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scheintot. Über die Ungewissheit des Todes und die Angst, lebendig begraben zu werden

Deutsches Medizinhistorisches Museum - 17.10.2019 bis 13.09.2020

Ab 17. Oktober wird im Deutschen Medizinhistorischen Museum eine neue Sonderausstellung mit dem Titel "scheintot. Über die Ungewissheit des Todes und die Angst, lebendig begraben zu werden" präsentiert.

Produziert wurde die Ausstellung vom Büro „h neun Berlin“. Nach Präsentationen in Kassel und Berlin ist sie nun erstmals in Süddeutschland zu sehen. Für Ingolstadt wurde die Ausstellungsarchitektur neu produziert und das Ganze durch Informationen zu den Verhältnissen im Königreich Bayern ergänzt.

Kurz gesagt, handelt die Ausstellung von der Scheintot-Hysterie um 1800, die durch Ärzte eingeleitet, durch Schriftstellerinnen und Schriftsteller befeuert, durch findige Mechaniker vermarktet und durch Landesregierungen verwaltet wurde.

Zunächst begann um 1800 die Wissenschaft, die Eindeutigkeit des Todes in Zweifel zu ziehen. In ganz Europa hatten Menschen Angst davor, lebendig begraben zu werden – bald entstand eine regelrechte Hysterie um den „Scheintod“. Die Ausstellung zeigt, wie Ärzte und Naturwissenschaftler die Grenze von Leben und Tod neu zu bestimmen suchten. Sie führten ausgeklügelte Experimente mit Elektrizität durch und bauten mechanische Rettungsapparate für Grab und Sarg. In eigens errichteten Leichenhäusern wartete man so lange auf ein Lebenszeichen der aufgebahrten, bis Fäulnis Sicherheit über den Tod brachte.

Informationen zur Ausstellung:

Dauer: 17.10.2019 bis 13.09.2020
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt: 3 Euro (reduzierter Eintritt wegen Sanierung der „Alten Anatomie”), ermäßigt 2 Euro, bis 18 Jahre freier Eintritt
Ort: Deutsches Medizinhistorisches Museum, Anatomiestraße 18-20, 85049 Ingolstadt

www.dmm-ingolstadt.de