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Ein ganzheitlicher Ansatz

„Nachhaltigkeitsagenda Ingolstadt 2040“ läuft an

In seiner letzten Sitzung des Jahres hat der Stadtrat eine Nachhaltigkeitsagenda für Ingolstadt beschlossen. „Unser Ziel ist es, unsere Stadt – in Anlehnung an die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – nachhaltiger auszurichten. Und zwar sowohl in ökologischer, aber auch in ökonomischer und sozialer Hinsicht. Wir wollen diese Themen nochmals stärker in den Fokus rücken. Wichtig ist dabei der ganzheitliche Ansatz“, betont Oberbürgermeister Christian Lösel. „Wir werden in den nächsten Jahren in einen Bürgerbeteiligungsprozess eintreten und uns dabei auch wissenschaftlich begleiten lassen.“

Die „Nachhaltigkeitsagenda Ingolstadt 2040“ soll mit der gesamten Bürgerschaft und unter Einbeziehung gesellschaftlicher Gruppierungen, der Wissenschaft, der Wirtschaft, den Sozial- und Umweltverbänden sowie den Behörden erarbeitet werden. Verwaltung und städtische Beteiligungsunternehmen sollen ein vielfältiges, für jede Altersgruppe leicht und barrierefrei zugängliches Beteiligungskonzept mit unterschiedlichen (auch digitalen) Formaten entwickeln. „Gerade in größeren Städten gibt es neue, übergreifende Aufgaben, die die Anstrengung unserer gesamten Stadtgesellschaft erfordern und den Blick übergreifend in eine gemeinsame Zukunft lenken müssen“, erklärt Lösel. „Wir haben eine große Verantwortung den nachfolgenden Generationen gegenüber. Deshalb ist es notwendig, unser bisheriges Verhalten zu reflektieren und in einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie neu auszurichten. Ingolstadt soll einen eigenständigen, wahrnehmbaren und erfolgsversprechenden Nachhaltigkeitsprozess einleiten, der unsere Umwelt und unser Umfeld nachhaltig ökologisch, ökonomisch und sozial bewahrt und auf den unsere Kinder einmal stolz sein können.“

Ein so breit angelegter Prozess erfordert natürlich personelle und strukturelle Ressourcen. Im Stadtdirektorium ist deshalb eine Planstelle für einen Projektverantwortlichen vorgesehen. Das ganze Vorhaben wird aber auch von externen Fachleuten mitbegleitet. Dabei sollen nicht nur ein externer Projektsteuerer, sondern auch die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie die Technische Hochschule Ingolstadt eingebunden werden. Aufgabe der „Nachhaltigkeitsagenda Ingolstadt 2040“ ist es auch, einen bewusstseinsbildenden Prozess innerhalb der Bürgerschaft für Nachhaltigkeitsthemen einzuleiten. „Die Verwaltung und die städtischen Beteiligungsunternehmen sollen daher ein vielfältiges, für jede Altersgruppe leicht zugängliches, barrierefreies Beteiligungskonzept mit unterschiedlichen Formaten entwickeln“, so Lösel. Ein solches Beteiligungskonzept hat es bereits für die „Visionen für Ingolstadt 2020“ gegeben und ist damals auf große Resonanz gestoßen. Die gesamte Bevölkerung konnte ihre Vorstellungen über die Entwicklung der Stadt Ingolstadt in den kommenden Jahrzehnten mit einbringen, vielfältige Projekte wurden damals daraus geboren. Ein ähnliches Verfahren soll es nun auch diesmal geben, ergänzt um die heutigen, neuen Möglichkeiten, etwa im Digitalen.