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Behördenwegweiser

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Geburt; Anzeige

Die Geburt eines Kindes ist beim Standesamt anzuzeigen, in dessen Zuständigkeitsbereich der Geburtsort liegt. Anzeigepflichtig sind die Krankenhäuser oder sonstige Einrichtungen, in denen Geburtshilfe geleistet wird, jeder Elternteil des Kindes, wenn er sorgeberechtigt ist, oder jede andere Person die bei der Geburt zugegen war oder von der Geburt aus eigenem Wissen unterrichtet ist.

Beschreibung

Die Geburt des Kindes muss vom Standesamt beurkundet werden, in dessen Zuständigkeitsbereich das Kind geboren ist.

Schriftliche Anzeige bei Geburt in einer Klinik

Bei Geburt eines Kindes in einem Krankenhaus oder sonstigen Einrichtung, in der Geburtshilfe geleistet wird ist der Träger (meist die Verwaltung) der Einrichtung zur Anzeige der Geburt verpflichtet. Zu diesem Zweck wird die Verwaltung der Einrichtung die Daten der Eltern erheben und sich die erforderliche Urkunden und Nachweise vorlegen lassen. Auch kann bei der schriftlichen Anzeige die Bestimmung der Vornamen des Kindes vorgenommen werden. Trotzdem ist es nicht auszuschließen, dass die Eltern beim Standesamt vorsprechen müssen. Dies wird vor allem dann notwendig, wenn z.B. eine Erklärung über die Bestimmung des Familiennamens des Kindes erforderlich ist oder wenn bei einer unverheirateten Mutter der Vater das Kind anerkennen möchte.

Mündliche Anzeige

Ist keine schriftliche Anzeige möglich, muss die Geburt des Kindes beim Standesamt mündlich angezeigt werden. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn es sich um eine Hausgeburt handelt.

Zur Anzeige sind verpflichtet:

  • Jeder Elternteil des Kindes, wenn er sorgeberechtigt ist.
  • Jede andere Person die bei der Geburt zugegen war oder von der Geburt aus eigenem Wissen unterrichtet ist.


Unterlagen

Der Standesbeamte benötigt in der Regel die unter "Erforderliche Unterlagen" genannten Unterlagen:

Ratsam ist, vor allem bei mündlichen Anzeigen, sich bei dem für die Geburtsbeurkundung zuständigen Standesamt zu erkundigen, ob die unter "Erforderliche Unterlagen" genannten Unterlagen ausreichen.

Geburtenanmeldung - Unterlagen

Geburtenanmeldung – Unterlagen

Die Unterlagen für die Geburtenanmeldung Ihres Kindes sind von Ihren familiären Zusammenhängen und Hintergründen abhängig und daher individuell. Folgend werden häufige Konstellationen aufgeführt.
Bitte beachten Sie, dass in Einzelfällen weitere Dokumente erforderlich sein könnten. Wir geben Ihnen gerne bei Ihrer persönlichen Vorsprache oder vorab telefonisch oder elektronisch Auskunft.

1. Welche Unterlagen sind erforderlich, wenn die Eltern verheiratet sind? 

  • Bei Geburt im Klinikum oder im Geburtshaus: Anmeldebescheinigung (Fragebogen zur Geburtsanzeige)
    Bitte beachten: Die gewünschten Vornamen für das Kind sind einzutragen, die Sorgeberechtigten müssen auf der Anmeldebescheinigung unterschreiben
  • Bei Hausgeburt: Geburtsbescheinigung der Hebamme oder des Arztes
  • Heiratsurkunde (ggf. mit deutscher Übersetzung)
  • Geburtsurkunden der Eltern (ggf. mit deutscher Übersetzung)
  • Personalausweis bzw. Reisepass bei ausländischer Staatsangehörigkeit eines Elternteils
  • Ein Elternteil ist Spätaussiedler oder besitzt die Vertriebeneneigenschaft
    • Spätaussiedlerbescheinigung bzw. Vertriebenenausweis
    • Registrierschein
    • ggf. Bescheinigung über Namensangleichung
    • Einbürgerungsurkunde

2. Welche Unterlagen sind erforderlich, wenn die Eltern nicht verheiratet sind?

Grundsätzlich die gleichen Unterlagen wie bei Nr. 1 (mit Ausnahme der Heiratsurkunde).  

Zusätzlich:

3. Welche Unterlagen sind erforderlich, wenn die Mutter derzeit alleiniger Elternteil ist?

Grundsätzlich die gleichen Unterlagen wie bei Nr. 1 (mit Ausnahme der Heiratsurkunde).

  • Bei Geburt des Kindes nach einer Scheidung der Mutter: Unterlagen wie bei Nr. 1 einschließlich Heiratsurkunde zuzüglich Gerichtsbeschluss über die Scheidung mit Rechtskraftvermerk oder Heiratsurkunde mit Scheidungsvermerk (ggf. jeweils mit deutscher  Übersetzung).
  • Falls Sie als Mutter oder der Vater einem Staat angehören, der bei nichtehelicher Geburt eines Kindes eine Mutterschaftsanerkennung vorsieht, sollte diese aus Gründen der Rechtssicherheit nachgeholt werden.
  • Informationen zur Vaterschaftsanerkennung finden Sie unter diesem Link.
  

Wir bitten zu beachten, dass von der Anmeldung der Geburt bis zur Übersendung der Urkunden mit einer Bearbeitungszeit von acht bis vierzehn Tagen gerechnet werden muss. Bitte sehen Sie von Rückfragen in dieser Zeit ab.

Sie erhalten drei zweckgebundene, gebührenfreie Bescheinigungen, die für die Beantragung des Elterngeldes und des Kindergeldes sowie für die Hilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft erforderlich sind. Jede weitere Geburtsurkunde kostet 12,00 Euro.

 

Fristen

Die Geburt muss innerhalb einer Woche beim Standesamt angezeigt werden.

Kosten

keine

Rechtsgrundlagen

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Redaktionell verantwortlich

Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration (siehe BayernPortal)
Stand: 06.06.2019