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Stadtentwicklung

Übergeordnete Leitvorstellungen für die räumliche Entwicklung einer Stadt sind notwendig, um die Nachhaltigkeit und die Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner zu sichern. Stadtentwicklung bezieht sich auf unterschiedliche Teilräume der Stadt oder behandelt wichtige Themen, die richtungsweisend für die Entwicklung Ingolstadts sind.

Grundlagen Stadträumliches Leitbild

Bereits im Jahr 1996 wurden Ziele für die Siedlungsentwicklung und für die räumliche Gliederung des Stadtgebietes formuliert. Das stadträumliche Leitbild soll die räumlichen Charakteristika Ingolstadts und damit die Identität der Gesamtstadt herausstellen und stärken. Das Leitbild für Ingolstadt baut insbesondere auf historischen und naturräumlichen Gegebenheiten im Stadtgebiet auf. Aufgrund des Wachstums der Stadt sind im Laufe der Zeit Anpassungen und ergänzende Konzepte entstanden; aber die Grundzüge aus dem Jahr 1996 bleiben das Grundgerüst für den Stadtraum.

Grundstruktur des Stadträumlichen Leitbildes von Ingolstadt

Konzentrische Grünringe

Ein wichtiges Element zur Gliederung der Stadt sind die drei konzentrischen Grünringe, die dem Verlauf der drei Befestigungsgürtel folgen. Dadurch können die einzelnen Siedlungsteile durch Grünzäsuren bewusst herausgestellt und die Ortsränder gefasst und deutlich voneinander abgegrenzt werden. Das Glacis ist der älteste und innerste Grünring. Der zweite Grünring folgt dem Verlauf der ehemaligen Vorwerke und bildet den Grünraum zwischen der Kernstadt und den ländlich geprägten Ortsteilen. Durch die Darstellung im Flächennutzungsplan der Stadt Ingolstadt werden diese Grünbereiche planungsrechtlich gesichert. Die Grünringe sollen von Bebauung freigehalten werden. Der dritte Grünring folgt dem Verlauf des ehemaligen Fortgürtels, der sich in der Region fortsetzt.

Entwicklungsachsen "Naturraum" und "Stadtraum"

Das System der konzentrischen Grünringe wird von linearen Entwicklungsbereichen gekreuzt: Die Entwicklungsachse "Naturraum" wird entscheidend geprägt von der Donau und ihren bedeutsamen Auwäldern und Lohen. Der innerstädtische Flussraum prägt das Stadtbild und bietet einen Ausgleich für die innerstädtische Bebauung.

Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Entwicklungsachse "Stadtraum" beidseits der Bahn ist der Schwerpunkt für die Innenentwicklung. Hier besteht die Chance, die Stadt - neben bedarfsgerechten Baulandausweisungen am Stadtrand - auch durch flächensparende Bauweise weiter zu entwickeln. Durch Zuordnungen der verschiedenen Nutzungen, wie Wohnen, Büros und nicht störendes Gewerbe können landschaftsschonend der allgemeine Flächenverbrauch und das Verkehrsaufkommen reduziert werden.

Stadtteil- und Einzelhandelszentren

Im Leitbild 1996 wurden neben der Altstadt Stadtteilzentren angedacht, die eine bürgerfreundliche Versorgung der Grundbedürfnisse in unmittelbarer Nähe des Wohnstandortes gewährleisten sollten und auch kleinere Identifikationskerne darstellen sollten.

Die Einzelhandelszentren in der Grundstruktur des stadträumlichen Leitbildes 1996 sind Standorte für Einzelhandelsgroßprojekte. Sie sollen den Versorgungsbedarf an Fachmarktgütern decken und die verkehrlichen Belastungen entzerren. Die Altstadt gilt als wichtigster Einkaufsbereich in der Stadt. Seit 1996 wurden die Einzelhandelsstandorte durch neue Einzelhandelsentwicklungskonzepte weiter beleuchtet, zuletzt durch das Städtebauliche Einzelhandelsentwicklungskonzept (SEEK), das 2016 fortgeschrieben wurde.

Grundkonzept Wohnen

Ingolstadt ist nach wie vor eine wachsende Stadt. Die Einwohnerzahl wird weiterhin steigen. Aber nicht nur die Bevölkerungszahl, sondern auch die Bevölkerungsstruktur wird sich wandeln, so wird zum Beispiel die Zahl der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte zunehmen, ebenso wie die Zahl der Älteren. Die künftigen Wohnungen müssen diesen Anforderungen in Zahl und in Qualität gerecht werden. Das Thema „Wohnen in Ingolstadt“ ist also ein besonders wichtiger Gesichtspunkt für die zukünftige Stadtgesellschaft. 

Das Grundkonzept Wohnen bildet den künftigen Rahmen für die nachhaltige siedlungspolitische Ausrichtung der Wohnbauflächenentwicklung. Es wird das Bestreben der Stadt deutlich, vorhandene Wohnbauflächenpotenziale konsequent auszuschöpfen. Das Grundkonzept Wohnen schreibt die übergeordneten Entwicklungsziele, die für den Flächennutzungsplan 1996 aufgestellt wurden, fort. Als gesamtstädtische planerische Grundlage für Ingolstadt ist das in den 90er Jahren formulierte Leitbild der „kompakten Stadt“, das auf die Entwicklung der Flächenpotenziale in der Kernstadt sowie die Gliederung zwischen den Ortsteilen abzielt, nicht mehr wegzudenken. 

Das Prinzip einer tendenziell nach innen gerichteten Siedlungsentwicklung wird im Grundkonzept Wohnen verstärkt aufgegriffen. Wichtige Flächen für diesen innerstädtischen Wohnraum sind die im Grundkonzept Wohnen aufgezeigten Strategieräume. Neben dem städtischen Raum sind auch die ländlicher geprägten Ortsteile – ein wichtiges Charakteristikum, das Ingolstadt prägt – zu profilieren. Deshalb kommt auch der gesteuerten Entwicklung der Ortsteile und ihrer Ortsmitten eine große Bedeutung zu.

Zum Thema Wohnen sollten möglichst viele interessierte Bürgerinnen und Bürger ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen. Die Stadt Ingolstadt hat deshalb die gesellschaftlichen Bedürfnisse zum Thema Wohnen und Siedlungsraum in verschiedenen Veranstaltungen (Ausstellung, Führung, Vorträge) diskutiert.

Ausstellung „Lebenswelten. IN“ vom 24. Mai bis 23. Juli 2011

Als wichtige Grundlage für den Stadtentwicklungsplan wurden Lebenswelten Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger untersucht. Lebenswelten beschreibt, wie gewohnt wird, welche Rolle Wohnumfeld, Altstadt und andere Stadtbereiche im täglichen Leben einnehmen. Sie ergeben ein Bild, wie die Stadt als Ganzes gesehen wird und welche Identitäten entstehen. Es wurden Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt, die treffende Aussagen und Meinungen über Ingolstadt hervorgebracht haben. Die vorgestellten Lebenswelten zeigen die Stadtwahrnehmung, die Wohnwünsche und die Entwicklungseinschätzungen aus der Sicht verschiedener Bewohnergruppen. Die Ergebnisse dieser Interviews wurden in der Ausstellung „Lebenswelt. IN“ vorgestellt. Ergänzend wurde in der Ausstellung das Thema neuer Wohnformen für die Entwicklung innerstädtischer Flächen aufgegriffen. Die Ausstellung gab Anregungen und Inspirationen zu verschiedenen Lebens- und Wohnformen in Ingolstadt. 

Dokumentationen zu Ausstellung, Führung und Vorträgen:

Altstadt

Altstadt erleben - Masterplan für die Ingolstädter Altstadt

Die Altstadt ist das gefühlte Herz der Stadt. Sie erfüllt vielfältige Funktionen und wird innerhalb des Siedlungsraums Ingolstadt als „die“ Stadt begriffen. Wenn von einer Stärkung der Altstadt gesprochen wird, muss über einzelne Infrastruktur-, Gestaltungs- oder Verkehrsmaßnahmen hinaus der umfassende Ansatz der letzten Jahre weiter geführt werden. Galt bisher die Altstadt als der Einkaufsschwerpunkt, so ist seit einigen Jahren – und das nicht nur in Ingolstadt – ein Rückgang der Bedeutung des Handels in den historischen Städten festzustellen. Entscheidend für die Attraktivität der Altstadt wird die langfristige Funktionsmischung sein.

Der Masterplan wurde mit dem Ziel der Innenstadtentwicklung und der Standortförderung erstellt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen von Expertengesprächen erarbeitet und mit Zeitrahmen, Priorisierung sowie Kosten- und Finanzierungsrahmen hinterlegt. Unter Federführung des Referats für Stadtentwicklung und Baurecht waren folgende Akteure beteiligt: Stadt- und Regionalmarketing, City-Management, Stadtentwicklung, Einzelhandel, Wirtschaftsförderung, Immobilienentwicklung Personalberatung und Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH.

Das Gesamtkonzept „Masterplan Altstadt“ umfasst im Wesentlichen sechs Handlungsfelder:

  • Altstadt bauen und nutzen – aktuelle Projekte
  • Altstadt neu gestalten und aufwerten
  • Identität stärken – Denkmäler bewahren
  • Altstadt erleben
  • Altstadt präsentieren – Marke Altstadt
  • „Aufbruch Mitte“ – Standortstärkung für Immobilieneigentümer und Einzelhandel

Neben zahlreichen Baumaßnahmen im Bereich Wohnungsbau und Kultur sind Einzelmaßnahmen im öffentlichen Raum von Bedeutung. Unter anderem wurden folgende Projekte in den vergangenen Jahren umgesetzt:

  • Möblierung des Rathausplatzes – fünf Pflanzinseln mit umlaufender hölzerner Sitzbank
  • Möblierung des Theaterplatzes – Baumpodeste mit Holzauflagen
  • Infostelen in der Altstadt als Leitsystem für Tourismus und Einzelhandel
  • Neue Parkierungsregelung für die westliche Theresienstraße

Weitere Informationen zur Altstadt – Analysen, Ziele und Maßnahmen – finden Sie in der

Kontakt:

Tel.: 0841 305-2110
Fax: 0841 305-2149
E-Mail schreiben
oder Kontaktformular
Raum: 125, Geschäftszimmer

Untersuchungen & Konzepte für die Altstadt

Städtebaulicher Denkmalschutz

Seit 2013 erhält die Stadt Ingolstadt Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“.
Zur Aufnahme in dieses Förderprogramm waren umfangreiche Bestandsanalysen und Maßnahmenkonzepte erforderlich, welche auf der Grundlage der bereits in den letzten Jahren durchgeführten Vorbereitenden Untersuchungen nach § 141 BauGB bei Ausweisung neuer Sanierungsgebiete durchgeführt wurden.

Passagen und Querverbindungen in der Altstadt

Bei allen Konzepten und Überlegungen zur Aufwertung der Altstadt spielen auch die Nebenlagen als Stadträume, die den Hauptgeschäftsbereich ergänzen, seit Jahren eine besondere Rolle. Sie bieten die Chance, der Altstadt ein „eigenes Gesicht“ zu geben. Die hier vorhandene Mischstruktur aus Wohn-, Einzelhandels- und kulturellen Nutzungen sollte zu Erlebnisräumen mit unterschiedlichen Profilen ausgebaut werden. Wesentlich für die Entwicklung der Nebenlagen ist ihre Anbindung an die Hauptachsen der Altstadt. Der mittelalterliche Stadtgrundriss mit seiner kleinteiligen Blockstruktur bietet dafür grundsätzlich gute Voraussetzungen.

So gibt es auf der rund 375 m langen Strecke zwischen Schliffelmarkt und Paradeplatz fünf fußläufige Querverbindungen, die die Fußgängerzone mit dem Umfeld verknüpfen. Rechnet man die Durchgangsmöglichkeiten einzelner Ladengeschäfte entlang der Ludwigstraße hinzu, z. B. die Salamanderpassage, ist die Zahl der fußläufigen Anbindungen noch höher.

Entlang des rund 220 m langen Blockbereiches Theresien-, Schul-, und Kupferstraße bestehen aktuell nur wenige Querverbindungen. Es ist ein Ziel der Stadtplanung, die Durchlässigkeit dieses Altstadtgebietes durch attraktive Fußwegverbindungen zu verbessern und z. B. mittels Passagen eine Stärkung der fußläufigen Querverbindungen zu erreichen.

Als gelungenes Beispiel konnte die westliche Passage zwischen Kupfer- und Schulstraße mit finanzieller Unterstützung durch die Städtebauförderung in den letzten Jahren deutlich aufgewertet werden. Rund 30 Prozent der Baukosten wurden über das gemeinsam von Bund, Freistaat und Stadt Ingolstadt getragene Förderprogramm finanziert. Zwischen Theresienstraße 13 und Schulstraße 10 gibt es eine fußläufige Verbindung durch zwei Wohnhöfe, die sich vorrangig an die Nutzer der Gebäude richtet, jedoch tagsüber öffentlich zugänglich ist.

Leerstandsmanagement

Vor gut zehn Jahren waren in einzelnen Teilbereichen der Ingolstädter Altstadt deutliche „Trading Down-Effekte“ durch vernachlässigte Gebäude und Grundstücke feststellbar. Als Antwort darauf kümmert sich die Stadt Ingolstadt seit 2004 verstärkt um die Reaktivierung von Leerständen und die Aktivierung von Brachflächen in der Altstadt. Im Rahmen des Leerstandsmanagements werden Leerstände, Mindernutzungen und Brachflächen systematisch erfasst und ausgewertet. In enger Abstimmung mit den jeweiligen Eigentümern und der Denkmalpflege werden darauf aufbauend Modernisierungs- und Nutzungskonzepte entwickelt. Als sehr positiv hat sich dabei die Initiierung von Voruntersuchungen erwiesen, die von der Städtebauförderung und dem Bezirk Oberbayern unterstützt wurden. Sofern sich in den Gesprächen mit dem Eigentümer oder der Eigentümergemeinschaft abzeichnet, dass er keine Sanierungs- oder Baumaßnahme durchführen kann oder will, unterstützt die Stadt den Verkauf des Grundstückes und die Suche nach einem geeigneten Investor, um den Weg für eine Sanierung oder auch Neubebauung zu beschleunigen.

Das durch die intensiven Bemühungen der Stadt verbesserte Immobilienangebot in der Altstadt und der in den letzten Jahren zunehmende Trend zum urbanen Wohnen führen heute zu einem deutlichen Erfolg des Leerstandsmanagements. Bis Ende 2014 konnten insgesamt 49 Gebäude bzw. Grundstücke mit über 120 Wohn- und Gewerbeeinheiten reaktiviert werden. Bei den meisten dieser Projekte wurde ein historisches Gebäude saniert. Das Leerstandsmanagement trägt damit nicht nur zur Belebung der Altstadt und zu ihrer Stärkung als Wohnstandort bei, sondern ist auch ein wichtiger Baustein zur Erhaltung des kulturellen Erbes und der Sicherung des unter Denkmalschutz stehenden Altstadtensembles.

Über das Stadtplanungsamt können Sie Informationen zu einzelnen Leerständen in der Altstadt erhalten.

Tel.: 0841 305-2150
Fax: 0841 305-2158
E-Mail schreiben
oder Kontaktformular
Raum: 006, Sachgebietsleitung

Neben diesem Leerstandsmanagment, das sich vor allem um Gebäudeleerstände mit Verwahrlosungstendenz kümmert, gibt es mit „Cityfreiraum Ingolstadt“ eine Initiative, die für gewerbliche Leerstände ein Immobilienportal bietet, das die Kontaktaufnahme zwischen Anbietern und Interessenten ermöglicht. In einer Datenbank können gewerbliche Objekte in der Ingolstädter Altstadt auf der einen Seite gesucht, auf der anderen Seite aber auch zum Mieten oder zum Verkauf angeboten werden. „Cityfreiraum Ingolstadt“ ist eine Gemeinschaftsinitiative der IFG Ingolstadt, dem Existenzgründerzentrum Ingolstadt und IN-City.

www.cityfreiraum-ingolstadt.de

Wettbewerbe & Sonderprojekte in der Altstadt

EUROPAN 13 für die Harderstraße und die nördliche Altstadt

Die Stadt Ingolstadt hatte sich 2015 bereits zum dritten Mal an einem Europan-Wettbewerb beteiligt, bei dem junge Architekten aus ganz Europa innovative Ansätze und Konzepte für die Stadt von morgen entwickeln. Das Thema des Ideenwettbewerbs „Adaptable City 2“ kam den Vorstellungen der Stadt entgegen, für die Harderstraße und das nördliche Altstadtgebiet nach Aufwertungs-Strategien zu suchen und den Bereich für unterschiedliche Akteure und alternative Nutzungen interessant zu machen. 

Mit den im Sommer 2015 eingereichten 17 Arbeiten setzte sich zunächst eine lokale Jury in Ingolstadt auseinander, die fünf Arbeiten als engere Wahl zur nationalen Jury nach Berlin schickte. Im Dezember 2015 erfolgte dann die abschließende Preisverleihung des Europan 13. Zu den national prämierten Arbeiten gehören auch zwei Entwürfe, die sich mit der Ingolstädter Wettbewerbsaufgabe beschäftigen: 
Der Entwurf „Waldstraße“ von dem spanischen Architektentrio Gonzalo Gutierrez, Alvaro Carrillo Eguilaz und Adrià Escolano Ferrer aus Marbella erhielt einen Preis, der Entwurf „Re-Connect – Alte Formen Neue Lebensweisen“ von den Architekten Jo-Niklas Dodoo und Erol Slowy aus Hamburg wurde als Ankauf gewürdigt. 

Alle Informationen zum Wettbewerb und die 5 Arbeiten, die in der engeren Wahl waren finden Sie unter
www.europan.de

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung konnten vom 22. bis 24. Januar 2016 alle Wettbewerbsentwürfe in der Harderbastei am Oberen Graben in Ingolstadt besichtigt werden. Den 3-tägigen Ausstellungszeitraum nutzten über 100 Personen für einen Besuch und begutachteten mit großem Interesse die visionären Konzepte. Diesen Elan gilt es nun in das anschließende Bürgerbeteiligungsverfahren weiter zu transportieren.

Rathausplatz

Im Rahmen einer Konzeptstudie des Münchner Architekturbüros Auer & Weber wurden Anfang 2015 mehrere Maßnahmen vorgeschlagen, um den Rathausplatz aufzuwerten. Ein Großteil dieser Maßnahmen konnte inzwischen umgesetzt werden:

  • Fünf Pflanzinseln mit umlaufender hölzerner Sitzbank, auf dem Platz verteilt, steigern die Aufenthaltsqualität für alle Altstadtbesucher. Die Bepflanzung kann jahreszeitlich variieren. Die Rundbänke sind unterseitig beleuchtet und können bei Bedarf versetzt werden, so dass die Bespielbarkeit des Rathausplatzes auch für Großveranstaltungen erhalten bleibt.
  • Gegenüber der Sparkasse, vor der Spitalkirche, sind zwei weitere Bäume gepflanzt worden, die zusammen mit den bereits vorhandenen Bäumen den Übergang vom Straßen- zum Platzraum definieren.
  • Der Terrassenbereich vor dem Café Moritz kann durch eine zweite Reihe an Sonnenschirmen vergrößert werden.
  • Eine weitere Sitzbank wurde auf der Westseite des Platzes aufgestellt.
  • Der Taxistandort wurde an die Westseite des Platzes verlegt, um den Rathausplatz optisch aufzuwerten.

Der Konzeptstudie ging ein Stadtratsworkshop voraus, in dem die Ergebnisse einer Bürgerbeteiligung vorgestellt wurden.

Infostelen

Als Ergänzung zu bestehenden Beschilderungen sind an zentralen Standorten in der Altstadt Infostelen aufgestellt worden. Dieses neue Leitsystem präsentiert wichtige Orte, Sehenswürdigkeiten, Geschäftslagen und öffentliche Einrichtungen auf einem abstrahierten Stadtplan und erleichtert so die Orientierung. Darüber hinaus wecken Fotos und Informationen über die Geschichte des jeweiligen Ortes Interesse an der Stadt. Mit QR-Codes können via Smartphone weiterführende Informationen abgerufen werden.

Neugestaltung Fußgängerzone

Der Realisierungswettbewerb „Fußgängerzone Ingolstadt“ wurde im Juli 2015 abgeschlossen. Der erste Preisträger des Wettbewerbs wurde inzwischen mit der Planung beauftragt.
Die Pläne der drei mit Preisen bedachten Teilnehmer finden Sie >> hier.

Weitere Informationen zum diesem Thema finden Sie auf der Seite “Projekt Fußgängerzone“.

Stadtgestaltung / öffentlicher Raum in der Altstadt

In der Ingolstädter Altstadt hat die Geschichte deutliche Spuren hinterlassen, die ihre Individualität und Unverwechselbarkeit ausmachen. Mit dem noch weitgehend erhaltenen historischen Stadtgrundriss besitzt die Stadt ein besonderes Kapital. Zusammen mit der Vielzahl herausragender, historischer Bauten ist die Geschichte im Stadtbild noch erlebbar. Da diese Authentizität den besonderen Reiz der Altstadt ausmacht, spielt bei der Stadtgestaltung der Denkmalschutz, verbunden mit einer sinnvollen Nutzung, eine besondere Rolle.

Neben dem Schutz des historischen Stadtbildes und der Bausubstanz ist die Qualität der baulichen Weiterentwicklung ebenfalls entscheidend. Zur Sicherung der architektonischen Qualität und zur Vermeidung von Fehlentwicklungen wurde der Gestaltungsbeirat berufen. Bauvorhaben, die im Umfeld historisch bedeutsamer Gebäude errichtet werden oder deren Realisierung unmittelbare Auswirkungen auf das Stadtbild hat, werden im Gestaltungsbeirat beraten.

Aufwertung des öffentlichen Raumes

Flyer Ein zentrales Anliegen der Stadtgestaltung ist die Aufwertung des öffentlichen Raumes. Qualität, Gestalt und Gebrauch der öffentlichen Räume sind sowohl für die Funktion als Einzelhandels- und Wohnstandort von hoher Bedeutung als auch für den Tourismus.

 

Die Stadtgestaltung im öffentlichen Raum betrifft auch die Gestaltqualität der Außengastronomie. Die bestehenden Richtlinien zum Thema „Freisitze in der Altstadt“ wurden im vergangenen Jahr auf Beschluss des Stadtrates überarbeitet. Das Stadtplanungsamt hat die Anforderungen an die Gestaltung von Freisitzen in einem Flyer zusammengefasst. Gastronomiebetriebe und andere Gewerbetreibende werden in anschaulicher Weise über das Vorgehen bei der Antragstellung informiert und in gestalterischen Fragen beraten, z.B. was die Abstimmung des Mobiliars auf die Umgebung anbelangt oder den Einsatz von Pflanzgefäßen im Straßenraum.

Der Flyer liegt im Tiefbauamt und im Stadtplanungsamt im Technischen Rathaus der Stadt Ingolstadt aus.

Den Antrag auf Sondernutzung stellen Sie bitte beim Tiefbauamt.

Hochhauskonzept Ingolstadt

Die Stadt Ingolstadt gehört seit zwei Jahrzehnten zu den wachstumsstärksten Städten in Bayern. Das Einwohnerwachstum hält nach wie vor an und wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. 

Das Stadtplanungsamt hat sich daher intensiv mit der Thematik beschäftigt, wie auch in Zukunft neuer Wohnraum zu bezahlbaren Preisen geschaffen werden kann. Der Fokus wurde hierbei bewusst nicht auf die Ausweisung von neuem Bauland gelegt. Stattdessen stellte man sich die Frage, welche Wohnformen für eine städtebauliche Nachverdichtung geeignet erscheinen und wie einer drohenden Zersiedelung in die Peripherie entgegengewirkt werden kann. 

Vor diesem Aufgabenschwerpunkt lag es nahe, sich auch mit der Bauform ‚Hochhaus‘ zu beschäftigen, zumal Hochhäuser seit jeher als Indiz für Urbanität stehen und diese Typologie die Möglichkeit eröffnet, viel Wohnraum auf verhältnismäßig kleiner Fläche unterzubringen. 

Weil Hochhäuser das Stadtbild nachhaltig prägen und starken Einfluss auf die historische Stadtsilhouette haben, ist es unerlässlich, die zukünftige Entwicklung städtebaulich zu steuern. Aus diesem Grund hat das Stadtplanungsamt ein ‚Hochhauskonzept‘ erstellt, das im Kern aufzeigen soll, in welchen Bereichen der Kernstadt Hochhäuser künftig möglich und als Akzentuierung stadtbildverträglich sind. Ferner werden Aussagen zur möglichen Gebäudehöhe von Hochhäusern getroffen.

Mit der gutachterlichen Begleitung wurde die CIMA Beratung + Management GmbH aus München beauftragt. Ziel ist es, die Veränderungen im Ingolstädter Einzelhandel der letzten Jahre zu dokumentieren und für die Zukunft einen Orientierungsrahmen vorzugeben.

SEEK – neues Einzelhandels­entwicklungs­konzept für die Stadt

Das starke Einwohner- und wirtschaftliche Wachstum sowie das veränderte Einkaufsverhalten führen dazu, dass sich auch die Einzelhandelslandschaft dynamisch entwickelt.

Das Städtebauliche Einzelhandelsentwicklungskonzept (SEEK) wurde fortgeschrieben, um die aktuellen Entwicklungstrends in der Ingolstädter Einzelhandelslandschaft aufzuzeigen. Ziel ist es, Ingolstadt im Wettbewerb zwischen den Städten bzw. Regionen langfristig gut zu positionieren und die Attraktivität Ingolstadts als Oberzentrum und Einkaufsstadt zu erhalten und zu stärken. Das SEEK umfasst mit seinen einzelnen Bausteinen Maßnahmen, die gesamtstädtisch greifen und bei künftigen Planungsüberlegungen abgewogen werden müssen. Sie dienen aber auch speziell dem Schutz der Altstadt.

Die wichtigsten Leitlinien für die Einzelhandelsentwicklung in Ingolstadt sind

  • Ausbau der Einzelhandelszentralität,
  • Weitere Stärkung und Entwicklung der Altstadt,
  • Schließung offener Umsatzpotenziale,
  • Profilierung als attraktiver Wohnstandort.

Wichtige Bausteine des neuen SEEK, um diese Ziele zu erreichen sind

  • der Zentrale Versorgungsbereich Innenstadt,
  • die festgelegte Zentrenhierarchie,
  • die ortsspezifische „Ingolstädter Sortimentsliste“.

Mit der gutachterlichen Begleitung wurde die CIMA Beratung + Management GmbH aus München beauftragt. Ziel war es, die Veränderungen im Ingolstädter Einzelhandel der letzten Jahre zu dokumentieren.

Integriertes Räumliches Entwicklungskonzept (IRE)

Anlass

Im September 2013 wurde das Förderprogramm „Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Bewerbung für den Förderzeitraum 2014 bis 2020 ausgeschrieben. Ziel des Förderprogrammes ist es, den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt zu stärken. Auch für Ingolstadt als wachsender Wirtschaftsraum ist es wichtig, neben Standortfaktoren wie Infrastruktur und gut erschlossenen Flächen auch die weichen, imagebildenden Standortfaktoren, wie zum Beispiel Freizeit, Naherholung und kulturhistorische Elemente, zu stärken und auszubauen. Ziel ist es, sich landes- und bundesweit als starker Standort zu entwickeln, aber auch innerhalb Europas sowie weltweit konkurrenzfähig und attraktiv zu sein. 

Integriertes räumliches Entwicklungskonzept (IRE) „Ingolstadt und Umland erleben – Nachbarschaft erfahren“

Die Allianz aus den Kommunen Ingolstadt, Neuburg an der Donau, Gaimersheim, Großmehring und Manching hat gemeinsam das Integrierte räumliche Entwicklungskonzept „Ingolstadt und Umland erleben – Nachbarschaften erfahren“ erarbeitet. Mit Unterstützung der Planungsgemeinschaft Schirmer (Würzburg) / WGF (Nürnberg) wurden dafür durch die Verwaltungen der Kommunen in Abstimmung mit Trägern öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit Grundlagen und bereits existierende Konzepte und Projektvorschläge gesammelt. Als Symbol der interkommunalen Zusammenarbeit fand am 21.11.2014 eine gemeinsame Sitzung aller beteiligten Stadt- und Gemeinderäte als öffentliche Veranstaltung in Neuburg statt. 

Inhalte

In der Förderkulisse sind die Aktivierung von Brachflächen, die Stärkung des Natur- und Kulturerbes, die Schaffung und Optimierung grüner Infrastruktur einschließlich Grün- und Erholungsanlagen (z. B. Landesgartenschauen) sowie das Handlungsfeld wirtschaftliches Wachstum. Nach der Analyse der Situation wurden Ziele und Projekte benannt. 

Dem Konzept liegt nun ein räumliches Leitbild zu Grunde, das sich aus landschaftlichen und kulturhistorischen Bezügen herleitet. So prägen die Donau mit ihren Auwäldern sowie die kleineren Zuläufe wie Schutter, Paar, Sandrach und weitere Bachläufe die Landschaft. Zum zweiten sind es die Ringe der Festungsstadt Ingolstadt als geschichtliches Erbe. Der dritte Festungsring greift weit über das Stadtgebiet hinaus. In diesen räumlichen Zusammenhang sind die einzelnen Projekte eingebettet.

Geförderte Projekte

Ende April 2015 wurde das IRE für die nächste Auswahlstufe zugelassen.Von der kommunalen Gemeinschaft konnten nun konkrete Projekte und Maßnahmen zur Antragstellung benannt werden. Als konkretes Förderprojekt aus dem IRE erhält die Landesgartenschau Ingolstadt 2020 Fördergelder aus dem EFRE-Programm. 

Weitere Informationen:

Rahmenpläne

Der Rahmenplan ist ein sogenannter informeller Plan. Er kann die strukturellen und gestalterischen Ziele und Maßnahmen für einen abgegrenzten Bereich darstellen. Er hat keine direkte Rechtswirkung, kann aber im Zuge einer kommunalpolitischen Selbstbindung ein wirkungsvolles Werkzeug der Stadtplanung sein.

Rahmenplan Goethestraße / Friedrich-Ebert-Straße

Mit dem Rahmenplan Goethestraße / Friedrich-Ebert-Straße wird das Ziel der Innenentwicklung im nördöstlichen Stadtgebiet verfolgt. Es werden freiraumplanerische und städtebauliche Potentiale für diesen Untersuchungsbereich formuliert. Zunächst wurden in einer vorangehenden Untersuchung Qualitäten und Mängel aufgezeigt und ein Maßnahmenplan entwickelt, auf dem der städtebauliche Rahmenplan aufbaut. So kann die künftige Entwicklung besser gesteuert und gelenkt werden, Bauvoranfragen und Genehmigungen können besser bearbeitet werden.

Der Stadtrat hat am 16.04.2015 den Entwurf des Rahmenplanes Goethestraße / Friedrich-Ebert-Straße mit seiner Bestandsaufnahme und den im Zieleplan dargestellten und formulierten Maßnahmen zur Kenntnis genommen.

Soziale Stadt

Das Programm "Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt" ist ein Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung. Sowohl der Bund, vertreten durch das Bundesministerium für Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, als auch der Freistaat Bayern (Staatsministerium des Innern) unterstützen mit Fördermitteln Maßnahmen in Gebieten, die in das Förderprogramm aufgenommen werden. In Ingolstadt sind es seit 1999 das Piusviertel und seit 2006 das Augustin- und das Konradviertel.

Im Rahmen des Programms sollen die Qualität des Wohnens und des Lebens verbessert werden. Die „Soziale Stadt“ ist ein Programm zur Quartiersentwicklung mit baulich-städtebaulichen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Bausteinen. Die Finanzierung erfolgt über die Städtebauförderung. Die Bündelung mit Programmen und Fördergeldern anderer Fachbereiche ist nach Möglichkeit zu berücksichtigen.

Die Soziale Stadt - Gebiete sollen baulich-gestalterisch aufgewertet und das Image soll verbessert werden. Die Förderung des Zusammenlebens ist ein weiteres wichtiges Ziel. Dazu gehört es, die Nachbarschaften zu entwickeln, die Integration zu fördern, Orte als Treffpunkte zu schaffen, Konflikte abzubauen und das bürgerschaftliche Engagement zu fördern.

Konzeptionelle und planerische Grundlage für jedes Soziale Stadt – Gebiet ist das sogenannte „Integrierte Handlungskonzept“ (IHK). Es stellt grundsätzlich den „roten Faden“ der Quartiersentwicklung dar mit organisatorische Regelungen, Baumaßnahmen und sozialen Maßnahmen, Zeitrahmen und einer Kosten- und Finanzierungsübersicht. Aufgrund der Programmlaufzeiten in Ingolstadt wurden die IHKs fortgeschrieben.

Die baulichen Maßnahmen haben die drei Stadtteile in den letzten Jahren sichtbar aufgewertet und sind über die Quartiere hinaus positiv wahrgenommen worden. Die Kombination mit den zahlreichen sozialen Angeboten hat zu einer Verbesserung der Lebensqualität und der Identifikation mit dem jeweiligen Stadtteil geführt. Dies belegt die Dokumentation für die Soziale Stadt Piusviertel

Die Projektleitung im baulichen Bereich liegt beim Stadtplanungsamt:

Tel.: 0841 305-2121
Fax: 0841 305-2149
E-Mail schreiben
oder Kontaktformular


Die Projektleitung für die sozialen Maßnahmen liegen bei der Familienbeauftragten:

Tel.: 0841 305-45810
Fax: 0841 305-45409
E-Mail schreiben
oder Kontaktformular
Raum: 337

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