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Peter Weber: Kunst und Buch

Ausstellung im Museum für Konkrete Kunst

Anlässlich des 75. Geburtstags des Künstlers Peter Weber erschien im Januar ein opulentes Werkverzeichnis, das lückenlos Bilanz zieht. Basierend auf dieser wissenschaftlichen Arbeit zeigt das Museum für Konkrete Kunst vom 14. April bis zum 23. Juni einen Querschnitt seines Oeuvres mit rund 20, oft auch mehrteiligen Werken. Es ist die erste Ausstellung von drei in der diesjährigen Reihe „Kunst und Buch“.

Der heute in erster Linie für seine stringenten Faltungen bekannte Peter Weber begann in den 1970er Jahren mit einer Malerei, in der er sich mit optischen Phänomenen auseinandersetzte. Erst in den 1990er Jahren entwickelte er seine charakteristische Falttechnik, die er in verschiedensten Materialien bis heute praktiziert: Filz, Baumwolle, Papier, HDPE (hochverdichtetes Polyethylen), Stahl. Ohne Schnitte gelingt es ihm dreidimensionale, geometrische Strukturen aus zweidimensionalen Flächen zu falten. Dabei ist es entscheidend die Unterschiedlichkeit von Vorder- und Rückseite zu verstehen. Weber plant seine Faltungen von der Rückseite her und legt dort die Konstruktionszeichnungen an.
Peter Weber war aber auch seit seinem Studium als Kontrabassist mit verschiedenen Jazzbands unterwegs. Der Jazz spielt für sein künstlerisches Schaffen nach wie vor eine besondere Rolle.

Die Ausstellung ist noch bis 23. Juni von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt beträgt 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).