltbericht

Textfassung

Erster Entwurf Netzenwicklungsplan 2025

Kartographische Darstellung 

Leitungsvorhaben (Bundesnetzagentur) 

Leitungsvorhaben Entwurf Netzentwicklungsplan 2025 (ÜNB)

Energieausweis: Wer muss was?

Fakten-Check der Energieberatung des VerbraucherService Bayern

Klarheit schaffen über die energetische Qualität eines Gebäudes und über die zu erwartenden Energiekosten – das soll der Energieausweis laut Energieeinsparverordnung (EnEV) leisten. Seit es ihn gibt, wird er jedoch auch heftig kritisiert, und über Rechte und Pflichten von Eigentümern, Käufern und Mietern gibt es zahlreiche Missverständnisse.

Petra Herzog, Expertin des VerbraucherService Bayern, Beratungsstelle Ingolstadt erläutert die Eckpunkte.

Was steht drin?

Der fünfseitige Energieausweis enthält neben grundlegenden Angaben zum Gebäude entweder die Kennwerte für Energiebedarf (Bedarfsausweis) oder Energieverbrauch (Verbrauchsausweis). Bei Neubauten oder bei Verkauf oder Vermietung von Wohngebäuden mit weniger als 5 Wohneinheiten, die älter als 1977 sind, und nicht das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung 1977 einhalten ist nur der Bedarfsausweis zulässig.
Zudem beinhaltet der Ausweis soweit möglich Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des energetischen Gebäudezustands. „Hier handelt es sich ganz klar um Empfehlungen“, betont Petra Herzog „Niemand ist verpflichtet, die Liste abzuarbeiten. Am besten bespricht man mit einem Energieberater, was möglich und sinnvoll ist.“

Wer braucht einen Energieausweis?

Verpflichtend ist der Energieausweis immer dann, wenn ein Gebäude neu gebaut, umfassend saniert, verkauft oder neu vermietet werden soll. Bei Vermietung müssen die wichtigsten Kenndaten des Ausweises bereits in der Immobilienanzeige genannt werden. Ab 1.5.2015 gilt die Verletzung dieser Pflicht als Ordnungswidrigkeit.
„Wer sein eigenes Haus seit Jahren selbst bewohnt und es weder verkaufen noch vermieten will, braucht also keinen Energieausweis – auch wenn es immer wieder Betrüger gibt, die das behaupten“, stellt Petra Herzog klar.

Wer stellt den Energieausweis aus?

Ein Energieausweises muss von Fachleuten mit besonderer Qualifikation ausgestellt werden. Ein amtliches Zertifikat oder eine vollständige Liste aller Aussteller gibt es allerdings nicht. Hilfreich ist die Liste der dena (https://effizienzhaus.zukunft-haus.info/experten/suche-experten/). Sie bietet jedoch keine Gewähr für die Qualität der gelisteten Anbieter.
Wichtig ist: Ein Energieausweis ersetzt keine Energieberatung. „Wer plant, die Empfehlungen umzusetzen, sollte unbedingt eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen“, empfiehlt Petra Herzog.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie hilft die Energieberatung des VerbraucherService Bayern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherservice-bayern.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung des VerbraucherService Bayern wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Im Sinne der Energiewende soll bis 2025 40 bis 45 Prozent unseres Stroms aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Dieser Anteil soll bis 2050 auf 80 Prozent steigen.

Damit dieses Ziel erreicht werden kann, wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das im Jahr 2000 erstmals in Kraft trat, geschaffen. Ziel des EEG war es, den jungen Technologien wie Wind- und Sonnenenergie durch feste Vergütungen sowie durch die garantierte Abnahme und die vorrangige Einspeisung des Stroms, den Markteintritt zu ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie in der Gesetzesfassung des EEG 2017. 

Kommunales Energiemanagement (KEM)

Die Bedeutung des kommunalen Energiemanagements wächst stetig. Steigende Energiepreise sowie die damit verbundene Notwendigkeit der Energieeinsparung und der möglichst effizienten Nutzung der Energieressourcen sind wichtige Gründe dafür.

Strategisches Ziel eines KEM ist die Kostensenkung und die Verbrauchsoptimierung für Energie (Strom, Wärme, Wasser) in kommunalen Liegenschaften. So können z. B. mit Hilfe von intelligenten Zählern sog. "Smart Metern" Verbrauchsdaten automatisiert aufgezeichnet und an eine zentrale Meldestelle (Server) geschickt werden. Die Daten werden dort über ein Datenmanagementsystem kontinuierlich analysiert und archiviert.

So können Energieverbrauchswerte festgestellt werden und z. B. Schwachstellen der bestehenden technischen Anlagen entdeckt oder Optimierungspotentiale ermittelt werden. Oft kann durch gering-investive Maßnahmen der Betrieb der Anlage entscheidend verbessert werden. Beispielweise können durch eine optimierte Leit- und Regeltechnik oder durch differenzierte Temperaturregelungen für Schulen und Bürogebäude (Heizen nach Stundenplan/ Arbeitszeiten) große Einsparungen, insbesondere auch im bereits sanierten Gebäudebestand erreicht werden.

Mit Hilfe eines intelligenten KEM können technische Möglichkeiten ausgeschöpft werden, durch die sich die notwendigen Systeminvestitionen unter Einbeziehung von Fördermitteln bereits nach 2 bis 3 Jahren amortisieren können. Zudem ist jederzeit eine lückenlose detaillierte Dokumentation der Verbrauchsdaten (Energiebericht) möglich.

Förderbar sind kommunale Energiemanagementsysteme beispielsweise über das Förderprogramm für Klimaschutzmaßnahmen von Kommunen.